Der Februar ist zwar der kürzeste Monat des Jahres, nichtdestotrotz gab es aber wieder allerhand Neuigkeiten rund ums Gaming. Diesmal mit dabei: Killzone 3 – die Shooterhoffnung aus dem Hause Sony, Das Beat ‘em Up Mash-Up Marvel VS Capcom 3, Sonys neu angekündigte Hardwareprojekte Xperia Play, NGP und S1 und die moderne Bibelstunde El Shaddai.

Die Games Neuigkeiten als Video:

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Die Killzone Franchise sollte Sony Antwort auf Micrsofts Halo-Serie sein. Ein Playstation-exklusiver Shooter der mit der Konkurrenz wie Activisions Call of Duty oder EA’s Battlefield den Boden aufwischt. Trotz guter Kritiken und einer großen Fanbase, konnte Killzone nie erreichen was sich Sony vorgenommen hatte. Nichtsdestotrotz entwickelte Sony einen großartigen ersten Teil, dem ein zweiter Teil folgte, der zwar von vielen Fans mit etwas Enttäuschung betrachtet wurde, im großen und ganzen aber dennoch überzeugen konnte. Der dritte Teil soll nun endlich an der Konkurrenz vorbeiziehen und die Krone der First Person Shooter für sich beanspruchen. Zumindest in technischer Sicht könnte das auch gelingen, denn Killzone 3 kommt nicht nur mit einer Grafik daher, die definitiv zu dem besten gehört was man auf der Konsole gesehen hat, sondern unterstützt auch noch sowohl 3D als auch die Bewegungssteuerung Playstation Move.

Auch bei der Geschichte hat man sich diesmal etwas mehr Mühe gegeben. War die Geschichte des Vorgängers noch sehr düster und bedrückend, hat man sich jetz auf eine etwas leichtere, heroischere Story geeinigt. Mit einem neuen Autor und einer Menge Hollywoodsprecher wurde die Authentizität der Charaktere zwar verbessert, tiefgehende Geschichten und Charakterentwicklung sucht man jedoch immer noch vergebens. Auch wenn die Geschichte immer noch nicht Killzones Stärke ist, kann man jetzt wenigstens mit gutem Gewissen sagen, das sie einige sehenswerte Höhepunkte hat.

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Das Gameplay wurde weitgehend vom Vorgänger übernommen. Während der Missionen seid ihr zum größten Teil zu Fuß unterwegs. Guerilla-Kämpfe wechseln sich dabei mit Kämpfen auf größeren Schlachtfeldern ab, wobei auch die Taktik eine wichtige Rolle spielt. Ab und zu nehmt ihr am Geschütz eines Fahrzeugs Platz oder steigt in Kampfanzug mit Jetpack auf dem Rücken. Mit diesem Gerät könnt ihr euch frei bewegen und eure Gegner aus der Luft aufs Korn nehmen. Die Zeitverzögerung die man bei der Steuerung im zweiten Teil noch deutlich merkte, ist im dritten Teil nicht mehr vorhanden. Auch der Nahkampf wurde überarbeitet. Rückt euch ein Gegner auf die Pelle, könnt ihr ihn mit einem ziemlich blutigen Finishing-Move ins Jenseits schicken. Gerade diese Aktionen werden wahrscheinlich wieder die Jugendschützer auf den Plan rufen aber Planet Helghan ist eben kein Ponyhof…

Zusätzlich zur Einzelspieler Kampange könne  alle Missionen auch kooperativ gespielt werden. Allerdings müsst ihr euren Kumpel dazu zu euch nach Hause auf die Couch holen, denn Online-Koop wird es nicht geben. Online gibt es allerdings jede Menge andere Sachen zu tun, der Online-Multiplayer von Killzone 3 wurde nämlich ebenfalls ausgebaut. Neben den aus dem zweiten Teil bekannten Spielmodi Guerilla Warfare, einem klassischen Deathmatch, und Warfare, einem Mix aus verschiedenen Spielmodi wie Assassination, Search and Destroy oder Body Count, gibt es bei Killzone 3 den Modus Operations. Wie beispielsweise bei Battleflied oder Halo versucht hierbei ein Team, einen bestimmten Bereich des anderen Teams einzunehmen. Begleitet wird der Modus von Zwischensequenzen am Anfang, während und am Ende der Runde. Weiterhin wird es 8 Multiplayerkarten und 5 Spielerklassen geben, zwischen denen ihr wählen könnt. Dabei stehen euch alle Klassen von Beginn an zu Verfügung, Waffen und Fähigkeiten müssen allerdings mit Upgrade-Punkten, die ihr euch während des Spielens verdient, freigeschaltet werden.

Ob Killzone 3 es mit den Platzhirschen wie Call of Duty, Halo und Battlefield aufnehmen kann, wird sich zeigen. Es ist jedenfalls ein sehr gutes Spiel geworden, das zwar grundlegend nichts neues macht, allerdings in jeder Hinsicht überzeugen kann.

Wenn es ein Spiel gibt, das eine Epilepsiewarnung verdient hat, dann ist es wahrscheinlich Marvel VS Capcom 3. Was bei diesem Spiel auf dem Bildschirm abgeht, kann man kaum in Worte fassen. Wenn der Hulk gegen Megaman, Wolverine gegen Chris und Deadpool gegen Dante antritt, dann fliegen die Fetzen. Wie dieses Fetzenfliegen allerdings visualisiert ist, verschlägt einem die Sprache. Der gesamte Bildschirm ist voll von wirbelnden Farben, Explosionen und Lichteffekten aller Variationen. Bei Spezialattacken kann man oft nicht mal mehr erkennen, wo sich welcher Kämpfer befindet.

Gekämpft wird 3 gegen 3. Dabei könnt ihr zu jedem Zeitpunkt des Kampfes die Charaktere wechseln. Schlagt ihr den Gegner mit einer Attacke in die Luft, könnt ihr sogar mit Kombos mit mehreren Kämpfern weiterführen und mächtige Spezialattacken mit allen drei Kämpfern ausführen. Im Gegensatz zum vorigen Teil kämpft ihr allerdings nicht mehr mit separaten Tasten mit Arm- und Beinangriffe, sondern die Attacken gliedern sich in leichte, mittlere und schwere Angriffe. Dazu könnt ihr Gegner in die Luft befördern und natürlich eure Kämpfer wechseln.

Auch der Arcade-Modus wurde verändert. Hier habt ihr nun vergleichbar mit Spielen wie Tekken eine Hintergrundgeschichte, die auf der Kooperation der Bösewichte Wesker aus Resident Evil und Doctor Doom von den Fantastic Four aufbaut. Jeder Charakter hat, ist der letzte Endboss Galactus besiegt, einen eigenen Abspann. Das ist zwar keine bahnbrechende Neuerung, es verschafft dem Einzelspielermodus jedoch etwas mehr Motivation. Gedacht ist das Spiel letztendlich doch hauptsächlich für Mehrspieler-Matches, sei es on- oder offline.

Die Vielzahl an Kämpfern und der unvergleichlich verrückte Charme dieser Spielserie gepaart mit dem Capcom-typischen Gameplay, dass ja schon bei Streetfighter wunderbar funktionierte, ist Marvel VS Capcom 3 für einen Abend mit Freunden auf jeden Fall das Richtige. Besonders wenn diese Freunde Comicfans sind.

Was soll man zu einem Spiel sagen, dass mittlerweile seit 12 Jahren in der Entwicklung ist und um das sich so viele Gerüchte gerankt haben, wie um kein anderes Spiel. Manchmal wartet man so lange auf etwas, dass man es, wenn es dann endlcih da ist, gar nicht fassen kann. Das Anfang Mai nun endlich dieses EINE Spiel kommen soll, das die Gamergemeinde schon als Running Gag der Videospielindustrie abgetan hatte, scheint immer noch irgendwie unwirklich. Aber Gearbox macht nun anscheinend wirklich Ernst, denn neben dem Anspielevent in Vegas, bei dem Journalisten aus aller Welt endlich Hand an eine aktuelle Fassung des Spiels legen konnten, wurde auch der Erscheinungstermin 6. Mai offiziell bestätigt.

