Spulen wir mal kurz zurück. Im Sommer 2013 kursierte plötzlich ein Name im Mittelfeld der deutschen Festival Line-Ups: Left Boy.

Insider waren sofort Feuer und Flamme und die Frage nach diesem “Left Boy” wurde neumalklug mit einem “Kennst du den etwa nicht?” beantwortet.
Den neuen Hype-Rapper nicht zu kennen war im Sommer aber noch keine Schande, doch langsam sollte der geborene Wiener auch in den Ohren der Fans ankommen.
Natürlich ist die zweite Single “Get It Right” vom Debut Album weder der einzige Track den man kennen könnte (Mit “Black Dress” erschien bereits im Januar 2013 eine erste Single) noch der erste Schritt von Ferdinand Sarnitz, so Left Boys bürgerlicher Name, in der Öffentlichkeit. Dennoch kommt der Durchbruch jetzt erst.

In diesen Tagen erscheint Left Boys langerwartetes und immer wieder verschobenes Debüt-Album “Permanent Midnight”.
Noch im Oktober postetet Left Boy, der leidenschaftlicher Eminem Fan ist, das er sein Album und die kommende Tour ins neue Jahr verschieben muss.

Das neue Jahr ist da und es ist endlich soweit. “Permanent Midnight” erscheint am 31. Januar und könnte den Weg für den Österreicher in den HipHop-Olymp ebnen.

Eine gewisse Abgefreaktheit zeichnet diesen Left Boy aus.
Und ja das Wort “diesen” trifft Left ganz gut, denn Left Boy ist fast schon eine Kunstfigur.

Nimmt man den Freakfaktor und paart das Ganze mit seinem unerfüllbaren Wunsch ein echter amerikanischer Rapper zu sein, kommt man auf den Left Boy Stil. Left Boy ist der amerikanischste Wohlstandsrapper Europas zur Zeit.
Diese Wannabe Mischung lässt viele anfangs denken er sei ein arroganter Pinsel, der es vorzieht nur auf englisch Interviews zu führen. Lässt man sich vom neuen Video zum Song “Security Check” verzaubern, versteht man die Kunstfigur Left Boy und wird schnell Fan. So ging es mir und ich hoffe es geht dir genauso.