Okay, letztes Mal als ich gesagt habe ich mach es kurz habe ich mein Versprechen nicht so wirklich gehalten, heute mache ich es aber besser. Wie zu erwarten war, begann natürlich am Samstag der große Ansturm und alle Bundesländer, die keine Ferien haben schickten ihre Krieger in die Schlacht um die Controller der Anspielspielstationen und die Stühle in der Vorführräumen. Da wir Pazifisten sind und nur an der Konsole töten hielten wir uns etwas abseits der Schlacht und wählten die Spiele die wir antesten wollten heute etwas sorgfältiger aus und konzentrierten uns darauf, Impressionen der Gamescom festzuhalten, die ihr am kommenden Dienstag bei Pop10-Live anschauen könnt. Desweiteren haben wir den Multiplayer von „Halo: Reach“ gespielt und „Playstation Move“ ausprobiert.

Der Multiplayer von „Halo: Reach“ dürfte ja so manchem Spieler schon bekannt sein die in den Genuss von „Halo 3: ODST“ kamen. Dem Spiel lag nämlich besagter Code bei mit dem man die Multiplayer-BETA von Reach freischalten konnte. Diese war mit auf der Disc von ODST enthalten und wurde am 3. Mai für alle Spieler zugänglich. Spielbar war der Modus „Headhunter“, bei dem ihr Schädel sammeln müsst, die besiegte Spieler fallen lassen, ein Modus bei dem einen Ball möglichst lange mit euch herumtragen müsst während euch alle Spieler jagen und ihr nicht schießen könnt und Team-Deathmatch. Bungie hat bei Halo: Reach nicht nur eine Menge neue Karten wie zum Beispiel „Slayer“, die ein wenig an „Highground“ aus „Halo 3“ erinnerte, sondern legte auch Maps aus dem zweiten Teil von Halo komplett neu auf. „Ivory Tower“ und „Midship“ erhalten nun mit „Reflection“ und „Zealot“ ein Revival. Spielerisch hat sich seit dem letzten Teil einiges geändert. Ihr könnt nun zwischen verschiedenen Fähigkeiten wählen, mit denen ihr euren Gegnern auf die Pelle rücken könnt. So gibt es eine Sprintfähigkeit, ein Schild dass euch vor Schaden schützt, mit dem ihr euch aber auch nicht bewegen könnt, ein Jetpack und eine Tarnfähigkeit. Die neuen Fähigkeiten sind wirklich gut gelungen und geben dem Spiel eine ganz neue, taktische Note. Je nach Map, Spielsituation und Spielmodus kann die Wahl der richtigen Fähigkeit spielentscheidend sein. Besonders viel Spaß hat uns der Hunter-Modus gemacht, indem es kein Schild gibt und das Spiel viel schneller abläuft. Ein guter Treffer kann hier bereits den Tod bedeuten und die typischen langen Duelle zwischen 2 Spielern bei denen am Ende der Dritte absahnt, der sich am Ende beide holt wenn ihr Energieschild niedrig ist, gibt es hier nicht.

Schild-Fähigkeit von Halo: Reach

Weniger Geballer und mehr Bewegung gab es bei Playstation Move. Im Unterschied zu „Kinect“ wird allerdings nicht euer ganzer Körper erkannt sondern ihr habt eine „Eistüte“ in der Hand, wie sie von der Gaming-Community scherzhaft genannt wird. Sie besteht aus einem Griff mit einer leuchtenden Kugel oben drauf die in verschiedenen Farben leuchten kann. Am Griff sind sowohl ein Trigger als auch ein Knopf mit einem merkwürdigen Symbol drauf, dass den Hauptknopf des Controllers markiert. Die 4 Playstation Knöpfe findet ihr auch auf dem Controller, Start und Select Knopf sind auch vorhanden. Dazu gibt es einen zweiten Controller für die linke Hand, der genau wie der Nunchuk der Wii vornehmlich zum Bewegen der Spielfigur da ist.

Spielbar war unter anderem ein Sportspiel bei dem man ähnlich wie bei „Wii Sports“ in verschiedenen Disziplinen wie Schwertkampf oder dem wirklich fantastischen Beach Volleyball antreten kann. Beachvolleyball erinnert an den Gamecube Klassiker „Beach Strikers“ und kann von mehreren Spielern zusammen gespielt werden. Mit dem Move-Controller ahmt ihr die Volleyball-Bewegungen wie Pritschen oder Baggern nach und der Charakter läuft dabei selbstständig. Eine Anzeige zeigt euch wann ihr Zuschlagen müsst. In der Defensive könnt ihr am Netz blocken indem ihr die Arme hochreißt. Danach folgt eine SlowMo in der ihr die Hände in die richtige Richtung halten müsst um den Schmetterschlag anzuwehren. Das gleiche passiert wenn ein Ball neben euch aufkommt. Kurz bevor der Ball am Boden ist habt ihr die Möglichkeit zu hechten indem ihr die Arme in die richtige Richtung streckt.

Sehr amüsamt war auch „Hustle Kings“. Der Move-Ableger des Billiardspiels macht sehr viel Spaß und ist verblüffend präzise. Mit dem Move-Controller visiert ihr gekonnt Kugeln an und versenkt so mit etwas Übung die schwierigsten Stöße im Loch. Zusätzlich könnt ihr die weiße Kugel anschneiden und somit eure Weiße nach dem Stoß in die richtige Position für den nächsten Stoß bringen. Zusammen mit den Core-Titeln wie „Killzone 3“ und „SOCOM“, die ebenfalls Move-Unterstützung bieten, ist die Spielauswahl ist beim „Playstation Move“ auf jeden Fall zum Launch besser als beim X-Box Pendant. Wie sich das Angebot in der nächsten Zeit entwickelt, bleibt abzuwarten. Microsoft hat angekündigt, dass die ersten Spiele die die Technik von „Kinect“ voll ausnutzen, erst Anfang nächsten Jahres erscheinen.