Und schon liegt auch der zweite Vorausscheid hinter uns. Dieser war insgesamt nochmal etwas bunter als der erste und sorgte für viel Unterhaltung. Die Jury machte es sich dieses Mal alles andere als leicht auf einen Nenner zu kommen.

Torsten war wieder mit der Kamera unterwegs und hat euch den Abend in ein paar Minuten voller bunter, bewegter Bilder zusammengefasst:

 

Auch unsere beiden Redakteure Thea und Christian waren wieder in der Sudenburger Markthalle unterwegs, um die Stimmung des Publikums festzuhalten:

 

JayFizy

Den Abend eröffnen durfte der Rapper JayFizy aus Wolmirstedt, der mit seiner Musikrichtung für ein absolutes Kontrastprogramm sorgt. Anders als alle anderen Teilnehmer stand er ganz allein auf der Bühne und somit in der vollen Aufmerksamkeit der Zuschauer. Doch er schaffte es, unglaublich präsent zu wirken und zog seine Show in einem Abwasch durch. Die Beats produzierte er selbst daheim und rappte dann auf der Bühne dazu. Vor allem sein letzter Song gefiel mir sehr gut, da er sich hier getraut hat zu singen. Von solchen Songs möchte ich gern mehr hören! Ich hätte mir noch mehr Interaktion mit dem Publikum gewünscht, aber vielleicht überrascht er uns ja im Finale. Denn er wurde von der Jury weitergeschickt und darf am 09.05.2015 in der Factory gegen 5 andere Bands antreten und sich behaupten.

 

Shrinkhead

Shrinkhead aus Aschersleben gaben dem Publikum wieder ordentlich lauten Metal auf die Ohren. Beeindruckend war hier, dass die vier Jungs erst 13-17 Jahre alt sind und doch so selbstsicher auf der Bühne standen und immer wieder Worte an das Publikum richteten. Sie rockten die die Bühne und ihr Bassist ist jetzt schon ein absoluter Profi was das Headbangen angeht. Bei einem ihrer Songs motivierten sie sogar das ganze Publikum zum Klatschen, was man als Band erst einmal schaffen muss. Besonders gut gefiel mir auch ihre Message: Sie wollen dem Publikum beibringen ‘sich für nix und niemanden auf der Welt zu ändern.’ So eine tolle Einstellung in diesem Alter ist wirklich bewundernswert. Am Ende reichte es leider nicht ganz, doch ich bin mir sicher, dass wir sie bald nochmal wieder sehen werden.

 

RoarMachine

Diese 5 Männer aus Schönebeck sind der Inbegriff des Rocks. Roar!Machine bezeichnen ihren Musikstil selbst als arschtretenden Schweinerock. Einheitlich gekleidet in Arbeitsanzügen bedruckt mit ihrem Bandnamen legten sie eine sehr unterhaltsame Performance hin, sodass niemand im Publikum wegschauen konnte. Bei einem Song erweiterten sie ihre Band sogar um eine ‘Beatsau’ aus dem Publikum, der mit einer Plüschgitarre auf der Bühne mitrocken durfte. Ich würde sagen von Schweinerock verstehen die Männer wirklich etwas! Doch auch hier reichte es leider nicht für das Finale, da einige Stellen noch ausbaufähig sind. Die Männer lassen sich jedoch davon sicher nicht beirren und ziehen ihre Show weiterhin durch und rocken Schönebeck.

 

Zeitgeist13

Rockig ging es weiter mit Zeitgeist13 aus Calbe. Anfangs erinnerte mich der Sänger sehr an Bela B. von den Ärzten. Und genau mit dem Stil der Ärzte kann man diese Band wohl am besten vergleichen. Sie haben sogar selbst schon ein eigenes Album produziert, in das man gern mal reinhören kann. Auf der Bühne lieferte der Bassist eine sehr gute Show, doch leider klangen alle Stücke insgesamt doch relativ gleich. Mir fehlte hier so eine Art Überraschungsmoment, etwas das heraus sticht.

 

SmokeNMirrors

Smoke N Mirrors aus Magdeburg waren der Überraschungsact des Abends. Sie lieferten eine wirklich gute Performance ab und entführten die Zuschauer in die Welt des 80′s Hardrock, der leider schon fast wieder in Vergessenheit geraten ist. Es machte richtig Spaß den Jungs zuzuhören und zuzuschauen. Die ganze Band rockte die Bühne, vor allem ihr Gitarrist ist die Coolness in Person und lässt wohl das ein oder andere Frauenherz schneller schlagen. Das Publikum kam bei diesem Auftritt also nochmal richtig auf seine Kosten und hatte sehr viel Spaß vor der Bühne. Zum Schluss forderten sie sogar lautstark eine Zugabe. So wunderte es wohl niemanden, dass Smoke N Mirrors die mit Abstand meisten Publikumsstimmen erhielten und somit auch ins Finale einziehen dürfen.

 

Ich bedanke mich natürlich wieder bei allen Teilnehmern des zweiten Vorausscheides für diesen musikalisch bunten unterhaltsamen Abend. Ebenso gespannt bin ich auf den nächsten und letzten Vorausscheid und ob dieser das alles noch einmal toppen kann. Ich hoffe wir sehen uns am kommenden Samstag, den 18. April, in der Sudenburger Markthalle zur dritten Runde!