In einem gut klimatisierten Vorschauraum wurde Resident Evil  6 präsentiert. Es gab neue Szenen von den Kampagnen von Chris Redfield, Leon S. Kennedy und Jake Muller zu sehen. Im Vorhinein wurde bereits bekannt, dass letzterer der Sohn von Albert Wesker, dem charismatischen Gegenspieler von Leon, Jill und co. ist. Zu sehen war er in Begleitung von Sherry Birkin, eine alte Bekannten aus Resident Evil 2. Zusammen mussten sie sich in einer Hütte in schneebedeckten Bergen vor einer Zombiehorde retten und schließlich mit Schneemobilen vor einer gewaltigen Lawine flüchten. Aus Chris Redfields Kampagne wurde ein Kampf zwischen ihm, seinen S.T.A.R.S – Kollegen und einer riesigen, unsichtbaren Schlange gezeigt. Hier kamen verschiedene Waffen des größeren Kalibers zum Einsatz.

Chris´ Kampagne wird sehr viel Actionanteile enthalten und auf Gefechte mit einer riesigen Anzahl von Untoten setzen. Leons Abschnitt war bereits teilweise bekannt. Er schleicht mit einer ebenfalls weiblichen Begleitung durch einen U-Bahn-Tunnel. Hier soll wieder ein wenig Horror-Atmosphäre ins Spiel kommen. Gelingen tut dies aber nur teilweise, ist der Actionanteil doch immer noch sehr hoch. Resident Evil 6 wird bei mindestens 4 Kampagnen eine recht hohe Spielzeit haben. Ob die verschiedenen Geschichten der Protagonisten den Spieler über die gesamte Spielzeit bei Laune halten können, erfahren wir am 02.10.2012 – dem offiziellen Erscheinungstermin.

Sleeping Dogs ist der inoffizielle Nachfolger der True Crime-Serie. Eigentlich als True Crime: Hongkong produziert, wechselte der Titel zwischenzeitlich den Publisher und erscheint bei Square Enix nun unter dem Namen „Sleeping Dogs“. Das Setting hat sich jedoch nicht verändert. Ihr seid immer noch als Undercover-Cop in Hongkong unterwegs und müsst die Strukturen rivalisierender Gangs unterwandern. Das Gameplay lehnt sich dabei sehr an die GTA-Reihe an. In einer offenen Spielwelt könnt ihr euch frei durch Honkong bewegen, verschiedenen Aktivitäten nachgehen oder Aufträge von verschiedenen Parteien annehmen. Ein Beispiel: Zu Beginn des Spiels trifft Protagonist Wei Shen in Untersuchungshaft einen alten Freund. Dieser nimmt ihn mit und stellt ihn seinem Boss vor, der massive Probleme mit einer rivalisierenden Gang hat. Nun gilt es, das Vertrauen des Gangsters zu gewinnen.

In der ersten Mission müsst ihr Geld von Ständebesitzern auf dem Markt von Hongkong eintreiben. Dabei kommen euch immer wieder die Schergen der rivalisierenden Gang in die Quere, die derselben Aufgabe nachgehen. Um sich der Widersacher zu entledigen, bedient sich Wei Shen seiner Martial Arts. Mit einem eingängigen Kampfsystem, dass mit seiner Angriff-Konter-Strategie etwas an Assassin’s Creed oder Batman erinnert, könnt ihr eine Gruppe von Gegnern spektakulär ins Reich der Träume schicken und dabei sogar die Umgebung mit einbeziehen. Ob Telefonzellen, Mülltonnen oder Verstärkerboxen – habt ihr einen Gegner am Schlafittchen, könnt ihr ihm an bestimmten Punkten in der Umgebung mit einem Finishing Move den Rest geben. Ähnlich spektakulär geht es auch bei Verfolgungsjagden zu.

