Johnosi - My Big Love!

Johnosi - My Big Love!

Jedes Kind braucht seine Helden! Und endlich habe auch ich meine ganz persönlichen gefunden: John Engelbert und Oskar Bonde von Johnossi!

Für mich hat das Meltfestival am Freitag einen Kracher nach dem anderen auf die Bühne geballert: Bonaparte, die Shout Out Louds, The XX, den Two Door Cinema Club und und und. Am Samstag war das Programm nicht ganz so straff und so richtig verliebt habe ich mich an diesem Tag nur in die Friendly Fires. Die abgefahrene Show des VJs Chris Cunningham hat eine neue Ebene in meinem Gehirn aufgezogen, die ich so bald nicht mehr betreten möchte und das Konzert von Hercules & Love Affair war gut, aber nicht so ganz mein Geschmack.

Chris Cunningham? Nee, also der ist nichts für mich!

So aufregend wie der Freitag ist der Samstag für mich letztendlich nicht gewesen und als mir dann am Sonntagmorgen in unserer Pension ein Ohrwurm von Andrea Berg ins Hirn geblasen wurde, sehnte ich mich nach einer musikalischen Rettung! Und diese kam, gewaltig, überwältigend, direkt aus Stockholm!

Hört man ihre Musik mit geschlossenen Augen, kann man im ersten Moment nur schwer erahnen, wie viele Leute da denn jetzt unter dem Namen Johnossi musizieren. Der Sound ihrer Musik ist so heftig, dass man mindestens 4 Leute erwartet. Macht man dann die Augen auf, sieht man nur 2 Persönchen, die einfach alles geben! John Engelbert beherrscht die Gitarre, wie jeder Mensch das Luftholen und während er mit den Fingern atmet, verzaubert er das Publikum mit seiner Stimme. Der Mann hat es einfach drauf! Und auch Oskar Bonde, Schlagzeuger der Band,weiß was er macht und man kann einfach nur staunen, wenn der Mann an seinem Instrument so richtig loslegt!

Johnossi live? Das ist so toll wie Eis im Sommer!

Ja, ich bin hin und weg, denn ich habe sie vor wenigen Stunden live gesehen, aus 2 Meter Entfernung!

Das Besondere auf dem Melt! für mich ist ja, dass ich zu ersten Mal auf einem Festival mit einem Presseausweis um der Brust unterwegs bin. In der Theorie heißt das, dass ich nicht zum Spaß hier bin, aber in der Praxis bedeutet das, dass ich bei den Konzerten noch VOR der ersten Reihe stehen darf! Grundsätzlich hätte ich diese Gelegenheit während des gesamten Wochenendes ausnutzen können, aber ich dachte mir, ich hebe mir dieses Gefühl, das beim In-Die-Pooren-Gucken-Könnens, für mein persönliches Highlight auf. Und somit stand ich also heute als Möchtegern-Fotografin zusammen mit meinem Blogkollegen Sven sowas von direkt vor der Bühne, direkter gings nicht mehr! Für euch klingt das sicher vollkommen übertrieben, aber ich fand das sehr sehr aufregend.

Zutritt nur mit spezial Band!

Sven und ich ganz ganz vorne

Sven und ich ganz ganz vorne

So geil wie es da vorne auch ist, man sollte sich nicht an diesen Luxus gewöhnen, denn nach 3 Liedern wird man als Fotograf wieder weggeschickt. Danach stand ich trotzdem noch fast ganz vorne und habe den Rest des Konzertes unter dem “Fußvolk” genossen :-). Nach knapp 50 Minuten oder so (ich habe nicht auf die Uhr geguckt) war es dann auch schon wieder vorbei. Aber auch wenn ich den Auftritt etwas kurz fand, bewerte ich ihn trotzdem mit der Note sehr gut! Obwohl sie nur zu zweit sind, können Johnossi tatsächlich unterhalten! Wenn er denn nicht an das Mikro gebunden ist, heizt John wie verrückt über die Bühne, sodass er schon nach Lied 3 sein T-Shirt öffnen muss!

John - Hemd offen!

John - Hemd offen!

Oskar gibt selbstverständlich auch alles, aber zum Öffnen seines Shirts hat er keine Zeit. Während John die Gitarre wechselt, sorgt er dafür, dass die Musik nicht verschwindet. Nickt John mit dem Kopf, weiß er, was zu tun ist: in die Bretter hauen! Die beiden harmonieren wie Hanni und Nanni und machen Lust auf mehr!

Das neuste Album Mavericks ist hoffentlich nicht das Letzte, dass uns diese beiden Schweden geschenkt haben!