Das Duke Nukem Forever das beste Spiel wird, was die Welt je gesehen hat, erwartet mittlerweile keiner mehr. Schließlich ist nach 12 Jahren Entwicklungszeit einiges an Geld in den Sand gesetzt worden und schon allein technisch ist das Spiel keineswegs auf dem neuesten Stand. Doch was macht man, wenn man nicht genug Geld hat und trotzdem ein gutes Produkt abliefern will? Richtig! Man setzt auf Humor. Die Filmindustrie hat schon lange erkannt, dass lustige Filme sehr gute Anlagestrategien sind, da sie wenig kosten und viel einspielen. Beim Videospiel gilt dasselbe Prinzip, immerhin war Moorhuhn nicht umsonst eine Zeit lang auf so ziemlich jedem Bürorechner installiert. Duke Nukem Forever nimmt einfach sich und das ganze Genre aufs Korn und bringt Anspielungen und kleine Gags an allen Ecken und Enden. Keine Minute vergeht ohne einen markigen Spruch vom Duke, der wie gewohnt der prolligen Macho raushängen lässt, sich selbst feiert und den leichtbekleideten Frauen nachjammert, die von den Aliens gestohlen wurden. Leichbekleidete Frauen gibt es bei Duke Nukem Forever aber trotzdem zu sehen. Neben den Feuergefechten mit den Aliens, gibt es allerlei kleine Überraschungen zu entdecken, natürlich immer begleitet von einem Einzeiler des Duke. Auch kleinere Rätsel und sogar Fahrsequenzen gibt es.

Sieht man einmal über den technischen Aspekt hinweg, kann Duke Nukem Forever ein großartiges Spiel werden. Es lebt eben vom Duke selbst und dem ungewöhlichen aber durchaus symphatischen Humors der Entwickler. Lustig ist eben, wer über sich selbst lachen kann und das kann Duke Nukem Forever auf jeden Fall. Am 6. Mai heißt es dann also: “Hail to the King, Baby!”

Bei Sony wird 2011 die volle Hardware-Offensive abgefahren. Hielt man sich bis vor kurzem noch mit Infos zu kommenden Projekten bedeckt und stritt alle Gerüchte um laufende Projekte ab, wurde im Januar in Tokio der Nachfolger der PSP, das NGP, angekündigt. Die drei Buchstaben stehen für Next Generation Portable und zielen damit auf einen Vergleich zu den aktuellen Next Generation Konsolen PS3 und Xbox 360 ab. Das NGP soll mit einem Vierkernprozessor (ARM Cortex-A9) ausgestattet sein und zusätzlich einen leistungsstarken Grafikchip besitzen, der Grafik auf Playstation 3 Niveau ermöglichen soll. Laut Sony soll sogar die CryEngine auf dem NGP laufen, die vor ein paar Jahren sogar die leistungsstärksten Rechner an ihre Grenzen brachte. Weiterhin soll das NGP über einen 5 Zoll großen OLED-Touchscreen verfügen, der mit 960×544 Pixeln auflöst. Damit hat es ungefähr die selbe Auflösung wie das IPhone 4, dessen Bildschirm ist allerdings 1,5 Zoll kleiner.

Zur Steuerung stehen diesmal zwei haptische Controlsticks zur Verfügung, zusätzliche Tasten sind allerdings nicht dazugekommen. Steuern kann man das NGP allerdings auch über den berührungsempfindlichen Bildschirm und das Touchpad, das fast die gesamte Rückseite des NGP einnimmt. Zusätzlich wird das NGP sich über Neigung durch einen Gyrosensor steuern lassen, und auch Sprachkommandos unterstützen.

Sony Xperia Play

PSP trifft Smartphone

In der Werbepause des Superbowl ließ Sony dann die zweite Bombe platzen. Monatelang waren schon Gerüchte und sogar Videos eines “PSP-Telefons” im Internet kursiert. Sony dementierte allerdings immer fein säuberlich alle Gerüchte. In der teuersten Werbepause der Welt lief dann also endlich der erste Werbespot zu Sonys neuestem Smartphone. Das Design erinnert dabei sehr an die PSP Go!, bei der sich ebenfalls die Steuerungseinheit hinterm Bildschirm verstecken lässt. Das Sony Ericsson Xperia Play verfügt allerdings über einen Touchscreen und kann in zugeschobenen Zustand wie ein normales Smartphone verwendet werden. Will man das Xperia Play als mobile Spielekonsole verwenden, schiebt man einfach die Steuerungseinheit auf. Diese besteht aus Steuerkreuz, zwei Analog-Touchpads, die die Analogsticks ersetzen und den Knöpfen nach Playstation-Standard.

