Als ich mir diesmal Gedanken gemacht hab, was ich denn der Welt an musikalischen Highlights meiner Favoriten-Playlist vorstellen würde, rückten zwei Acts in meine engere Auswahl, bei denen ich mich selbst an Kopf gefasst hab, warum ich noch nie auf die Idee gekommen bin, sie in dieser Rubrik zu erwähnen.

Hier bespreche ich meine Musiktipps mit Maurice in der Studioshow

Zwei Bands, die in Ihrer Art und Stimmung meinen melancholischen Herbst-Nerv treffen, die aber dennoch voller musikalischer Raffinessen stecken. Zwar haben die Beiden keinen richtigen Aktualitätsbezug, was mich aber trotzdem nicht daran hindert euch dise wärmstens zu empfehlen.

Meine Leidenschaft für russische Indiemusik, konnte ich in der Vergangenheit kaum verbergen. In dieser Rubrik habe ich mittlerweile die namenhaftesten Größen und Trends in Russland versucht unterzubringen, aber eine Band habe ich bislang immer vergessen zu erwähnen. Die Rede ist von MOTORAMA – eine der wohl einflussreichsten Bands aus dem russischen Raum, die auch zunehmend in Deutschland und europäischem Ausland immer breitere Massen erfreut. Eine Band die vor

Interessant find ich dass Motoroma es schaffen seit Jahren den Status der Underground-Band zu halten, die sie seit Anfang gewesen sind. Sie werden weder richtig gehyped, wie es so oft mit solchen Bands geschieht und dennoch haben sie einen festen anerkennungsvollen Platz in der Musikerszene.

Motorama – die russische Antwort auf Joy Devision

Die Anlehnung an Joy Devision ist kaum zu überhören. Es ist quasi die russische Antwort der 5 Musiker aus Rostov am Don. Mit eben dem russischen Charm, den ich in einem der ersten Blogs über russche Bands versucht hab zu beschreiben. Besonders im Live-Erlebnis überzeugt die Band nicht durch besondere musikalische Kniffe sonderen durch die konstante und melancholische Monotonie. Und das ist nur positiv gemeint.

Leider haben diese Herren und ein Mädel gerade erst vor kurzem Ihre Deutschland-Tour gespielt. Aber irgendwas sagt mir, dass sie bald wiederkommen werden.

DEKO DEKO – Eine Kombo aus Leipzig. Ziemlich unscheinbar, in Ihrer Präsenz auf den Bühnen der Bundesrepublik. So viel hat man von den beiden Virtuosen Lena Seik und Tristian Schulze noch nicht gehört. Wer aber dann doch genauer hinhört, muss ähnlich begeistert sein, wie ich. Seit 2011 agieren Sie unter diesem Namen als Duo. Meinen ersten Höreindruck von Deko Deko assoziierte ich mit Klangmalerei, melodischen Chaos mit Elementen von Post-Punk verknüpft mit wohl meinem Lieblingselement – 80er Synthies, die dem ganzen hier und da einen poppigen Klang verleihen.

DEKO DEKO

Jetzt könnte man sagen, das klingt nach viel zu viel um alles unter einen Hut zu bringen. Ich weiß nicht wie, aber Deko Deko haben die Elemente auf eine faszinierende Art und Weise miteinander verknüpft. Die klare Stimme der Sängerin Lena schafft beim Zuhören die nötige Orientierung und führt einen durch die einzelnen Songs im Kontrast zu den wuchernden Arrangements.

Mein letztes Live-Erlebnis dieses auch auf der Bühne sympathisch wirkenden Duos liegt mittlerweile über ein Jahr zurück. Schaut man in die Konzerthistorie, wird man feststellen all zu viele Möglichkeiten gab es auch noch nicht sie zu erhaschen. Sehr Schade. Denn diese zwei brauchen sich auf keinen Fall zu verstecken. Heißt es nur folgen und hoffen, dass dieses Projekt erhört wird. Bis dahin darf man sich mit der durchaus gelungenen EP zufrieden geben: