Heutzutage ist doch neue Musik relativ. Was für den einen der heißeste Scheiß ist, wäre für den anderen ein Schlager und “sowas von 2006″. Das riesige Musikuniversum ist wie eine Schachtel Pralinen und manchmal sind diese  wie eine Packung “Mon Cheries”: irgendwann geschenkt bekommen, nach Monaten im Süßigkeitenschrank wieder gefunden und sich gedacht: “hey, eigentlich ganz lecker”. So ist es mit den folgenden Bands, alle 3 hörenswert und unterschiedlichster Konsitenz.

Zu aller erst das Trio PVT. Eine Kombo, die sich bereits 1999 zusammengefunden hat. Doch auf keinen Fall eine Band von gestern. Der Sound klingt verdammt nach einem modernen Evergreen. Ihr Ursprung liegt irgendwo zwischen Sydney und London. Ihren ursprünglichen Namen “Pivot” mussten sie aufgrund eines Namensstreits mit einer amerikanischen Band ändern. Da entschlossen sich die Instrumentalisten 2010 gegen die Vokale in Ihrem Bandnamen. Musikalisch bewegen sie sich zwischen Postrock und Elektro. Eine Interessante Kombination, die ihnen den Support der Tour von Gotye durch Australien einbrachte. Vielleicht dürfen wir bald sie auch in Europa begrüßen. Auf jeden Fall ein Tipp für graue Winterabende, der Song “Shiver”:

Pretty Mery K beheimatet sich irgendwo zwischen Berlin, Hamburg und Dresden. Kaum hörbar, aber dass wir ab heute unsere regionalen Vorurteile ablegen, haben Maurice und Ich in unserer Live-Schalte ein für alle Mal festgelegt. Wie dem auch sei: Pretty Mery K fügt sich sympathisch in meine Vorstellung von melancholisch angehauchtem, träumerischem Pop-Song. Dass ein bisschen verrückt sein auch dazu gehört, präsentieren sie in Ihrem Musikvideo zu “Mery in Wonderland”:

Torpus & The Art Directors bietet ein Ensemble, das wohl alle Folk-Fan-Herzen höher schlagen lässt. Ein Mix aus Folk-Pop und Country, eine einprägende Stimme, Chorgesang und scheinbar ein halbes Orchester verkörpern die 5 sympathischen Musikanten. Einst aus dem hohem Nordfriesland, später nach Hamburg gezogen verbündeten sich Torpus mit dem Hamburger Label schlechthin: ” Grand Hotel van Cleef”. Die Erfolgsgeschichte ist erst an Ihrem Anfang, das ist deutlich zu hören und zu spüren. Neben Festivalauftritten in diesem Sommer spielt die Band bereits jetzt eine umfangreiche Tour. Vielleicht auch in euerer Nähe. Leute geht hin, sonst bereut ihr es womöglich!

Die nächsten Termine sind folgende:

  • 30.01. Düsseldorf, Forum Freies Theater
  • 31.01. Osnabrück, Kleine Freiheit
  • 01.02. Essen, Zeche Carl
  • 02.02. Köln, Stereo Wonderland
  • 03.02. Frankfurt, Ponyhof
  • 05.02. Saarbrücken, Garage (Kleiner Klub)
  • 06.02. Karlsruhe, Jubez
  • 07.02. Nürnberg, Club Stereo
  • 08.02. Halle, Objekt5
  • 09.02. Erfurt, Museumskeller
  • 11.02. Jena, Café Wagner
  • 12.02. Leipzig, Kö
  • 13.02. Hannover, Lux
  • 14.02. Bremen, Tower
  • 15.02. Hamburg, Molotow
  • 16.02. Leck, Leckhuus

Hier mal was auf die Ohren und für die Augen :