Der zweite Tag startete etwas entspannter mit einem sanft-weckenden Klopfen der Jungs an unsere Zimmertür. Leider kamen danach nicht die drei schönsten Worte der Welt: “Früstück ist fertig!”. Aber vielleicht klappt das morgen ja besser. Ein großes gemeinsames Früstück gab es dennoch. Anschließend begannen wir Pläne für den Tag zu schmieden, denn wir hatten viiiiiiiiel vor.

Angekommen auf dem Parkplatz des Festivalgeländes hieß es für uns mal wieder warten. 16 Uhr hatten wir ein tolles Interview mit Pool geplant, mussten jedoch dafür erst einmal samt Technik aufs Gelände kommen. Heute wurde uns ein Fahrer versprochen, damit wir unser Equipment nicht wieder 100 km weit tragen müssen. Doch irgendwas lief da schief und so warteten wir… und warteten… und warteten weiter. Schließlich kam eine nette Mitarbeiterin aus dem Pressebereich und holte uns ab. Die Zeit drückte nämlich langsam. Im Pressebereich angekommen warteten die Jungs von Pool schon gespannt auf uns. Mit ihnen im Schlepptau suchten wir uns ein schönes Plätzchen in der Orangerie. Schnell die Technik aufgebaut und schon ging es los. Ein sehr entspanntes und lustiges Interview war das mit den drei Jungs aus Hamburg, das ihr bald in voller Länge bewundern könnt. Schließlich bekam ich sogar ihr persönliches Must-Have für Festivals – einen Gesichtserfrischer – demonstriert. Man, war das eine Erfrischung!

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Weiter ging es mit einer Kameratour über das Gelände. Belli und ich suchten für euch die schönsten und wichtigsten Orte des Melt!Festivals. Außerdem haben wir uns mal einige Jobs auf einem Festival näher angeschaut, falls wir mal keine Lust mehr auf das Redakteur-Dasein haben sollten. (Was natürlich nie passieren wird, immerhin ist das der schönste Job der Welt!) Anschließend haben wir unsere beiden Christians mal etwas hoch gescheucht (kann ja nicht sein, dass wir Mädels alles allein machen müssen hier) und uns ein paar Aufgaben für sie überlegt.

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Auch heute sollte es zum Abend hin musikalisch wieder sehr vielversprechend werden. Wir starteten mit AnnenMayKantereit im Intro-Zelt und schöner hätte ein Start in den Samstagabend wirklich nicht werden können. Ich sage nur: Gänsehaut-Feeling pur! Das Zelt war randvoll, doch wir konnten uns bis vorn durchkämpfen, sodass wir die Jungs nicht nur hören, sondern auch sehen konnten. Die Zuschauer waren begeistert und die Stimmung hätte nicht ausgelassener sein können. Davon ließen wir uns ganz schnell mitreißen und tanzten was das Zeug hielt. Parallel waren unsere Jungs bei Django Django. Ihr Fazit: “Es war einfach nur toll! Sie sind auf der Platte ja schon gut, aber live einfach nur sympathisch und grandios!” Hach, warum müssen auch immer alle guten Bands parallel spielen?

Django Django live @ Melt!-Festival 2015 (© Torsten Porstmann)

Django Django live @ Melt!-Festival 2015 (© Torsten Porstmann)

Von da aus ging es auf direktem Wege erst einmal Richtung Feierabendbier. Okay wir hatten zwar noch keinen Feierabend, aber so ein Bier ist ja erlaubt… für die Festivalstimmung und so. Anschließend ging es dann ganz fix zurück ins IntroZelt, denn wir wollten auf keinen Fall Tocotronic verpassen. Durch sie wurden wir in frühere Zeiten zurückversetzt, da sie viele alte Songs spielten, was soooooo cool war!

Tocotronic live @ Melt!-Festival 2015 (© Torsten Porstmann)

Tocotronic live @ Melt!-Festival 2015 (© Torsten Porstmann)

So langsam näherte sich dann DER Moment des Abends. Es dauerte nicht mehr lang und Kylie Minogue würde auf der Main Stage spielen. Woooohooo! Okay, von uns erwartet ihr wohl eher keinen Groupiehype gegenüber Kylie Minogue. Aber sind wir doch mal ehrlich. Haben uns ihre Songs nicht beim Erwachsenwerden begleitet und wecken ein bisschen das Gefühl unserer Pubertätszeit wieder in uns? Und es war schon irgendwie ganz cool die Kleine dort mit ihren vielen Tänzern in ausgefallenen Kostümen auf dieser riesigen Bühne einmal live zu erleben. Leider machte sie kein Geheimnis daraus, dass sie mit Halb-Playback sang. Trotzdem hatten wir viel Spaß und tanzten zu Klassikern wie ‘Locomotion’, ‘I Can’t Get You Out Of My Head’, aber auch zu Coverversionen von ’99 Red Baloons’ oder ‘Celebrations’.

Melt!-Festival 2015 (© Torsten Porstmann)

Melt!-Festival 2015 (© Torsten Porstmann)

Mit ihrem Auftritt neigte sich der Abend für uns schon wieder dem Ende hingegen. Immerhin haben wir morgen auch wieder viel vor! Diesmal sollte es vormittags auf den Zeltplatz gehen, um mal zu checken, wie da so die Stimmung ist. An einem Sonntag Morgen nach zwei durchfeierten Nächten wohl eher nicht so gut, möchte man meinen. Aber vielleicht irre ich mich da auch? Wir sind gespannt! Aber nun erstmal gute Nacht und Augen zu.