Am Donnerstag öffneten siche erstmals die Tore für Privatbesucher. Allen Widrigkeiten zum Trotz, haben wir es geschafft, uns einige Highlights anzuschauen. Mit dabei: Hitman: Absolution, NBA 2K13 und Playstation Allstars. Außerdem haben wir euch einige Impressionen vom Donnerstag zusammengestellt.

Während es am Mittwoch noch verhältnismäßig ruhig auf der gamescom zugeht, zeigt der Donnerstag bereits, dass selbst in den riesigen Hallen der Kölner Messe das Gesetz der klassischen Physik gilt: “Wo ein Körper ist, kann kein zweiter sein.” Besonders eng war es am Stand von Sony, dessen Innenarchitektur Spieler schonmal dazu zwang, ungefähr 30 cm vor dem Bildschirm zu sitzen. Kein Grund allerdings, den Stand links liegen zu lassen, besonders, da mit Playstation Allstars: Battle Royal ein Spiel vorgestelt wurde, auf das ich mich schon lange freue. Als großer Fan der Super Smash Bros.-Reihe von Konkurrent Nintendo fühlte ich mich bei Playstation Allstars natürlich wie zu Hause. Das Spielprinzip: Auf einer zweidimensionalen Stage treten vier Charaktere aus dem Sony-Universum gegeneinander an. Durch erfolgreiche Angriffe lädt sich dabei eine Spezialleiste auf. Ist die Leiste voll, kann ein Spezialangriff entfesselt werden.Trifft man andere Spieler mit diesem Angriff, werden diese besiegt und man erhält einen Punkt.

Anfangs erscheint das System noch etwas platt. Solange kloppen, bis man die Leiste voll hat, R2 drücken, Punkte kassieren. Je länger man spielt, desto mehr Möglichkeiten erschließen sich aber, wie man dem Angriff entgehen kann. Durch Ausweichen oder einen rechtzeitigen Angriff, der die Spezialattacke unterbricht, kann man seinem Schicksal noch entgehen. Trotzdem sorgt das System von Super Smash Bros., bei dem Punkte nur erreicht werden können, indem man andere Spieler von der Stage befördert, meine Meinung nach für mehr Spannung und Finesse. Auch die Attacken der Charaktere erscheinen im Vergleich zur Konkurrenz von Nintendo eher schwerfällig. Alles in allem macht Playstation Allstars einen guten Eindruck, der allerdings nicht ganz an das perfekte Spielgefühl von Super Smash Bros. heranreicht. Als Übergang bis zum nächsten Teil des großen Vorbilds ist Playstation Allstars scheint Playstation Allstars aber mehr als ausreichend zu sein.

Ein gänzlich anderes Spielgefühl zeichnet Hitman: Absolution aus. Die neue Episode des Abentuers von Agent 47, dem glatzköpfigen, emotionslosen und kaltblütigen Auftragskiller dreht sich um dessen Abkehr von seinem früheren Arbeitgeber. So ist Agent 47 diesmal auf eigene Faust unterwegs und gerät in eine dunkle Verschwörung, während er von der Polizei und seinen ehemaligen Verbündeten gejagt wird. Auch das Gameplay hat sich an diese neue Situation, in der sich 47 befindet, angepasst. Neben dem typischen Stealth-Gameplay, ist nun auch die direkt Konfronation ein möglicher und teilweise auch effektiverer Weg, problematische Situationen zu lösen. Auf der gamescom war unter anderem der Contracs-Modus anspielbar. Hier können Spieler eigene Missionen erstellen, in dem sie im Spiel Ziele markieren. Die Art und Weise, wie die Spieler diese Ziele dann ausschalten, legt die Konditionen für den fertigen Auftrag fest. Diese können dann über das Internet an andere Spieler weitergegeben werden. Löst man die Aufträge anderer Spieler, kann man In-Game-Währung für Upgrades und neue Waffen erhalten.

Einige dieser Aufträge waren auf der gamescom spielbar. Dabei kam schon nach kurzer Zeit das typische Hitman-Gefühl auf. Ziel ausfindig machen, nach Wegen Auschau halten, das Ziel auszuschalten und den Plan in die Tat umsetzen – die klassische Methode macht immer noch am meisten Spaß. Ob man das Ziel nun mit einem Scharfschützengewehr ausschaltet, das man im Schlafzimmer eines Drogendealers findet oder das Ziel unter einer Ladung Steine begräbt – es gibt immer mehere Wege, den Auftrag auszuführen. Man kann einen Auftrag also durchaus mehrere Male durchspielen und immer wieder Neues erleben. Agent 47 scheint also auch bei Hitman: Absolution immer noch der alte zu sein. Welche Rolle die Action im fertigen Spiel einnimmt, wird sich aber erst beim Release am 20. November 2012 zeigen.

Jumpshots, Pumpfakes, Monsterblocks und Käsefüße. Wie jedes Jahr bringt 2KGames ein lizenzschwangeres Basketballbollwerk heraus und hat eigentlich alle Freiheiten, nachdem Electronic Arts mit ihrer NBA Live-Reihe immer nur mal sporadisch einen neuen Versuch herausbringen. Auch NBA 2K13 wird der Krösus des Genres bleiben und bringt mit zahlreichen neuen Animationen, vor allem in der Post Area und dem rechten Stick als elementarem Steuerelement neue Features, die, die eh schon fast perfekte Baskeballsimulation in Richtung Realismus und Spielfluss verfeinern.

Der rechte Stick wird hierbei in Kombination mit den anderen Buttons des Controllers für fast alle Moves der Spieler verwendet. Crossover, Würfe, und Verteidigung sind so fließend miteinander verbunden und fast schon komboartig kann man diese aneinanderreihen. Beim Gameplay selbst entdeckt 2K Games den Mut zur Langsamkeit wieder, muss man doch sogar bei flinken Guards wie Russel Westbrook feststellen, dass zu schnelle Seitenwechsel der Vergangenheit angehören. Dafür sind die Animationen der Spieler wesentlich flüssiger und flexibler geworden und es macht Spaß dazu gezwungen zu sein, Laufwege und Passstaffetten zu verinnerlichen. Neidlos muss man anerkennen, dass jedes andere Basketball Game in einem Verhältnis von Traube zu Blake Griffins Hand dem 2K-Giganten gegenüber steht. Monopole sind auch irgendwie geil manchmal.

Und wir haben an diesem Tag das Popkulturwissen der Besucher getestet: