Am Mittwoch ist noch ruhig auf der gamescom. Der erste Tag ist traditionell nur für Journalisten und Medienvertreter reserviert und somit eine gute Möglichkeit Spiele anzutesten, ohne dafür mehrere Studnen warten zu müssen. So konnten wir uns einen ersten Eindruck von FIFA 13, PES 13, The Last of Us und der Wii U. Unsere Eindrücke seht und lest ihr hier im Blog.

Am Gameplay von FIFA 13 ändert sich in diesem Jahr wenig. Während der Vorgänger mit Tactical Defending und der Player Impact Engine das Gameplay noch umfangreich veränderte, soll FIFA 13 in dieser Hinsicht eher Feinschliff vornehmen. Mehr Optionen bei der Ballannahme und beim Dribbling auf engem Raum sollen vor allem das Angriffspiel variantenreicher gestalten.

Dazu wurde die KI überarbeitet und mit neuen Laufwegen ausgestattet. Aushängeschlid von FIFA 13 sind aber Features, die sich auf die Verbindung zur echten Fußballwelt konzentrieren. Mit “Match Day” reagieren die Werte der virtuellen Spieler auf Geschehnisse in der realen Welt wie Team-Performace, Verletzungen, Sperren und Medien-Gerüchte. Macht ein Bundesliga-Spieler also beispielsweise ein besonders gutes Spiel, steigen auch seine Form-Werte bei FIFA 13. Zusätzlich sollen auch die Kommentatoren die Geschehnisse aufgreifen.

Anhänger der Pro Evolution Soccer Reihe werden sich mit Pro Evolution Soccer 2013 sofort heimisch fühlen, denn auf dem ersten Blick hat sich kaum etwas verändert. Doch beim näheren Hinsehen fällt auf, dass die Grafik nochmal einen Tick besser ist, als beim Vorgänger und Spieler noch etwas authentischer aussehen. Die größte Veränderung liegt aber in der Spielmechanik, denn PES 13 steuert sich äußert flüssig und ermöglicht noch präzisere Ballwechsel als jemals zuvor, was das taktische Spielen enorm verbessert. Der Ball kann nun endlich genau dahin gespielt werden, wo er auch hin soll. Spieler besitzen nun ähnliche Fähigkeiten und Techniken wie ihre realen Vorbilder und können diese auch im Game einsetzen. Ende September erscheint PES 13 auf dem Markt und der große Kampf zwischen FIFA und PES geht in eine neue Runde.

 

Am Stand von Ubisoft gibt es erstmals in Europa Nintendos neue Konsole, die Wii U, zu bestaunen. Anspielbar sind Rayman Legends und Zombie U. Rayman ist in Gameplay und Optik angelehnt an seinen Vorgänger Rayman Origins. Qualitativ braucht man sich dementsprechend keine Sorgen zu machen.

Interessant ist natürlich die neue Hardware, insbesondere der große Touchscreen-Controller. Auf diesem sieht man meist das aktuelle Spielgeschehen vom Fernsehbildschirm. Durch Berührungen auf den Screen wird Rayman´s Freund Murfy gesteuert. Dieser kann zum Beispiel Feinde in die Lüfte heben, Seile durchschneiden oder bestimmte Mechanismen aktivieren. Raymam ist einer der Launchtitel für die WII U und macht jetzt schon einen sehr guten Eindruck.

Das Pop10-Team wird von Zombie-Damen angegriffen!

Wie der Name schon vermuten lässt, befindet sich der Spieler in Zombie U mal wieder in einer Zombie-Apokalypse. Dieses Mal in England. Das Hauptfeature und somit die Abhebung von Zombie U von seinen untoten Genre-Kollegen ist die Infizierung und der Tod durch einen einzigen Zombie-Biss. Stirbt ein Charakter, geht es wieder mit einer anderen Person von vorne los.

