Leute Leute, was ist da los? Schnee im Oktober fühlt sich ganz schön ungemütlich an. Vor allem für einen Festivalverrückten wie ich es bin scheint es gar unverständlich, wie schnell uns doch der Sommer abhanden kommen konnte.  Und dieser Herbst wird mit aller Kraft von dem heranschreitenden Winter unter Druck gesetzt.

Warum reden wir über das Wetter? Vielleicht weil das Wetter auch unsere musikalischen Favoriten beeinflussten. Dann erscheint auch die Wetterthematik auch gar nicht mehr so banal.

Um das an einem Beispiel vorzuführen behaupte ich einfach mal es gibt unterschiedliche Herbsttypen. Der erste Typ ist derjenige, der den ganzen Frühling auf den ersten warmen Tag des Jahres wartet und in den Keller zu rennen, sein Fahrrad aufzupumpen und schnell in den Park heraus zu radeln. Einer der den ganzen Sommer sich ein Vorrat aus warmen Erinnerungen angesammelt hat um die kalte Winterzeit zu überleben.

Dieses Feeling verbinde ich mit der Band „Abby“. Eine Combo, die mir eben dieses Festival-Feeling vermittelt. Passend zur untergehenden Abendsonne. Starke Beats, eine Stimme die einen erst zum Wippen und dann zum Springen animiert und nicht zu vergessen dieser internationale Klang. Kaum zu glauben, dass diese Jungs aus Mannheim kommen. Nicht zu poppig und doch geht es sehr gut ins Ohr. Nur leider hört man von dieser Band immer nur partiell Neuigkeiten. Anfang 2011 Veröffentlichten sie ihre EP „Welcome Home“ . Es folgt eine Tour und dann… Stille….Die Infos auf deren Homepage verschinden und man findet kaum noch Infos auf der eigenen Internetrepräsentanz der Band. Dann plötzlich wieder neue Termine für 2012. Einige Festivals, ein neuer Song wird im Player veröffentlich und dann. . . wieder nichts. Nicht desto trotz ist diese Band absoluter Tip für alle Sommerfiebrigen, ich hoffe auf jeden Fall, dass man in Zukunft mehr von dieser Band zu Gesicht bekommt.

Markater Song ist die  Indie-Hymne „Evelyn“.  Ein Song  der einen nach dem ersten Höreindruck für den Rest des Tages nicht mehr verlässt. In dem unten stehenden Link darf man sich selbst mal  interaktiv an dem Song auslassen. Auf jeden Fall ein Blick wert!

Hier geht es zum interaktiven Song – Klick

Manche Herbsttypen sind da ganz anders. Sie verkriechen sich lieber in Ihr Bett, gehen nur für das nötigste aus dem Haus, versuchen komplett Realitätsflucht zu betreiben und Lesen lieber oder machen sich ein Hörbuch an. In dem Fall empfehle ich die wunderbare Band Neerstöm, an deren Spitze der Singer/ Songwriter Robert Heller aus Hannover steht.

Neerström haben viel zu erzählen. Es sind vor allem Geschichten, bei denen man gerne zuhört verpackt in Melodie und begleitet von Instrumenten.  Man muss nicht jeden erwähnten Insider in seinen Songs verstehen um Sympathie für das Gehörte zu entwickeln.

Auf OMAHA Records, dem Hauslabel von keinem geringerem als Gisbert zu Knyphausen, veröffetnlichte Neerström bereits einige Tonträger, von denen jeder einzelne Einzigartige Athmosphäre schafft.

Wer in diese Atmosphäre eintauchen möchte darf sich die bisherigen Veröffentlichungen hier zu Gemüte führen.

Im Frühjahr 2013 geht Neerström auf Tour. Also Augen und Ohren auf!

Zu guter letzt gibt’s andere Sorgen als sich nur über das Wetter den Kopf zu zerbrechen und sich von irgendwelchen Treibgasen, Ozonlöchern und dem ganzen Kram von dem man eh kaum was versteht die Laune kaputt machen zu lassen. Genau diese Einstellung vertritt Herbsttyp Drei. Diesem ist es egal ob es regnet oder schneit. Seine lockere Art ist ansteckend und es das ist meistens derjenige, der das Gesprächsthema sofort umlenkt sobald es aufs Wetter wechselt. Mit dieser lockeren Atmosphäre assoziere ich den folgenden Act: It’s a musical ist ein Duo bestehend auf der einen Seite aus Ella Blixt. Eine unglaublich sympatische Person sowohl auf der Bühne als bei Gesprächen beim Merchandise-Verkauf. Auf der anderen Seite sitzt der überbegabte Schlagzeuger Robert Kretzschmar. Diese Beiden kombinieren Ihre Instrumente und Stimmen und schaffen daraus einen eigenen Klang, der sich einerseits definiert und statitisch anhört, jedoch gleichzeitig eine Leichtigkeit und gewisse kindliche Athmosphäre vermittelt. Die Lyrics sind selbsironisch und beschreiben die Auffassung eines eines eingefleichten Wetter-Thematik-Verweigerers nur zu gut.

Eine Band die nicht zufällig beim dem Berliner Musiclabel Morr Music die letzten zwei Alben veröffentlich hat.

Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, der muss unbedingt diese beiden Videos anschauen:

Mein Persöhnlicher Lieblingstrack:
“Music makes me sick”

„Ball of Joy“ –

So, genug übers Wetter geplaudert, es gibt nun auch wichtigere Sachen. Stimmen wir uns doch gemeinsam mit diesen 3 musikalischen Pralinen auf die kommende Jahreszeit ein!