Seid ihr zu Fuß unterwegs, könnt ihr per Knopfdruck in Parkour-Manier über Hindernisse springen oder daran hochklettern. Bei Verfolgungsjagden mit dem Auto habt ihr die Möglichkeit per Knopfdruck eine kurze Rammattacke , auszuführen um gegnerische Wagen auszuschalten. Seid ihr mit einer Attacke erfolgreich, belohnt euch das Spiel mit einer Zeitlupe des Crashs. Ein Feature, dass vor allem durch die Burnout-Reihe bekannt wurde. Zusammengenommen scheint das Gameplay von Sleeping Dogs kaum Schwächen aufzuweisen und spielt sich deutlich besser als beim großen Vorbild Grand Theft Auto. Geschichte und Atmosphäre scheinen dieses Level zwar nicht ganz halten zu können, das Setting in Hongkong bietet jedoch viel Potential und ist zudem noch relativ unverbraucht. Sleeping Dogs ist ab sofort erhältlich für Xbox 360, Playstation 3 und PC.

 

Dishonored war so etwas wie der heimliche Star der gamescom. Schon im letzten Jahr wurde der Titel auf der gamescom präsentiert, galt dort aber noch als Geheimtipp. Mittlerweile läuft die PR-Maschinerie für Dishonored: Maske des Zorns auf Hochtouren und der grimmige Held mit seiner Totenkopfmaske prangt nicht nur mit auf einem riesigen Banner über dem Boulevard der gamescom sondern blickt einem selbst bei einem Spaziergang durch die Kölner Innenstadt von zahlreichen Plakaten entgegen. Große Erwartungen also, denen sich der Titel der Arcane Studios stellen muss. Zur Geschichte: Corvo, Assassine und ehemaliger Leibwächter der Kaiserin wurde betrogen und für den Tod seiner Schutzbefohlenen verantwortlich gemacht. Nun macht er sich auf, um die Verschwörung aufzuklären, seinen Namen reinzuwaschen und Rache an den Drahtziehern zu nehmen. Dabei wurden ihm von einem übernatürlichen Wesen namens dem „Beobachter“ besondere Kräfte verliehen.

Corvo kann beispielsweise durch Wände sehen, die Gedanken von Gegnern kontrollieren oder Horden von Ratten auf seine Gegner hetzen. Die Fähigkeiten werden dabei mit der linken Hand eingesetzt während Corvo in der rechten Hand ein Schwert trägt. Das Kampfsystem erinnert stark an Dark Messiah of Might and Magic, ebenfalls von de Arcane Studios entwickelt. Im offenen Kampf stellt jeder Gegner eine ernsthafte Bedrohung dar und muss durch geschicktes Blocken aus dem Gleichgewicht gebracht werden, bevor man einen Treffer anbringen kann. Besonders gegen mehrere Gegner erfordert es einiges an Feingefühl, siegreich aus einem Kampf hervorzugehen. Es gibt jedoch auch andere Möglichkeiten, sein Ziel zu erreichen. In dem Level, das auf der gamescom anspielbar war, galt es beispielsweise, in ein von zahlreichen Wachen umstelltes Haus zu gelangen.

Eine Möglichkeit war natürlich, alle Wachen im offenen Kampf auszuschalten. Alternativ kann man aber auch in einem Stelath-Modus umschalten und verdeckt vorgehen. Eine weitere Möglichkeit ist allerdings die Konfrontation komplett zu umgehen. Über einen Kanal konnte man beispielsweise auf ein Mühlrad gelangen, dass einen in den Gebäudekomplex emporhob, ohne von Gegnern entdeckt zu werden. Komplettiert wird das vielschichtige Gameplay dabei von einem äußerst kreativ umgesetzten Steampunk-Setting. Der erste Eindruck von Dishonored konnte seinen Erwartungen durchaus gerecht zu werden, ob das fertige Spiel diesen Eindruck bestätigt, wird sich allerdings erst im Oktober zeigen.

Und abschließend noch unser Fazit in Gamenewsform: