Wir fahren über die schneeverwehte Bundesstraße, den Blick gebannt auf die Uhr gerichtet und natürlich sind wir wie immer etwas zu spät dran. Menschenleere Dörfer ziehen an uns vorbei, bis wir endlich Erfurt vor uns sehen. Was uns an einem Montagabend nach Erfurt treibt?

Wir sind auf dem Weg zu einem Wohnzimmerkonzert des französichen Rappers Syrano. Dieser sollte den Pop10-Zuschauern schon ein Begriff sein: 2012 zeichneten wir das von Tor5-organisierte Dachbodenkonzert in Magdeburg auf:

Der sympathische Franzose vermischt in seiner Musik Einflüsse aus aller Welt, die er auf zahlreichen Reisen gesammelt hat. Hieraus ergibt sich eine beeindruckende Bandbreite an Melodien – von melancholisch-träumerisch bis hin zu tanzbaren Stücken. Und mit genau dieser Musik begeisterte er gemeinsam mit seiner Band auch die knapp 30 Leute, die sich im kleinen Wohnzimmer versammelt hatten:

Es ist immer wieder ein überwältigendes Gefühl, Künstler zu beobachten, die Spaß an ihrer Musik haben. Diesen Spaß und Enthusiasmus, den Syrano und seine Bandmitglieder an den Tag legten, aus allernächster Nähe mitbekommen zu können, macht wahrscheinlich die unglaubliche Faszination von Wohnzimmerkonzerten aus.

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“I never played in a Wohnzimmer” ließ Syrano am Anfang des Konzertes verlauten, um am Ende das Fazit zu ziehen: “We liked that, I think we will do it more often!”. Er bedankte sich, für ihn typisch, persönlich mit Kopfkuss bei jedem Zuhörer für den Abend.

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Wer Syrano heute noch live in Berlin erleben will, der sollte sich im Badehaus Szimpla Musiksalon einfinden.

In Magdeburg wird Syrano am Donnerstag im Restaurant Fürstenwall ein ganz besonderes Konzert geben: Syrano „Les cités d’émeraude“… KinoKONZERT.

Video: Samuel Walter
Fotos: Sebastian Weise