Es kann nur ein Video geben! Zumindest bei dieser Rubrik: Dem Video der Woche. Hurra! Diese Woche geht es um eine mittelmäßige Eiskunstläuferin, die sich auf Umwegen über einen Jahrmarkt dann doch wieder ihrem Ableben stellen muss. So oder so ähnlich. Grizzly Bear’s “Yet Again” kann so einiges.

Und hier verrät uns Maurice bei detektor.FM erst mal , was “Yet Again” seiner geschätzten Meinung nach auszeichnet.

Eine junge Eiskunstläuferin stürzt und fällt durch das Eis in einen See. Damit wäre eine DER Fragen der Menschheitsgeschichte schon mal beanwortet. Was ist unter dem verdammten Eis? Von dort aus führt sie ihr Weg über einen typischen amerikanischen Jahrmarkt, vorbei an ein paar bedächtigen Holzfällern im Wald über eine Vorstadt bis in ein Jugendzimmer. Schon fast geistigerhaft bewegt sich dieses Mädchen durch die verschiedenen Szenarien und es scheint als würde sie post mortem bedeutende Momente und Erinnerungen ihres Lebens durchlaufen. Fast zufällig und nicht besonders Aufregend sind diese komischerweise ausgewählt, doch nimmt das menschliche Gehirn ja bekanntlich auch die profansten Dinge auf und wertet sie im Unterbewusstsein zu Etwas wesentlich Bedeutsameren, als es im ersten Augenblick scheint.

Der Look von “Yet Again” ist überwiegend von langen Zeitlupen und einer dauerhaften Blaufärbung der Bilder geprägt, die das Video düster und irgendwie abschließend wirken lassen. Emily Kai Bock ist hier mal wieder ein sinnliches Video gelungen, welches auch über die Endlichkeit der Jugend philosophiert und den Zuschauer auf magische Weise in seinen Bann zieht.

Band: Grizzly Bear
Song: Yet again
Album: Shields
Regie: Emily Kai Bock
Was sieht man? Von der Eiskunsthallte über den Jahrmarkt zurück ins Kinderzimmer.