“Nothing Arrived” ist das Portrait eines Mannes, der sehr deutlich in seinem Alltag gefangen ist. Mit dieser voller minimalistischer Traurigkeit ausgestatteten Geschichte befördert sich die irische Band “Villagers” diese Woche auf den begehrten Pop10-Thron und macht die Zivilisationsfabel zu einem der besten Videos dieses noch so jungen Jahres. 

“Ein Tag im Leben des Terrence Bliss” steht am Anfang eines melancholisch traurigen Videos, dass uns einen Mann vorstellt, der ein düsteres und extrem langweiliges Leben führt. Seine Mitmenschen scheinen ihn zu ignorieren und er gibt sich seinem tristen Bürojob hin, welcher ihm weder Erleuchtung, noch Bestrafung geben kann.

Relativ unvermittelt steht Villagers-Mastermind Connor O’Brien bei diesem Tagesportrait in der Szenerie des Bildes und singt der Kamera einen Text entgegen, der vor Ausweglosigkeit nur so strotzt und durch seine Anwesenheit eine emotionale Brücke von Distanz zu Involvierung schlägt. Und obwohl der Lottogewinn als westlich-kapitalistisches Glücksgefühl doch kaum zu übertreffen ist, kommt im Endeffekt nichts von der Welt da draußen, sondern nur aus einem selbst. Enjoy.

Bei detektor.fm erklärt Pop10-Moderator Maurice was “Nothing Arrived” so treffend traurig wirken lässt.

Band: Villagers
Song: Nothing Arrived
Album: {Awayland}
Regie: Nicolas Booth
Was sieht man: Herzerwärmende Geschichte um einen zurückgelassenen Lottospieler.