I just don´t know what to do with myself – Das kann keinesfalls das Motto der Szigetbesucher sein, denn wer hier bei dem riesigen “Freizeit”-Angebot Langeweile hat, macht irgendwas verkehrt.

Gleich nach dem Aufstehen hat man die Möglichkeit Morgensport zu treiben. Man schnappe sich einen Kumpel, oder einen Rumstehenden und fordere ihn zu einem Fahrradrennen auf. Strampeln, strampeln, go go go! Wer gewonnen hat, sagt der Bildschirm hinter den Fahrern, der alles verfolgt hat.

Nichts für Schnapsleichen – Radrennen auf dem Sziget

Nach einer kurzen Verschnaufpause, kann es gleich nebenan künstlerisch kreativ weitergehen. Bis nachmittags kann man dort töpfern und drucken. Wer wollte nicht schon immer mal seinen eigenen Aschenbecher oder eine Szigettasse selbst herstellen. Dann spart man sich auch das Geld am Merchandise.

Töpfern auf einem Festival. Auch mal schön.

Mit dem gesparten Geld kann man sich an einem der tausend anderen Stände etwas schönes kaufen, das man Mutti mitbringen kann. Ob Ohrringe, bunte Haremshosen, Shirts oder Sonnenhüte, für alle was da.

It’s shopping time!

Ein noch cooleres Mitbringsel ist wohl ein Hochzeitsbild. Eine stinknormale Bude wurde umfunktioniert zu Standesamt und Kapelle in einem. Wer schon immer mal spontan im Suff heiraten wollte, muss nicht extra nach Las Vegas fliegen. Auf dem Sziget ist das viel romantischer und auch näher dran.

Hochzeitsfoto

Den ersten gemeinsamen „Ritt” kann man dann ein paar Meter weiter auf dem Rodeo-Bullen machen. Wer dort runterfállt, landet weich. Aber wem danach trotzdem die Knochen wehtun, kann sich von einer leichtfüssigen Asiatin bei der Thai-Massage verwöhnen lassen. Das sieht der Ehepartner wohl nicht so gerne, aber es tut gut. Noch mehr Nervenkitzel verspricht die Bungeejumping Area. Todesmutig stürzen sich die Menschen in den freien Fall. Sie schreien, lachen oder sind stumm vor Überwältigung. Auf jeden Fall ein grosser Spass für Springer und Schaulustige.

Eine andere Art des Betrunkenseins – Bungee Jumping

Sport gibt es auch in einer gemütlichen Kneipe, allerdings nur passiv. Wer sehen will, wie synchron die deutschen Schwimmer wirklich sind oder wie weit man eine Kugel stossen kann, ist beim gemeinsamen Olympiaschauen genau richtig. Nebenbei erwähnt:das Bier ist dort auch billiger. Vielleicht ist die Kneipe deswegen so voll?

Olympia-Fieber auch hier

Also wer hier Langeweile hat, ist selber schuld. Ich geh dann mal heiraten…

(Text: Franziska Herz)