Um meine Leidenschaft und Ehrerbietung für den im Herbst erscheinenden Ego-Shooter von Gearbox zu verdeutlichen muss ich etwas weiter ausholen. Deshalb gibt es zunächst eine kleine Einleitung.

Im Horrorfilmbereich gibt es bestimmte Pionierarbeiten, die bis heute von anderen Regisseuren zitiert, neuverfilmt oder als Vorlage verwendet werden. Alfred Hitchcocks „Psycho“ legte den Grundstein für das Thrillergenre während der 1974 erschienene „Texas Chain Saw Massacre“ die Filmkategorie des Slashers erschuf. Als dann im Jahre 1977 Georg Lucas mit „Star Wars“ Millionen von Kinobesuchern mit Weltraumschlachten und Außerirdischen begeisterte wurde das Sci Fi Genre endgültig für massentauglich erklärt. Doch während „Star Wars“ junge und alte Zuschauer gleichermaßen faszinierte und mit seiner klassischen Gut gegen Böse Thematik auf die breite Masse zugeschnitten war hatte ein kleiner, bisher noch unerfahrener Regisseur seine ganz eigene Vorstellung von den tiefschwarzen Weiten des Alls.

Ende der Siebziger erschien dann der, Film der nicht nur Ridley Scott zum Durchbruch verhalf, sondern der eine Filmreihe einleiten sollte deren Perfektion und Ästhetik ich mich bis heute nicht entziehen kann. Das ALIEN war geboren. Ein Wesen, in seinem Design und Lebenszyklus so einzigartig wie kein zweites Filmmonster.  Als im Jahre 2006 der Titel ALIENS: Colonial Marines zum ersten Mal angekündigt wurde befand ich mich im siebten Nerdhimmel. Nach knapp 6 Jahren Entwicklungszeit erscheint der Titel nun im Herbst 2012.

httpv://www.youtube.com/watch?v=EfOOOAN9e9w

 

Der Auftrag klang einfach. Findet heraus was mit der Crew der U.S.S. Sulaco passiert ist. Ein Routinejob. Wahrscheinlich war ihre Kommunikation ausgefallen oder irgendwelche Instrumente spielten verrückt. Doch als das Alpha- Squad reinging und der Funkverkehr abbrach mussten wir rein und als wir die Bordluke des Raumschiffs öffneten bot sich uns ein grässlicher Anblick.

Einschusslöcher und leere Patronenhülsen sind die stummen Zeugen eines mörderischen Kampfes.

Die Gänge und Wände trieften vor Blut. Alles war überzogen von einer schleimig, fleischigen Schicht von Gewebe. Einschusslöcher und leere Patronenhülsen sind die stummen Zeugen eines mörderischen Kampfes. Die Szenerie wird von der Notbeleuchtung in tödliche Dunkelheit gehüllt. Plötzlich erscheint ein weißer, sich nähernder Punkt auf dem Bewegungsmelder begleitet von einem immer schneller werdenden Piepen. Hier sind wir nun, die Waffe im Anschlag, auf uns alleingestellt.

 

Allein beim Schreiben dieser Szene geht mir die Ekstase durch Mark und Bein. Dank Lizenzen und einer engen Zusammenarbeit mit Ridley Scott verspricht „Colonial Marines“ die ultimative Suvrvival- Horror Erfahrung für Fans zu werden.

 

Die Xenomorphen bewegen sich wieselflink und geschmeidig durch die Areale, Waffen klingen wie ihre großen Filmvorbilder, an allen Ecken und Enden finden sich Anspielungen auf die Geschehnisse der Filmtrilogy. Der Unterleib des Androiden Bishop, der abgetrennte Puppenkopf von Newt um nur ein paar zu nennen.Der Gewaltgrad hält sich ebenfalls streng an die Zelluloidvorlage. Chestburster die durch die Rippen befruchteter Menschen brechen.

Mäuler die Schädeldecken zertrümmern

Mäuler die Schädeldecken zertrümmern, Säureblut das sich durch Brustpanzer frisst. Sogar eingefleischte Fans lässt der Grad an Authentizität den das Team um Randy Pitchford hier an den Tag legt frohlockend mit der Zunge schnalzen.

httpv://www.youtube.com/watch?v=8ppriGQ2A_A

Neben der Kampagne, die sich sogar mit bis zu drei weiteren Mitspielern bestreiten lässt, stellte Gearbox in Rahmen eines Presseevents in Dallas zum ersten Mal den Multiplayer vor. Hier bekriegen sich (Wer hätte es gedacht) Marines und Aliens in verschiedenen Spielmodi. Während die Seite der Marines sich mit Smartgun und Flammenwerfer zur Wehr setzt müssen sich die Aliens auf ihre Schnelligkeit und Nahkampffähigkeiten verlassen. Der Clou: Als Alien spielt man nicht aus der Egoperspektive sondern aus der Third Person Ansicht. Dies soll das schnelle krabbeln an Wänden und durch Lüftungsschächte vereinfachen. Mittlerweile typisch für Multiplayer ist ein intrigiertes Rang- und Punktesystem. Für Abschüsse und das Erreichen von Missionszielen erhaltet ihr Punkte die sich wiederum in Stärkere Waffen oder bessere Aliengattungen eintauschen lassen. Durch dieses Erfahrungspunktesystem sollen sogar Single- und Multiplayer indirekt miteinander verknüpft werden.

Zusammengefasst erwartet euch mit ALIEN: Colonial Marines eine in Blut und Säure getränkte Lizensschlachtplatte die keine Innovationsbäume ausreisen wird aber die Grenze zwischen Filmvorlage und Spiel gekonnt verwischt. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten mich auf den Sitz eines Powerloaders zu schwingen und einer vier Meter hohen Alienqueen endgültig den Gar auszumachen.