Bereits zum sechsten Mal fand letzte Woche der Festivalspaß in Elend bei Sorge statt. Dabei ging es nicht nur um die Musik, sondern vor allem um eine tolle Zeit mit Freunden und Gleichgesinnten. Wem bei den Worten ‘Elend’ und ‘Sorge’ Bilder von apokalyptischen Reitern in den Sinn kommen, hat weit gefehlt. Elend liegt am Rande vom Harz; inmitten eines Naturschutzgebietes.

Hat der Ottonormalbesucher die steile Anfahrt überstanden, ohne den Weg wieder runterzurollen, erblickt er eine Lichtung in 490 Metern Höhe. Wenn das Zelt aufgestellt ist und sich das erste kühle Bier in der Hand befindet, kommt sofort Festivalfeeling auf.

Reporterin Susi hat sich vor Ort auf dem Gelände umgesehen.

Am Donnerstagabend sorgten bereits die ersten Acts fürs vollkommene Festivalglück auf der Zeltbühne und in der Hexenhütte. Neben erfahrenen Livebands wie Begbie und Young Rebel Set heizten auch Newcomer wie Kranstøver der Menge ein. Zu den Klängen von DJ!Mauf und K-Paul konnte anschließend in die Nacht getanzt werden.

Für die Meisten begann der nächste Morgen schwitzend im Zelt. Blauer Himmel und viel Sonne trieben die Temperaturen nach oben und die Besucher ins nahegelegene Waldbad. Dort konnte man sich nicht nur abkühlen, sondern auch beim Beachvolleyball und Fußball sportlich betätigen. Wer mit Ballsportarten und Schwimmen nicht so viel am Hut hatte, konnte sich auf einer Hüpfburg vergnügen, im kleinen Kino entspannen oder eine Gesichtsbemalung genießen. Für ausreichend Freizeitaktivitäten war also gesorgt.

Am Freitag konnte dann richtig gerockt werden. Die schottischen Indierocker von We were Promised Jetpacks gehörten neben Vierkanttretlager und I Heart Sharks zu den Highlights des Abends.

Leider machte das Wetter dem Festivalvergnügen einen Strich durch die Rechnung. Bei den Jungs von Kakkmaddafakka kam es zu Wolkenbrüchen und Regengüssen. Denjenigen, die dem Unwetter trotzten, wurde eine Show mit hohem Unterhaltungsfaktor geboten.

Hatte man die folgende Nacht einigermaßen unbeschadet überstanden, sorgten Bands wie Frau Potz und The Drakes ab Mittag für die musikalische Untermalung. Mit einem Sonne-Wolken-Mix blieb es tagsüber glücklicherweise trocken.

Und so konnte unbesorgt zu Fuck Art Let’s Dance!, Anti-Flag und 5Bugs getanzt werden. Im Anschluss rissen Madsen als Headliner das Publikum durch eine Mischung aus neuen und alten Songs mit.

Madsen

Maskierte Bondage Fairies und die Urgesteine von Rocken am Brocken Schluck den Druck bildeten den Abschluss eines gelungenen Festivalwochenendes.

Bondage Fairies

Schluck den Druck

Eingefleischte Rocken am Brocken Fans werden Friska Viljor im letzten Jahr vermisst haben. Dieses mal war Daniel Johansson als DJ vertreten und ließ den Abend mit Indie-Rhythmen ausklingen.

Daniel Johansson von Friska Viljor

Am Tag der Abreise meinte es der Wettergott nicht gut mit den Campern – viele mussten ihr Zelt im strömenden Regen abbauen.

Alles in allem mausert sich das Rocken am Brocken Festival zu einem Must-See der deutschen Festivalkultur und lockt durch gelungendes Line-up und gute Lage jedes Jahr mehr Besucher in den Harz.