Die Electronic Entertainment Expo ist, obwohl sie keine Besuchermesse mehr ist die wichtigste Messe für Videospiele unserer Welt. Auch in diesem Jahr reichten sich die größten Spielentwickler in Los Angeles die Klinke in die Hand und obwohl keiner von uns pop10-Gamern den Nerv und oder die Möglichkeit hatte selbst in der Stadt der Engel vorbeizuschauen, klickte ich mich durch zahlreiche Gameplaydemos und Trailer, um meinen Eindruck der Messe in den eindrucksvollsten vier Games ausdrücken zu können. Doch seht selbst:

Hier die Gamenews als Video:

Platz 4: Star Wars 1313

Den Anfang macht ein neues Star Wars Spiel, welches vielleicht der erste Titel ist, der für die neue Generation der Spielkonsolen erscheinen wird. Grafikpracht und Inszenierung der ersten Gameplayszenen machen nämlich relativ deutlich, dass so ein Spektakel auf ner ollen 360 nicht mehr machbar sein wird. Spielerisch erinnert das Dargebotene doch schon sehr stark an Uncharted, was nicht unbedingt schlimm ist, da die Uncharted-Reihe für viele als einer der besten Franchises der letzten 10 Jahre gilt. Trotzdem ist das spielerisch erst mal ein bisschen fade, doch genug Zeit bleibt ja nun noch, um etwas Eigenständiges zu entwickeln. Und Hey, es ist STAR WARS.

Platz 3: Persona 4 Golden

So ein wahnsinniges Highlight ist die Tatsache, dass eines der erfolgreichsten japanischen Rollenspiele nun auch für die Vita umgesetzt wird nun nicht, doch hört man es gerne, wenn die ja schon irgendwie bei der Geburt angeschlagene Vita ein wenig neues Futter bekommt.  Die Entwickler von Atlus schicken in den Persona Spielen eine Gruppe High School Schüler in einen dualen Spielablauf. Tagsüber hat man die Gelegenheit den Schulalltag zu meistern, Freunde zu treffen und sich um sonstige einfältige Teenagerproblematiken zu kümmern. Nachts stehen  die selben nasebohrenden Jünglinge dann auf einmal in einem Paralleluniversum einer Übermacht an fiesen Dämonen entgegen. Das Alles ist unglaublich ausgewogen miteinander verzahnt und fühlt sich trotz bekannter Spielmechanismen frisch an. Auch auf der Vita wieder Pflicht für jeden Rollenspielfan.

Platz 2: The Unfinished Swan

Wir stehen im Nichts, das Einzige was wir entdecken können sind gelbe Spuren eines Schwanes auf einer weißen Fläche. Erst wenn wir unsere ersten schwarzen Farbbeutel werfen, entsteht eine wahrnehmbare Räumlichkeit an der wir uns orientieren können. The Unfinished Swan ist wie ein zu Entdeckendes Gemälde, welches sich langsam unter unserer Führung entfaltet und eine recht ungewöhnliche Form des Entdeckens in Videospielen zelebriert. Denn die komplette Welt wird man hier nie sehen können, ist die Anzahl der Farbbeutel, die man führt doch sehr begrenzt. Mal wieder PS3 exklusiv wird hier ein Spiel entwickelt, welches sich Abseits des Technikfortschritts bewegt und in der Flut an Highclasstiteln der E3 nicht vergessen werden darf.

Platz 1: Watch Dogs

Doch mein absolutes Highlight dieser E3 war einer dieser Highclasstitel, oder auch Triple A, wie man so sagt. Ubisoft kreiert in Watch Dogs eine nachvollziehbare Zukunftsvision, in der endgültig irgendwie alles digitalisiert scheint und der Spieler einen Hacker Schrägstrich Aufragskiller spielt, welcher in der ersten gezeigten Gameplaydemo in einem Nachtclub Schrägstrich Ausstellung einen bekannten Künstler mit allerhand Technikgadgets und Vitamin B zur Strecke bringen muss. Diese ca. 10 Minuten sind so wahnsinnig lässig und stimmig inzensiert, dass einem als Spieler nur ein Gedanke in den Kopf schießt: “Was wäre, wenn das ganze Spiel in dieser freien Struktur ablaufen könnte?.” Ubisoft beweist hier mal wieder absolute Stilsicherheit und ohne positiv rassistisch zu wirken, bekommen sowas meiner Meinung nach momentan nur kreative Franzosen hin. Und der Multiplayerhinweis am Ende der Präsentation wirft auch noch mal ein völlig neues Licht auf den Titel, wird es doch gegebenenfalls möglich sein, dieses Vergnügen organisiert kooperativ spielen zu können. DAMN!

Und zu guter Letzt noch mein Talk mit Maurice im Studio: