Das Berlin Festival markiert auch dieses Jahr den Abschluss des Festivalsommers. Als Finale Grande der Berlin Music Week und des Showcase Happenings First We Take Berlin zog das Hauptstadt Festival allerdings bereits vor dem eigentlichen Termin Unmengen Kritik auf sich: Der Locationwechsel kurz vor der Veranstaltung war ein besonders gewagter Schritt – doch wie sich an diesem Wochenende zeigte, einer in die richtige Richtung.

Kürzere Wege, ein abwechlslungsreiches Line-Up und weniger Soundprobleme sprechen für die Entscheidung der Veranstalter. Die Bündelung des Bühnenprogramms an einem Ort ist logistisch ein großes Pro. So charmant der stillgelegte Flughafen einst auch sein mochte, das Potential der gerade von Bürgerhand eroberten Freifläche wurde nie gänzlich ausgenutzt und der Weg in den Club X-Berg war immer zu lang. Eher negativ fielen dagegen die kleinen organisatorischen Problemzonen auf: die Änderung des Ein- und Auslasses, die zu klein geratene Bühne des White Trashs oder fehlende Trinkwasserstellen.

Die ganz großen Namen lassen sich dieses Mal nicht in der Running Order finden, dafür bespielten Acts wie Darkside, Crystal Fighters, Bilderbuch, Warpaint oder Woodkid die acht Bühnen des Arena-Parks. Wie das vielfältige Gelände aussah und wie gut sich das Art Village in das Gesamtkonzept Berlin Festival eingefügt hat, seht ihr auf nachfolgenden Bildern. Eingebettet ins Feier-Epizentrum der Hauptstadt hieß es also 48 Stunden Exzess all Areas. Kater Diem. Keine Nacht für niemand.