Diesmal möchte ich euch Musik vorstellen, die ich eigentlich nicht selbst gefunden hab, sondern, die auf dem einen oder anderem Weg zu mir gekommen ist. Die folgenden 3 Künstlerkollektive können kaum unterschiedlicher sein. Ich lege euch aber alle drei aber ans Herz. Alle hörenswert und auf ihre eigene Art einzigartig.

 

Im Studiogespräch mit Maurice habe ich erklärt, warum welche Band meine Aufmerksamkeit erregt hat, das ganze am Stück seht ihr hier:

Zu aller Erst die Band Parfum Brutal. Eine Band auf die Ich gestoßen bin als ich über das Gelände des Fusion Festivals streifte und plötzlich auf einer abgelegenen Bühne stehen geblieben bin. Die Sängerin Kassandra Papak, besser bekannt aus dem Projekt I’m not a Band, stand beim Soundcheck mit ihrer Geige. Bereits bevor das Konzert losging stand eine angeregte Masse von Menschen und wartet geduldig. Ich hab mich dazu gestellt und war selbst ganz gespannt. Bereits zum Anfang des Konzerts erkenne ich die Frontsängerin kaum wieder. Was bei Ihrem Elektroprojekt verborgen blieb kommt bei Parfum Brutal zum Vorschein. Wenn sich die Stimme bei I’m not a Band noch hinter den Beats lag, war sie bei diesem Konzert so present wie noch nie zuvor. Ein Mix aus eingängigem Popsong und verspielten Folkelementen. Man sollte vielleicht auch nicht diese beiden Projekte vergleichen, aber dennoch wollte ich meine Überraschung hiermit preisgeben. Live auf jeden Fall ein Muss. Ich bin nun auch ein stolzer Besitzer eine CD und empfehle euch dieses Album auch anzuhören. Eine Vorab-Impression habt ihr hier:

Parfum Brutal – “Bâlea Lake”

Eine komplett andere Richtung schlägt die folgende Kombo ein. Urban Homes sind vier Musiker aus Köln, die sich ihre Liebe zum synthetischen Sound kaum besser ausdrücken konnten. Gleich nach dem Slot von Parfum Brutal, musste ich mich nur eine Bühne weiter bewegen und blieb interssiert bei diesem Act stehen. Ausgedehnte Bassmelodien, lang aufbauende Rhythmen. Ich denk immer wen ich sie höre an eine Freundin von mir, die solche Art von Musik immer als “untenrum” beschrieben hat. So lustig das auch klingt, genau das dachte ich mir bei diesem Act. Subtile Bassläufe ließen mich bewegen, ohne dass ich viel darüber nachdenken musste. Leider gibts nicht viel zu hören von den Jungs, sollten sie in eurer Nähe aufkreuzen, dann unbedingt hingehen!

Urban Homes – “Ayran Gifbek Mersi”

Zum Schluss eine Künstlerin, die ich persönlich schon eine Weile verfolge. Nach den ersten Erwähnungen russischer Bands bei pop10 hat sie mich angeschrieben und hat ihre Musik vorgestellt. Im letzten halben Jahr durfte ich das eine oder andere interessante Demo von Yana Blinder hören. Nun ist es endlich soweit, ihr erster Musikclip ist fertig. Wie ich schon in der Show gesagt hab, für mich klingt sie nach einer Mischung aus MIA und neuzeitigem Trashsound mit einer Stimme, die einen nur stauen lässt. Fresher Sound aus den Hipsterkatakomben Moskaus. Der Track hier drunter ist zwar sehr elektronisch, ihre anderen Tracks sind aber teilweise melancholischer, teilweise melodischer und eigentlich weiß man noch gar nicht wohin die Reise mit Yana noch hingehen wird. Was auf jeden Fall feststeht ist, es wird spannend zu beobachten sein.

Yana Blinder – “Feva High”