Einer muss immer heraus stechen, ohne diese Grundregel wäre auch unsere wöchentliche Musikvideoauswahl langweilig. In dieser Woche wälzen wir uns mit den junggebliebenen Altmeistern von Dinosaur Jr. in der Ästhetik der 90er Jahre und endlich mal wieder simpleren, dafür aber umso stärkeren Themen.

Warum sich Maurice an eine bessere Zeit erinnert fühlt, erklärt er bei detektor.FM

Den Alternativrock und die Grungezeit der 90′s haben Dinosaur Jr. zusammen mit Bands wie den Smashing Pumpkins, Sonic Youth oder auch Nirvana maßgeblich beeinflusst. Ihr dreckiger Garagensound um Liebe, Jugend, Melancholie und nachhaltigem Rebellentum ist so greifbar wie zu ihren Anfangszeiten, obwohl die Herren um J Mascis doch sichtlich gealtert sind.

Das Video zu “Watch The Corners” passt perfekt zu dieser Einschätzung, fühlt es sich doch nicht dazu berufen, die Welt des storybasierten Musikvideos zu revolutionieren, sondern lediglich eine glaubwürdige Geschichte zu erzählen. Und das ist es, was den Videos von 2012 oft fehlt. Identifikation und das Gefühl, etwas wirklich zu Ende gucken zu wollen. “Watch The Corners” hat traurige, wie hoffnungsvolle Elemente und erinnert stilistisch sehr an den Film “Hesher” (2010).

Die fähigen Leute von Funny or Die sind für unser Video der Woche verantwortlich und zeigen, wie man zum Song passende Geschichten perfekt und unaufgeregt erzählt. Und um einmal so in einem Supermarkt randalieren zu dürfen, wünscht man sich doch schon fast eine pubertierende Tochter. Doch seht selbst: