Diese Band dürfte an Liebhabern deutscher Indiemusik auf keinen Fall vorbeigegangen sein. Mit ihren flächigen Gitarren und Texten über den oft müden und grauen Alltag treffen sie den Nerv ihrer Fans und finden deutschlandweit Zustimmung der Musikkritiker. Doch vor allem ihre natürliche Art ohne irgendein aufgesetztes Image weckt die meisten Sympathien bei den Zuhörern. Davon durften wir uns bei pop10 auch mal live und in Farbe im persönlichen Gespräch mit Sänger Deniz und Bassist Paul überzeugen.

Die 4 Hamburger brauchen keine ausgeklügelten Arrangements oder  aufwendig produzierte Synthesizer. Sie singen über Situationen, in denen wohl jeder von uns schon das eine oder andere Mal gewesen sein muss. Sie wirken eben wie die Jungs um die Ecke, die sich in Ihrem Hauskeller am Abend treffen, ein Bierchen zischen und dabei auf Ihren Gitarren schrammeln. Wenn Herrenmagazin auf der Bühne steht, fühlt man sich persönlich angesprochen. Dabei ist den Jungs anscheinend gar nicht bewusst, wie viele Menschen sie in diesem Moment erreichen. Herrenmagazin setzten auf Nähe zum Publikum, anstatt auf ein hartes Rockstarimage. Würde auch gar nicht passen. Auf jeden Fall sympathisch.

Nun sind sie mittlerweile bei Ihrem dritten Studioalbum angelangt, das den Titel “Das Ergebnis wäre stille” trägt. Der Titel des Albums sei aus reinem Zufall bei den Demoaufnahmen enstanden, als die Fehlermeldung auftauchte: “Wollen sie das wirklich ausführen? Das Ergebnis wäre Stille.” So sind sich die Jungs auch während des Interviews nicht zu schade ihre eigene Musik mit Humor zu nehmen. Sänger Deniz urteilt im Vergleich zu den letzten zwei Platten sei im kommenden Album “die Grundstimmung der Texte die selbe – Hauptsache negativ.”

Wer sich selbst ein Bild davon machen will, der sollte ab dem 1.3 das neue Album an den Plattenhändler oder Onlineladen seines Vertrauens wenden. Ab April spielt die Band breit verteilt im ganzen Bundesgebiet unter anderem auch als Support für Bosse.