Das Märchen des Seidentuchs als Video der Woche, erzählt von Sizarr in dieser ersten Post-Berlin-Festival-Woche im Musikvideo zu “Purple Fried”.

Das Land der aufgehenden Sonne steht in diesem stilvollen Video von Sizarr ganz eindeutig Pate.

Japanische Symbole, wie den Hara Kiri ausübenden Samurai, die Liebe zwischen einem Weißen und einer Japanerin und eine Geisha, die ihren letzten Lebenshauch genießt kommen einem als Zuschauer doch irgendwie bekannt vor. Die Geschichten dieser sichtlich gepeinigten Gestalten werden sanft und rührseelig gezeigt. “Erzählt” wäre hier als Vokabel schon zu hochgegriffen, ist das Video doch so langsam und eindringlich, dass eine Geschichte im herkömmlichen Sinn nicht entfaltet wird.

Bei Detektor.FM berichtet Pop10 Moderator Maurice über das Musikvideo von Sizarr.
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Dennoch wirkt vor allem das Spiel mit den Seidentüchern experimentell und beeindruckend, denn manchmal stellen diese einen Vorhang da, ein ander Mal sich seinen Weg bahnendes Blut. Sizarrs melancholisches Video der Woche ist sehr künstlich, greift Elemente auf, die irgendwie nie alt werden und ist was für die Leute, die einen Eastern auch in den kampflosen Szenen noch genießen können.