Das Smartphone soll mit einem 1-Ghz-Prozessor ausgestattet sein und über ein 4 Zoll Display verfügen. Volle Internetfähigkeit soll mit HSDPA und W-Lan ermöglicht werden. Eine 5 Megapixel Kamera ist ebenfalls mit an Bord. Spiele und Programme wird man ab Release im neuen Shop Playstation Suite kaufen können. Hier sollen auch ältere Spiele der Playstation 1 angeboten werden, die auf dem Xperia Play emuliert werden können. Laut Sony soll das Telefon bereits im ersten Quartal des Jahres erscheinen. Erste Gerüchte ranken sich um April als Erscheinungsmonat. Der Preis soll bei 650 Euro liegen.

S1 Tablet

Konzeptzeichnung des Sony "S1"

Vage Vermutungen ranken sich um das “S1″, ein Tablet, das sich angeblich bei Sony in der Produktion befindet. Engadget.com veröffentlichte vor kurzem eine Konzeptzeichnung eines Tablets von Sony, das unter dem Arbeitstitel “S1″ gehandelt wird.

Das Display des Tablets soll 9,4 Zoll groß sein und mit 1280×800 Pixeln auflösen. Im Innern des S1 soll ein Tegra-2 Chipsatz schlummern, außerdem soll es auf Vorder- und Rückseite Kameras besitzen und einen USB-Port an der Seite besitzen. Das S1 soll vordergründig aufs Gaming ausgerichtet sein und dementsprechend auch das Playstation-Branding tragen. Das Design des Tablets soll an ein aufgeschlagenes Magazin erinnern, und Funktionalität mit Ästhetik verbinden. Der “umgeschlagene” Teil bietet Platz für Akku und andere Bauteile, schafft einen angenehmen Schwerpunkt und sorgt dafür, dass das S1 nicht flach auf Oberflächen liegt, sondern leicht angeschrägt aufliegt, um einen besseren Betrachtungswinkel zu ermöglichen. Ob, wann, und für wieviel das S1 jedoch erscheint, bleibt ungewiss, da es von offizieller Seite noch nicht bestätigt ist. Insider sprechen allerdings von einer Veröffentlichung im September für 600 $.


Schon mit Okami hat sich Takeyasu Sawaki als Designer eines Spiels mit göttlichem Hintergrund versucht, damals noch in der japanischen shintoistischen Mythologie und mit der Sonnengöttin Amaterasu unterwegs, orientiert sich El Shaddai an den Legenden unseres wohligen Abendlandes und christlicher Überlieferungen.
In El Shaddai übernimmt man die Rolle von Enoch, einem Menschen der als einmaliger Charakter in der Bibel vor seinem Tod von Gott in das Himmelsreich berufen wurde. Verschiedene Symboliken ranken sich in Bibelinterpretationen um dieses Ereignis, auch als Bestrafung kann diese „Entrückung“ von der Erde aufgefasst werden.
Ob sich El Shaddai mit dieser zweideutigen Schicksalsfügung auseinandersetzt wird sich zeigen, es könnte aber eine innovative Option, einen Antihelden zu etablieren, darstellen.
Das Gameplay von El Shaddai besteht aus dem Erforschen einer frei erkundbaren Welt , actionorientierten Kampfsegmenten, in welcher Enoch sich unter anderem mit nach und nach immer stärkeren spirituellen Fähigkeiten gegen gefallene Engel durchsetzen muss und schon fast klassisch anmutenden 2D-Jump&Run-Abschnitten. Die Steuerung soll hier stets intuitiv und simpel gewählt sein, Timing bei Sprung – und Kampfsequenzen soll einen wesentlich bedeutenderen Wert haben als komplexe Tastenkombinationen.

Die Erwähnung des Artdesigners als treibende Kraft hinter einem Spiel ist bei El Shaddai aufgrund der extravaganten Visualisierung der Spielumgebung nicht wirklich weit hergeholt.
Wie auch schon bei Okami sieht die Umgebung wie ein sich bewegendes Landschaftsbild aus, welches hier vor allem von kontrastierender Schwarz/Weiß-Farbgebung bestimmt ist.
Gerade aus diesem Grund sollte man El Shaddai im Auge behalten, denn wenn es sich ähnlich frisch anfühlt, wie damals Okami, dann gibt es für Freunde des visuellen Anspruchs und weitgehend unberührter Szenarien sicher keinen Grund ein solches Spiel nicht mit einem Kauf zu würdigen. Göttlicher Mut gehört eben gewürdigt, die Heiligensprechung im Spieleolymp steht hingegen noch aus.