In regelmäßigen Abständen zeigen wir dir bei Pop10 die besten Sessions. Ob akustisch oder ungewohnt aggressiv, ob unter der Brücke oder im Proberaum. Diese Songaufnahmen findest du so weder bei iTunes noch auf einem gewöhnlichen Konzert. In dieser Woche lassen uns die dänischen Indie-Haudegen von “When Saints Go Machine” in ihr aller Heiligstes: ihren Proberaum. Die fette Session kannst du hier sehen.

Dabei kamen gleich zwei tolle Songs auf die Aufnahmen: “Mannequin” und “System Of Unlimted”.

Hier siehst du den Song “Iodine”:

Obendrauf packen wir noch den Song: “Slave To The Take In Your Heaven”

Chaos und Überraschung: When Saints Go Machine rütteln am Stöpsel.
Eines der Klischees über skandinavische Länder ist, dass sie sauber, stets aufgeräumt und ordentlich sind. Doch das zweite Album Infinity Pool der vierköpfigen Band When Saints Go Machine aus Kopenhagen entspringt einer Atmosphäre von Chaos. Es ist zweifellos härter, dunkler und synthetischer als seine Vorgänger.

Es beginnt mit “Love And Respect”, garniert von einem Gast-Vocal des Grammy-Preisträgers und Rappers Killer Mike. Überraschungen warten auch an anderen Stellen des Albums: Bei “Dead Boy” schwebt Vonsilds Falsett digitalisiert verzerrt über einem atmosphärischen Klangteppich, während bei “Infinity Killer” skurrile Soundeffekte auf eine Low-End-Drones prasseln. “Es gibt eine Vielzahl von Referenzen auf die frühen 90er Jahre auf dem Album”, sagt Vonsild.
“Es ist kein Rave-Album, aber es gibt eine Menge von Rave-Elementen.” Statt aber diese Rave-Einflüssen voll auszuschlachten, taten sie das Gegenteil von dem, was man erwarten würde: Sie reduzierten sie aufs Wesentliche und verwandelten sie in etwas Neues. Es gibt eine Vielzahl von Spuren ohne Schlagzeug, aber wenn, dann spielen die Drums eine wichtige Rolle in dem jeweiligen Lied. Es besteht dabei aber immer dieses Gefühl von Sehnsucht.” Der dunkle Unterton, ein Merkmal der Band auf früheren Aufnahmen, bleibt bestehen.

Es macht die Tatsache umso überraschender, dass When Saints Go Machine im vergangenen Jahr gleich ein ganzes Bündel an Auszeichnungen in ihrer Heimat Dänemark abgeräumt haben.

Mehr zur Band kannst du auf ihrer Homepage erfahren.