Eine Familie, die Mitten im Wald in einer idyllischen Holzhütte wohnt, nimmt ein neues Mitglied in den Clan auf. Die Geschichte könnte so schön sein, wäre es nicht Resident Evil! Warum der siebte Titel der Horror-Survival Reihe nicht mit den vorherigen Vergleichbar ist und wieso du dich nach diesem Spiel nie wieder allein fühlst, erfährst du im Test!

Die Suche nach der großen Liebe

Auf der Suche nach unserer verschwundenen Frau, machen wir uns auf den Weg in den Bundesstaat Louisiana. In Mitten eines tiefen Walds, umringt von Sümpfen, finden wir eine Holzhütte in die es gilt einzusteigen und das Geheimnis um die verschollene Liebe zu lüften.
Der Einstieg in das Spiel zeigt schon, dass Resident Evil 7 auf Unwohlsein und Ekel spielt und weniger auf geballte Action wie in den vorherigen Teilen. Während der Weg zum Haus noch recht entspannt ist, nimmt das Horror- Spiel fahrt auf sobald man dieses Betritt. Kaum Licht, knarrende Dielen und der eigene Atem geben dem Spieler das Gefühl jederzeit in Gefahr zu sein. Dieses Gefühl begleitet den Spieler die komplette Zeit über und zeigt wie präzise die Sounds auf die Aktionen abgestimmt sind. Ein Genuss für Horror-Fans.

Eine schrecklich schreckliche Familie

Auf unserer Suche lernen wir immer mehr über die Familie, die in dem Haus lebt, dazu. Die Familie Baker verlässt seit mehreren Monaten schon nicht mehr das Haus und zieht immer neue Opfer in ihren Bann. Opfer, die für Experimente genutzt, und zu Monster verwandelt werden. Doch viel schlimmer für den Spieler ist der Drang der Bakers euch auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Auf euren Wegen werdet ihr nie wieder allein sein. Die Familie versucht euch zu fassen und zu opfern. Dieses Gefühl von konstanter Unsicherheit ist das was Resident Evil 7 zu einem großartigen Horror-Erlebnis macht. Doch auch die Nerven leiden unter der Familie, denn so viele Waffen man auch sammelt und so erbittert man doch gegen die Familie kämpft, sie werden nie nachgeben und dir weiter auf den Versen sein.

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Liebe fürs Detail

Beeindruckend ist ie detailreich der aktuellste Titel aus dem Hause Capcom ist. Egal wo man sich befindet, ein Blick in die Umgebung lohnt sich….wenn man denn Zeit hat und nicht vor der Flucht. Von Ekel über Horror bis Schönheit ist alles dabei. Ob es nun ein kleines Bild auf dem Tisch ist, die feinen Audioeffekte im Kanal oder das Atmen des Hauptcharakters. Wem der ganze Horror noch nicht genug ist, der kann sogar noch einen Schritt weiter gehen und die 4D- Candle, die den ganzen Raum in einen penetranten, zum Spiel passenden Geruch taucht.

Das Horror- Fazit

Outlast hat es vorgemacht und Resident Evil perfektioniert. Lang hab ich nicht so viel Panik vor nichts gehabt, wie in diesem Spiel. Das Wissen, nie allein zu sein und dass jederzeit etwas passieren könnte, gibt dem Spieler ein sehr gelungenes Horror- Erlebnis. Ob es unbedingt notwendig ist diverse Ekelszenen einzubauen und damit eine Richtung in den Bereich Splatter einzuschlagen ist fraglich. Meiner Meinung nach würde das Spiel auch ohne auskommen, jedoch verstärken genau diese Szenen das Gefühl von Hilflosigkeit beim Spieler.
Resident Evil 7 ist endlich wieder ein wahres Survival- Horror- Spiel. Es unterscheidet sich dadurch sehr von den letzten Teilen der erfolgreichen Reihe, ist jedoch auch nicht mit dem ersten Teilen zu vergleichen. Mit dem neuesten Teil geht Capcom einen wichtigen Schritt auf die Horror- Fans zu und hat damit ein sehr gutes, aber kurzes Spiel geschaffen. So schafft man es auch das Spiel binnen 2-3 Stunden zu beenden.