Ein Jahr Gamesneuigkeiten und der Spielegott hat uns ein Geschenk gemacht: The Elder Scrolls V: Skyrim ist erschienen und die ganze Games-Redaktion hat sich geschlossen ins Stille Kämmerlein gesperrt, um Drachen zu jagen und Kräuter zu sammeln. Dazu gibt es Infos über die Indieperle Knytt Stories und eine Hommage an das Megadrive

Die Gamesneuigkeiten in Videoform:

Die ganze Welt spielt Skyrim. Zumindest kommt mir das so vor, wenn ich mich in meinem Freundeskreis umhöre. Nach 5 Jahren Wartezeit, ist der Hunger nach einem neuen Teil der Elder Scrolls Reihe ins unermessliche gestiegen. Seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten steht der Name der Serie für ein zeitaufwändiges aber dafür umso packenderes Spielerlebnis. Nachdem der vierte Teil der Serie Oblivion wegen seines etwas niedlich daherkommenden Äußeren bei manchen Fans der Serie auf Ablehnung stieß, schlägt Skyrim eine ganz andere Richtung ein.

Die Provinz Himmelsrand, wie sie in der deutschen Übersetzung sinnloser Weise genannt wird, ist vom Look her sehr an die nordischen Mythologie angelehnt. Fellbesetze Rüstungen, Helme mit Hörnern und eine riesige Winterlandschaft, die von hohen Bergen und Eiswüsten über gruselige Morrlandschaften bis zur weiten Grasssteppe alles zu bieten hat, außer die romantischen Blumenwiesen des Vorgängers. Nichtsdestotrotz ist sie aber atemberaubend schön. Denn selbst wenn es weniger Blumen und mehr Steine gibt, hat die Natur Skyrims immer noch genug zu bieten, um den einsamen Wanderer immer wieder in Staunen zu versetzen.

Wie für Bethesdas Rollenspiele üblich, ist die Freiheit das oberste Gebot von Skyrim. Ihr könnt tun und lassen, was ihr wollt. Die Hauptquest ist schön erzählt, stellt aber nur einen Bruchteil des Spiels dar. Nachdem ihr der Anfangssequenz entkommen seid, könnt ihr entscheiden, ob ihr die Hauptquest weiter verfolgen wollt oder aber sie links liegen lasst und euch auf die Suche nach anderen Aufgaben macht. Lange suchen müsst ihr nach diesen Aufgaben nicht, den Skyrim ist voll von Personen, die euch ihre Probleme mit auf den Weg geben. Es gibt vier Gilden in denen ihr anheuern könnt, sechs große Städte, die voll mit questgebenden Personen sind und auf eurem Weg durch Himmelsrand werdet ihr auch immer wieder zufällig auf Höhlen, Festungen, Banditenlager oder andere Sehenswürdigkeiten treffen, die euch beschäftigen. Selbst wenn immernoch viele Quest nach dem Schema ablaufen: “Gehe in Dungeon X und hole Gegenstand Y”, so gibt es zwischendurch immer wieder willkommene Abwechslung. So müsst ihr beispielsweise eine Brauerei in den Ruin treiben, indem ihr das Met mit Rattengift versetzt oder trinkt mit einem Totenbeschwörer um die Wette, um dann am nächsten Morgen mit den Konsequenzen eurer Partynacht konfrontiert zu werden..

Auch nach 40 Stunden Spielzeit, komme ich mir immer noch vor als hätte ich gerade das Tutorial beendet. Skyrim hat so viel zu bieten, dass ich mir schon ernsthafte Sorgen um die anderen Spiele der Vorweihnachtsphase mache. Uncharted, Zelda Battlefield und Co. werden wohl alle noch ein paar Hundert Stunden warten müssen…

 

„ I wanna play eternally with your metallic melody, it´s a love story between my Genesis and me!”

Im Grunde sagt der Refrain von der großartigen Ode an das Sega MegaDrive von 2080 schon alles, was gesagt werden muss.

Das Sega MegaDrive (in den USA unter dem Namen Sega Genesis bekannt) war meine erste Konsole, die ich jemals besaß. Ich muss ungefähr 5 Jahre alt gewesen, als ich mit Sonic das erste Mal durch die Green Hill Zone flitzte oder mit Axel Stone die Straßen von Streets of Rage aufmischte. Alleine diese beiden Titel stehen schon ikonisch für diese grandiose 16-Bit –Ära, welche enorm meine frühe Kindheit geprägt hat. Nun sitz ich hier, 17 Jahre später, in meinem Zimmer, dass voll ist mit vielen Generationen an Videospielen. Natürlich ist bei Sonic und Streets of Rage noch lange nicht Schluss. Gerne erinnere ich mich an die unzähligen Runden „Revenge of Shinobi“ mit meinem besten Freund. Immer und immer wieder haben wir versucht dieses Spiel in die Knie zu zwingen aber scheinbar waren wir noch zu jung um mit den damaligen Schwierigkeitsgraden fertig zu werden.

Revenge of Shinobi

Okay, als wir es vor ein paar Wochen auf der Virtuell Console von der WII erneut probierten mussten wir feststellen, dass wir Skillmäßig wohl immer noch in den Körpern unserer früheren, 5 Jährigen Ichs gefangen sind. Nichtsdestotrotz war es für mich einer der besten Ausflüge in die Vergangenheit, die man haben kann. Obwohl es 17 Jahre her war, erschien es als sei es gestern gewesen. Ich könnte jetzt noch stundenlang über andere großartige MegaDrive Spiele erzählen. Da wären noch ein göttliches Aladin, ein noch göttlicheres König der Löwen, ein ebenso hartes Altered Beast, ein spannendes Jurassic Park, ein witziges Quackshot und und und…

Köing der Löwen

Was soll man da noch sagen? Das Lied von 2080 erzählt von der nie endenden Liebe zum Sega MegaDrive und so ist es auch bei mir. Das MegaDrive ist meine erste Konsole und das kann keine andere Konsole von sich behaupten. Im Grunde ist es wie bei der ersten großen Liebe. Sie bleibt immer etwas Besonderes und wird für immer einen Platz in meinem Herzen einnehmen. Zum Schluss kann ich nur sagen: Danke MegaDrive! Danke, dass du mich zu dem besten Hobby auf dieser Welt gebracht hast! Ich liebe dich!

Noch eine kleine Anekdote zum Abschluss: Das Spiel Columns auf dem Sega MegaDrive ist das einzige Spiel überhaupt, welches ich jemals mit meiner Mutter zusammen gespielt habe und das hat wirklich was zu bedeuten!