Mir ist durchaus bewusst, dass der folgende Text eine Welle der Empörung seitens der „Schatzis“, „Lieblinge“ und „Schnuckiputzis“ auslösen könnte, aber ich lebe grundsätzlich nach Kurt Cobains Devise „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Also zügeln Sie mich bitte nicht in meinem Spott.

Schon in der Bibel wird Partnerschaft bildhaft als „ein Fleisch werden“ beschrieben. Singels bezeichnen das eher als „Beziehungsmutation“. Denn Liebespaare entwickeln meist nicht nur einen gemeinsamen Freundeskreis und gemeinsame Hobbys, sondern auch die gleichen Selbstkonzepte.

Gegen die Liebe ist ja prinzipiell nichts einzuwenden. Was man von der klaren Mehrheit der Liebenden allerdings nicht behaupten kann. Frei nach Funny van Dannen: „Geht weg mir eurer Herzscheiße.“ Achja, mit Beziehungen ist es wie mit Cannabis: man glaubt oft, es wäre die Lösung aller Probleme. Was aber Ästhetik und Funktionalität anbetrifft, sind Paare nicht gerade ergiebig.

Laut einer Studie, glauben über 70% der Befragten an die Ehe. Verständlich, denn ebenfalls über 70% der vergebenen Individuen neigen dazu, wegen des nicht vorhandenen Konkurrenzdrucks in der Beziehung stark zuzunehmen. Wenn man erst mal aufgehört hat, attraktiv wirken zu wollen, bleibt einem ja auch nichts anderes übrig: da muss man schon mal die Fesseln der Eheschließung anlegen, bevor man fettleibig und gänzlich ohne Partner dasteht.

Aber das ist noch längst nicht alles. Folgend nun eine kleine Zusammenfassung der jüngsten Pärchen-Studien:

Forscher haben eine Formel erstellt, die für perfekte Beziehungen sorgen soll. Falls ihr euch also schon immer gefragt habt, was bei früheren Partnerwahlen so furchtbar schiefgelaufen ist, horcht auf und schreibt mit:

  • beide Partner sollten die gleiche Nationalität haben (bereits während der EM merkten wir deutlich, dass sich internationaler Patriotismus nur schwer umsetzen lässt)
  • er sollte mindestens fünf Jahre älter sein  als sie
  • sie sollte gebildeter sein als er

So einfach ist das also. Jungs, gönnt euch Frischfleisch. Mädels haltet Ausschau nach debilen Kerlen. Und fangt bloß nie mit dem Multikultischeiß an. Dann ist der Erfolg quasi vorprogrammiert.

Es wurde auch ermittelt, dass Männer zufriedener sind, wenn ihre Partnerin gutaussehend ist. Ach was. Leider halten solche Beziehungen nicht lange, da genau diese Frauen deutlich öfter fremdgehen. Das Problem mit Sexbomben ist einfach, dass ALLE SIE WOLLEN.

Studien belegen außerdem, dass Paare inzwischen immer öfter in getrennten Wohnungen leben und im Schnitt nur eine Stunde pro Tag miteinander reden. Viel zu schnacken gibt’s ja auch nicht – die Hauptthematik bei Paargesprächen ist Sex. Lustigerweise wurde in diesem Zusammenhang festgestellt, dass sich Partner einander näher fühlen, wenn sie über negative und unangenehme Themen reden. Koitus in der Krise also. Denkt mal drüber nach.

Kligt alles etwas irrsinnig und albern aber man gönnt ja den Liebenden ihr Glück. Und falls nicht, denkt einfach an die Studie, die besagt, dass jeder dritte der Betroffenen vermutet, es gäbe einen deutlich besseren Partner irgendwo da draußen. Tja, das Gras auf der anderen Seite ist immer viel grüner. People are strange.