Bei Zombie U steuert man eines der vielen potentiellen Opfer aus der Ego-Perspektive mit den beiden Analogsticks. Der Touchscreen ersetzt in der Regel das Inventar des Spielers und wird gelegentlich zum Scannen der Umgebung benutzt. Die Idee hinter Zombie U ist cool und innovativ. Leider fällt Zombie U qualitativ hinter Rayman Legends zurück. Steuerung, sowie Grafik waren definitiv nicht auf dem Niveau der nächsten Generation. Um daran etwas zu ändern, belibt den Entwicklern aber nicht viel Zeit. Zombie U wird nämlich ebenfalls ein Launchtitel der Wii U. Der erste Eindruck der Wii U und war auf jeden Fall positiv. Jetzt darf man nur noch auf den endgültigen Preis der Wii U gespant sein. Fällt dieser nicht zu hoch aus, könnte Nintendo mit Rayman Legends durchaus erfolgreich sein.

Wenn der Kampf ums Überleben beginnt stirbt eines zu erst: die Unschuld. Das neueste Machwerk von Naughty Dog, dass im letzten Jahr bei den Video Game Awards  überraschend vorgestellt wurde, sorgt seither bei Freunde emotionaler Grenzerfahrungen für feuchte Augen. Der Titel spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft, in der die Menschheit durch einen fürchterlichen Parasiten nahezu ausgelöscht wurde.  Die wenigen Überlebenden sammeln sich in Auffanglagern oder durchstreifen die verlassenen Straßenschluchten auf der Suche nach Nahrung und Unterschlupf. Joel, ein bärtiger Mittvierziger soll die vierzehnjährige Elli zu einem Zufluchtsort am anderen Ende der Küste bringen. Für ihn ist es nur ein Job – Bargeld im Voraus. Doch was als Reise ins Unbekannte beginnt, wird schnell zu einer blutigen Odyssee, die nicht nur auf der Haut des Helden Narben hinterlässt.

Der Thirdpersonshooter lässt euch in die Rolle von Joel schlüpfen. Elli wird dabei von der KI gesteuert und weicht im Laufe des Abenteuers nicht von der Seite. Im Level, dass uns vorgespielt wurde, suchte das ungleiche Duo Zuflucht in einem Hotelkomplex. Das dynamische Dialogsystem zwischen den Beiden sorgt durch sein intelligentes Scriptwriting immer wieder für interessante Aha-Momente, während man sich seinen Weg durch die verlassene Großstadt bahnt. Joels Rucksack dient dem Spieler als Inventar. Hier verwaltet ihr Nahrung, Bandagen und die immer knappe Munition für Revolver und Co. Nach einer kurzen Kletterpassage treffen Joel und Elli schließlich auf eine Gruppe Raider, die sich in den verfallenen Hotelzimmer niedergelassen haben. Jetzt kommt es darauf an: Um die Mörder herumschleichen und kein Risiko eingehen oder doch eine offene Konfrontation riskieren um vielleicht wichtige Utensilien zu erbeuten?

In der Präsentation nimmt Joel einen der Gegner als Geisel und streckt ein paar Kontrahenten mit seinem Revolver nieder. In dem nachfolgenden Faustkampf merkt man, wie direkt und brutal die Uncharted Macher die Kämpfe inszenieren. Schädeldecken werden mit Stahlrohren zertrümmert und Schrottkugeln tauchen die verstaubten Zimmerwände in eine Tapete aus Gehirnstückchen. Wie sehr die beiden Charaktere im fertigen Spiel miteinander interagieren können und in welche Richtung sich die Handlung entwickelt, bleibt noch abzuwarten. Grafik, Klangkulisse und Inszenierung sind aber bereits auf einem absolut hohen Niveau. Der Titel erscheint Anfang 2013 exklusiv für Playstation 3. Freunde von erwachsener Unterhaltung sollten sich den Titel unbedingt vormerken.

Und obwohl wir wahnsinnig viel spielten, hatten wir noch Zeit für ein gepflegtes Battle: