Was ist uns denn da schönes in die Konsole geflogen? Monster Hunter ist zurück! Endlich wird es wieder Zeit in die Schlacht zu ziehen und in einer riesigen Welt gegen Monster zu kämpfen und Quest zu erfüllen. Was das Open World Abenteuer zu bieten hat, erfahrt ihr im Test.

Für die Wissenschaft!

Wir starten in das Spiel als Teil einer Forschungsgruppe, die einen neuen Kontinent entdecken soll. Doch auf dem Weg zur Insel kommt es zu Komplikationen. Wie aus dem nichts erscheint ein riesiges Monster, dass unsere Flotte angreift. Natürlich kann sich der Protagonist mit seiner Partnerin retten und wird durch ein kleines Tutorial geleitet. Leider ist das ein Tutorial der nervigen Art- klick das, drück das, dann passiert das. Da hat die Charakter-Erstellung im Voraus deutlich mehr Spaß gemacht. Da hat man die Möglichkeit das Ebenbild sehr detailliert und mit vielen Extras zu gestalten. Zudem begegnet uns dort zum ersten Mal unser kleiner, treuer Begleiter: ein sogenannter Palico. Palicos sind eine Art Katzen, die wir mit Rüstung ausstatten können und uns auf der ganzen Reise unterstützen. Aber zurück zum Tutorial.

Als ich endlich auf der Insel ankam und mit den Kameraden auf der Insel sprechen konnte, durfte ich merken, dass das Tutorial noch lang nicht vorbei ist. Immer wieder werden wir an die Hand genommen und an verschiedene Dinge herangeführt. Sei es das Schmieden von Waffen, das annehmen und bearbeiten von Quest oder viele andere Dinge. Viele Dinge, die eigentlich selbsterklärend sind.

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Auf in die große Freiheit!

Der Hauptteil des Spiels besteht, wie gewohnt, daraus auf die Jagd zu gehen und Quests zu erfüllen. Die Welt, die es zu entdecken gilt ist riesig. Die Monster Designs gut gelungen. Leider finde ich die allgemeine Optik des Spiels jedoch nicht optimal gelöst. Zwar unterstützt das Spiel 4K und HDR, aber trotzdem habe ich keine Einstellung gefunden, die das Spiel grafisch perfekt darstellt. Spielerich hat mich das Spiel sehr oft an ein MMORPG erinnert. Das finde ich sehr cool! Man hat seine Basis in der man Waffen und Rüstungen schmieden kann, Nahrung zu sich nehmen kann, Quest findet und vieles mehr. Der zweite Bereich ist die besagt offene Welt. Ein Gebiet in das man auch mit Spielern auf der ganzen Welt eintreten kann und gemeinsam die Monster bezwingen kann. Neben dem Weg, den man in der Hauptquest abläuft, gibt es viel zu entdecken. Die komplette Umgebung ist dynamisch. So passiert es beispielsweise nach dem Erlegen von Monstern, dass Geier sich sofort auf die Überreste stürzen oder die Monster selbst auf Geschehnisse in der Umgebung reagieren. Die Monster selbst sind so individuell wie eh und je. Bevor man effektiv in den Kampf steigt, muss man die Verhaltensmuster genau analysieren um dann angreifen zu können. Je mehr Schaden man dem Monster zufügt, desto eher wird es auch optisch sichtbar. So kann es beispielsweise passieren, dass die Monster auf Dauer beginnen zu humpeln.

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Waffen und Rüstung

In Monster Hunter World gibt es eine große Auswahl an Waffen und Rüstungen. Ihr seid von der Auswahl an Waffen überfordert? Kein Problem! Zu jeder Waffe gibt es ein kleines Video, dass erklärt wie die Waffe benutzt wird und wie sie wirkt. Reicht euch das nicht? Dann ab auf den Übungsplatz, auf dem man die Waffen ausprobieren kann, Kombos lernen kann und Fässer angreifen kann. Das lohnt sich auch, denn es gibt 14 verschiedene Waffen-Kategorien mit jeweils eigenständigen Waffen. Von Langschwert über Bogen bis hin zu Doppelklingen, für jeden Kampfstil ist etwas dabei. Neben den Hauptwaffen ist man zudem noch mit einem Greifhaken und einer Steinschleuder ausgerüstet. So kann man mit der Schleuder Monster anlocken oder verwirren und mit dem Greifhaken in Gebiete springen, die man zu Fuß nicht erreichen könnte. Wenn ihr auf der Jagd genug Monster- Material gesammelt habt, könnt ihr wieder zurück in die Schmiede gehen und damit eure Waffen und Rüstungen verbessern. Aufgebaut ist das ganze in einem Level-System, verbunden mit einem Skill-Tree.

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Ein Spiel für die Ewigkeit

Monster Hunter World ist ein Spiel mit sehr großem Suchtpotenzial. Allein die Kampagne bietet eine Spielzeit von 50 Stunden. Dazu kommen die ganzen Nebenquests und die offene Welt, die man entdecken kann. Mit den Einstellungsmöglichkeiten lässt sich die Optik des Spiels verbessern. Leider habe ich persönlich keine optimale Einstellung gefunden. Die Welt an sich ist aber so riesig, dass man sich viel eher in den ganzen Details verlieren kann. Eine Langzeitmotivation ist auf jeden Fall gegeben, weil es so viele Monster zu enddecken und erforschen gibt, dass man eigentlich gar nicht dazu kommt aufzuhören. Das Spiel fühlt sich, u.a. genau deshalb, wie ein wunderbares MMORPG an, wie ich es mir immer gewünscht hätte. Für Fans der Serie ist Monster Hunter World definitiv ein Muss! Neueinsteiger werden sehr gut, aber auch lang an die Hand genommen und durch die Welt geführt. Wer darauf wartet, dass man die Monster am PC jagen kann, der muss sich noch bis Herbst diesen Jahres gedulden, aber dann gibt es auch dort die RPG-Action.

 

Getestet auf der Playstation 4 Pro
©Bilder : Capcom