Am Telefon:
-„Hallå! Hast du heute Abend schon was geplant? Ich habe vor, mit einigen Leuten ein paar Aufnahmen zu machen. Wenn du Lust hast, schnapp dir deine Gitarre und komm vorbei.“                                                                                                                                                                   -„Ich bin dabei! Wann soll ich da sein?“

 

So oder so ähnlich ist wohl die Band I’m from Barcelona entstanden.

Will man eine Band gründen, sucht man zuallererst nach den passenden Mitgliedern. Dazu gehören ein Schlagzeuger, ein Gitarrist (vielleicht auch zwei), ein Bassist und natürlich ein Sänger. Doch das war Emanuel Lundgren nicht genug. Nachdem der junge Mann im Urlaub ein paar Songs geschrieben hatte, lud er 29 seiner Freunde ins hauseigene Tonstudio. Gemeinsam nahmen sie dann als I‘m from Barcelona ihr erstes Album auf. Entgegen ihrem Namen stammen die Mitglieder nicht aus Barcelona, sondern allesamt aus der schwedischen Provinz Jönköping. Dort können sie sich mit einer Besetzung aus dreißig Männern und Frauen „die größte Band Schwedens“ nennen.

Sprudelnde Melodien aus Klavierklang, Glockenspiel und Synthesizereinsatz ist das, was I‘m from Barcelona ausmacht. Die Lieder stecken mit ihrer Energie förmlich an. Beim Singen des Frontmanns, dessen Erscheinungsbild übrigens an Einstein erinnert, kommen Sommergefühle auf. Mit Songs wie „Battleship“ und „ Always Spring“ zeigt die Band die Welt mit kindlicher Ausgelassenheit und Naivität. Die Lieder sind simpel aufgebaut, viele Parts werden von allen im Chor begleitet. Und da I’m from Barcelona keine gewöhnliche Band ist, darf das bestimmte Etwas auch bei ihren Musikvideos nicht fehlen. So sieht man bei „Battleship“ Ausschnitte der Tour; „Paper planes“ spielt in einem Fahrstuhl voller äußerst kurioser Fahrgäste.

Ob die Sonne scheint oder nicht – „I’m from Barcelona“ bringen Sommerfeeling in die eigenen vier Wände. Da können wir wirklich froh sein, dass Emanuel so viele musikalische Freunde hat.

 

Text: Alena Kammer