Schon mit dem ersten Teil haben die Slightly Mad Studios für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Project Cars konnte definitiv mit den großen Konkurrenten Forza und Gran Turismo mithalten! Entsprechend hoch sind die Erwartungen beim zweiten Teil. Wir schauen was das Spiel drauf hat.

Zusammen mit Rennfahrern…

 

…wurde der zweite Teil der Rennserie entwickelt um das Spiel in Hinsicht Handling und Fahrverhalten möglichst realistisch zu gestalten. Und das merkt man. Jedes der 170 Fahrzeuge fährt sich im Detail etwas anders. Besonders wenn man die Klassen wechselt von Kart, zu Formel1- Bollide zum Rally Fahrzeug, merkt man deutliche Unterschiede. Mal kann man mit Vollgas durch die Kurven pfeifen, ein anders Mal muss man schon fast zum Stehen kommen. Jedes Fahrzeug hat seine eigenen Werte und eigenes Handling, dass es zu beachten gibt. Beim Einstieg, kann das ganz schön schwierig sein.

Fahrhilfen und andere Hürden

 

Von Beginn an, hat man keine Bremshilfe eingestellt und man kann über die Schultertasten manuell schalten. Gut so, denn anders wäre es eine Katastrophe. Ich habe testweise die Bremshilfe eingeschalten und das Spiel hat nahezu komplett für mich gebremst, was mich aus dem Konzept gebracht hat. So abschreckend und schwer es vielleicht oft klingt, ist das Schalten der Gänge sehr einfach und sinnvoll gestaltet. Wenn man sich einmal verschalten sollte, greift der CPU ein. Um schnell voran zu kommen und an den anderen vorbeirasen zu können, merkt man schnell, dass das manuelle Schalten essenziell ist.
Neben dem eigenen Können wird das Rennen und das Handling vor Allen durch den Untergrund und durch die Witterung beeinflusst. Bei Regen kann es zum Aquaplaning kommen und dadurch wird die Fahrt erschwert. Genauso wie wenn man mit dem falschen Fahrzeug auf eine der 150 Strecken unterwegs ist.

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Keine Story, dafür eSports

 

Einen Storymodus gibt es in Project Cars 2 leider nicht. Schade eigentlich, denn eine Story ist für viele der fesselnde Punkt um ein Spiel immer wieder zu starten. Zwar gibt es eine Karriere, jedoch ist diese eher begrenzt. Man fährt von Rennen zu Rennen, kann Rennen bei großen Marken freischalten und zwischen den Fahrzeug-Klassen wechseln. Ich hätte mich über den ein oder anderen Charakter gefreut, der einen Rivalen bildet und etwas Menschliches ins Spiel bringt.

Außerhalb des Storymodus bleibt leider auch nur einen Einzelfahrten Modus. Das bedeutet, dass man zwar eine riesen Auswahl an Fahrzeugen und Strecken hat, jedoch keine eigenen Turniere oder Meisterschaften erstellen kann. Bist du durchs Ziel gefahren, ist es vorbei.
Zum Glück gibt es aber noch die Online Funktionen. Neben Rennen gegen die Freunde und gegen Spieler aus der ganzen Welt, hat sich Bandai Namco etwas Spannendes ausgedacht: einen eSports Kanal. Über diesen kann man die aktuellsten Stände des eSports anschauen, der immer weiter wächst.
Also: Ihr glaubt ihr seit die besten Rennspieler? Dann ist das eure Zeit!

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Geile Kurven oder abgedriftet?

 

Tja – Project Cars 2 hat im Bezug auf Fahrzeugauswahl, Streckenwahl, Atmosphäre und Einstellungen ganz viel zu bieten. Als Rennspiel- Anfänger muss man sich erst einmal an das Handling gewöhnen. Und das bei jeder Fahrzeugklasse auf’s neue, denn sonst macht man einen Abflug. Die Lernkurve ist nach ein paar Anlaufschwierigkeiten steil, da man in den Einstellungen seinen Fahrstil sehr präzise anpassen kann. Leider fehlt mir persönlich aber wirklich ein Modus, der einen immer weiter am Spiel packt. Echte Rennspiel Fanatiker, werden aber den aber sicher nicht brauchen, da das Spiel selbst sehr abwechslungsreich sein kann. Wer eine Richtige Competition braucht kann ja auch gern mit einem Formel 1 Auto auf einer Rally Strecke fahren.

Aber manchmal ist die Ki schon Competition genug, wenn sie einem mit Vollgas hinten reinfahren oder direkt drängeln, weil man nicht schnell genug startet. Naja oder sie fahren sich gegenseitig über den Haufen.

 

Alles in Allem muss man aber sagen, dass Project Cars 2, wie schon der Vorgänger zu den besten Autorennsimulationen gehört, die es auf dem Markt gibt. Ich würde sogar sagen zu den Top 3 mit Forza und Gran Turismo. Wobei man auch sehen muss, dass die Konkurrenz sehr gering ist und nicht allzu viele High-Class-Rennsimulation den Markt erobern. Leider hat das Spiel die ein oder andere Macke wie kleine physikalische Fehler, man hat einen schweren Einstieg und es fehlt verdammt nochmal ein Karrieremodus!
Auf der anderen Seite hat man einen riesigen Fuhrpark, eine große Auswahl an Strecken, PC Spieler können sich über 12K freuen und es unterstützt VR, sowie 3 Bildschirme. In genau diesem Bereich ist Project Cars für mich auch noch Platz 1. Denn meiner Meinung nach kommt keine Rennsimulation an das VR Erlebnis heran, dass Project Cars bieten kann.

 

Bilder © Bandai Namco