Aller guten Dinge sind drei sagt man ja immer. Wir können das nur bestätigen, denn wie Patty in nächsten Blog erläutern war heute erstens der dritte Tag an dem wir mit Freibier gesegnet wurden und zweitens ist am dritten Tag genau wie im letzten Jahr die Abonnenten-Party der beiden IDG-Fachmagazine „Gamepro“ und „Gamestar“. Vor einem langen Abend mit Kölsch an der Bar, unheimlichen Gamer-Moves auf der Tanzfläche und vernuschelten aber interessanten Gesprächen mit den Redakteuren der Magazine haben wir uns aber auch schon auf der Gamescom lächerlich gemacht…

Da so gut wie alle von uns natürlich, wie es sich für Pop10-Redakteure gehört, extrem musikalisch sind und ohne Probleme eine Karriere als Rockstar beginnen könnten wenn wir harten Alkohol und Drogen vertragen würden, kamen wir einfach nicht an der Bühne von Rockband 3 vorbei. Der dritte Teil der Band-Simulators von EA und Harmonix kommt gleich mit zwei neuen Instrumenten und einem Pro-Modus für echte Rockstars. Es gibt nun sowohl ein Keyboard als auch eine neue Gitarre die erstmals 6 Saiten hat, die sogar durch Bünde getrennt werden. Das heißt also ihr habt auf dem Steg der Gitarre sechs Tasten pro Bund und könnt somit auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad im Pro-Modus das Lied komplett realistisch nachspielen.

EA kündigte auch einen Übungsmodus an indem ihr die Lieder lernen kann und dann theoretisch von der Rockband-Gitarre auf eine echte umsteigen könnt. Auch die Tracklist von Rockband 3 gibt wieder einiges her. Mit dabei sind diesmal unter anderem „Jane’s Addiction“ mit „Been Caught Stealing“, „Whitesnake“ mit „Here I Go Again“, „Queen“ mit „Bohemian Rhapsody“, „The Cure“ mit “Just like Heaven”, „Ozzy Osbourne” mit “Crazy Train” und “The Doors” mit “Break on Through”. Wir suchten uns für unserem Auftritt natürlich ein Lied aus, dass Anspruch und Hörgenuss miteinander vereint und spielten „Rock Lobster“ von „The B52’s“. Den Auftritt könnt ihr euch natürlich in voller Länge auf pop10.de im Videoplayer angucken. Zum neuen Keyboard kann man auch nur positives sagen. Die Pianospuren sind in verschieden Farbbereiche aufgeteilt die Abschnitte auf dem Keyboard von 5 oder mehr Tasten repräsentieren. Auf dem Highway der euch die Noten anzeigt, die ihr spielen müsst erkennt wir wann ihr eine Oktave tiefer oder höher rutschen müsst. Natürlich ist das Notenspektrum auf den leichten Schwierigkeitsgraden  noch auf einen Farbbereich beschränkt, stoßt ihr allerdings in höhere Sphären vor, müsst ihr euch schon dem ganzen Keyboard bewegen. Die Liedauswahl ist natürlich dem neuen Instrument angepasst und so könnt ihr auch mal das ein oder andere Pianosolo spielen. Alles im allem machte Rockband 3 also einen Super-Eindruck und hält auf jeden Fall mehr Neuerungen bereit als „Guitar Hero: Warriors of Rock“.

Desweiteren statteten wir auch der „Electronic Sports League“ einen Besuch ab. Von Donnerstag bis Sonntag finden den ganzen Tag über Turniere in „Quake“ und „Starcraft II“ statt und die berühmtesten Vertreter der Pro-Spieler-Gemeinschaft haben sich eingefunden um sich miteinander zu messen. Das ganze findet in einem speziell abgeteilten Bereich von Halle 9 statt die sowohl einige Stände mit Spielen wie „Crysis 2“ oder „Medal of Honour“ beherbergt als auch eine riesige Bühne über der eine ebenfalls riesige Leinwand hängt auf der die Spiele der beiden Turniere live gezeigt werden. Für Außenstehende ist es wahrscheinlich schwer zu verstehen wie sich hunderte von Leuten vor eine Leinwand quetschen um ein paar Leute Computerspiele spielen zu sehen aber wenn man die Jungs sieht, wie ihre Einheiten in Starcraft pro Minute gefühlte 500 Mal hin und her bewegen und gleichzeitig noch 20 Fahrzeuge bauen, aufleveln, forschen und die Map erkunden bleibt einem schonmal der Mund offen stehen. Das diese Form des Gaming nichts mehr mit Spaß und Geselligkeit zu tun hat ist natürlich klar. Hier handelt es sich um Leistungssport und die Athleten sehen auch vollkommen anders aus als man sich den typischen Gamenerd vorstellt. Hier sitzen keine fetten, hässlichen, käseweißen Jungs mit Manowar T-Shirt. Von oben bis unten mit Sponsoren-Logos sehen die Pro-Spieler der ESL eher wie Formel-1 Fahrer oder Skispringer aus. Da wird schonmal vor einem Interview nochmal kurz unterbrochen weil der PR-Manager vergessen hat seinem Schützling eine Roccat-Mütze aufzusetzen. Den Fame den Pro-Spieler in Japan haben, wo die besten Starcraft-Spieler schon fast zu Volkshelden erklärt werden und mehr verdienen als Fußballspieler, bekommen europäische Spieler zwar noch nicht, aber für die 300 Zuschauer die gebannt dem Turnier folgen und bei jedem Schachzug mitfiebern, werden bei ESL-Turnieren Helden gebohren.