Fünf Jahre saßen die Entwickler aus dem Hause BioWare an Mass Effect Andromeda. Wir haben für euch das Spiel unter die Lupe genommen. Ob das Spiel am Erfolg der vorgänger anknüpfen kann, erfahrt ihr im Test.

Es war einmal in der Milchstraße…

Mass Effect ist ein Synonym für Story Granate, Mass Effect Andromeda ändert das jedoch etwas. Wir verlassen die Milchstraße und bewegen uns in die weit entfernte Andromeda Galaxie um vor dem Krieg zu fliehen. Als Pathfinder ist es nun unsere Aufgabe verschiedene Planeten zu erkunden und mögliche neue Heimaten zu erschließen. Schnell merken wir jedoch, dass wir keine gern gesehenen Gäste sind und treffen auf die feindselige Alienrasse Ketts. Grundlegend dreht sich die komplette Story um genau diesen Kampf zwischen Pathfinder Ryder und seiner Crew gegen die Ketts. Leider ist der Einstieg und die erste Begegnung mit den Aliens sehr holprig und zieht sich etwas. Nach und nach kommt die Story jedoch etwas in Fahrt, und man erfährt etwas mehr über die neue Galaxie und die neuen Feinde. Auf Dauer erfährt man jedoch keine Tiefgreifenden Details und die Informationen bleiben oft oberflächlich. Das hängt damit zusammen, dass wir uns in der Open World des Spiels sehr lang frei bewegen können und meist die kurzen Story Sequenzen in Vergessenheit geraten, wodurch sich die Nebenmissionen in den Vordergrund rücken. So kommt es nicht selten vor, dass man sich auf den Weg zu fremden Planeten macht und vor Lauter Nebenquests gar nicht mehr weißt wieso man überhaupt dort gelandet ist.

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Diese Nebenquests bestehen oft aus dem Scannen von Objekten, dem Überstehen verschiedener Kett Wellen, Sodoku Rätseln und noch mehr Objekt-Scans….an die wir immer wieder erinnert werden.
Um uns auf den riesigen Welten zu bewegen steht uns ein NoMad zur verfügung. Ein riesiges essenzielles Geländefahrzeug, dass mir persönlich einen heiden Spaß bereitete als ich von Standort zu Standort gefahren bin. Mit dem Siegen in verschiedenen Kämpfen und dem Beenden der aufgetragenen Missionen, kann man Erfahrungspunkte sammeln, die man im Skilltree in neue Fertigkeiten umsetzen kann. Wenn man ihn denn versteh, denn beim ersten Betrachten wirkt der Skilltree sehr abstrakt und viel zu kompliziert. Es dauert erstmal ein wenig um sich in ihn hineinzuarbeiten. Doch Grundsätzlich gilt, dass man Kampf, Biotic und Technik in diversen Varianten verbessern kann.

Mass Effect und seine vielen Gesichter

Bereits vor dem Release stand Mass Effect Andromeda in der Kritik, da die Animationen nicht wirklich ausgereift waren. Anfangs fällt das nicht direkt auf, doch wenn man es mit längeren Dialogen zu tun hat, wirken die Gesichter des Gesprächspartners sehr hölzern.
Mit dem Patch 1.05 hat Bioware aber recht schnell gehandelt. Die Charaktere haben ein paar Schatten dazubekommen, die Augen wurden verkleinert, und schon sehen die Animationen gar nicht mal so schlecht aus und erinnern nun an Lebewesen.

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Andromeda ist schon fast wie eine Achterbahnfahrt. Das Spiel hat so einige Macken, so kommt es schonmal vor, dass ich sterbe, aber irgendwie immernoch steuern kann, oder dass ich zwischen Steinen festhänge und nicht weg komm. Die Open World ist abgegrenzt und wir können nichtmal schwimmen..
Aber die Action Passagen, wenn wir gegen die Ketts kämpfen sind super und unterhaltsam. Auch die Dialoge sind interessant, da man, wie üblich in Mass Effect verschiedene Beziehungen aufbauen kann und damit mehr über die persönlichen Geschichten der Crew erfährt.

Fazit

Mass Effect Andromeda ist kein vierter Teil der Action-Reihe- und so sollte man es auch betrachten. Viel eher ist es ein ganz eigener Titel mit ganz anderen Spielelementen. Kein Shepard, Keine Milchstraße, dafür ganz viele Open World Elemente. Eigl ungewohnt für die Mass Effect Reihe und ganz funktionieren tut es auch noch nicht. Ein schlechtes Spiel ist es jedoch definitiv nicht. Ganz im Gegenteil Andromeda ist ein gutes Action RPG, dass jedoch im Schatten der Vorgänger steht.