Ein Video der Woche oder sogar vielleicht DAS Video des Jahres? Ein  atmosphärisch absolut durchdachtes und geniales Video trägt diese Woche den ersteren dieser beiden Titel in jedem Fall. Und wenn da nicht die nächsten Monate noch ein absoluter Spielverderber auftaucht ist auch hier der zweite Titel nur eine Frage der Zeit für Grimes “Oblivion”.

Maurice, Musikvideoliebhaber seit Menschheitsgedenken erklärt bei detektor.FM warum “Oblivion” nicht nur ein aus einem Trip in das Stadion entstandenes Video ist, sondern Nachwirkung und eine sehr spezielle Aura hat.

Rein Objektiv betrachtet ist das Video zu “Oblivion” von der Newcomerin des Jahres Emily Kai Bock nur ein Ausflug mit Grimes aka Claire Boucher zu einem Canadian Football-Spiel. Dabei ist dieses Video aber auf emotionaler Basis doch so viel mehr. Nicht nur ist Grimes eine der laszivsten und tranceartigsten Schönheiten der modernen Popkultur, sondern wird hier eine beiläufige Natürlichheit und Authentizität ausgestrahlt, die wie die Faust aufs Auge zum loopigen Track passt. Der Kontrast dieser testosterondominierten Welt des Sports und der sanften Stimme Claire Bouchers schafft eine Atmosphäre, die einfach einen unverkennbaren Sog hat. Diese Faszination ist schwer zu beschreiben und wohl nicht universell übertragbar, doch beweist “Oblivion” einmal mehr, dass ein Musikvideo keine großen Geschichten erzählen muss um zu überzeugen. Die Perfektion dieser Kunstform liegt nämlich schon immer in der Kombination von Bild und Ton. Und an dieser Stelle ist Grimes ein absolut besonderes Vorzeigebeispiel.