„People look stupid when they cry.“ stellt Frank (Rainn Wilson) fest, als er sich weinend im Spiegel betrachtet. Nachdem seine Frau Sarah (Liv Tyler) mit dem Drogendealer Jacques (Kevin Bacon) durchbrennt, glaubt er eine göttliche Botschaft (im Original übrigens die Stimme von Rob Zombie) empfangen zu haben.

Als ‚Auserwählter‘ sammelt Frank Informationen über Superhelden, um selbst einer zu werden. Zur Grundausstattung gehören natürlich Kostüm, Symbol, Leitspruch (Zitat: „Shut up, crime!“) und – da er keine Superkräfte hat – Waffen. Die junge Comicbuchverkäuferin Libby (Ellen Page) merkt schnell, dass Frank mehr möchte, als nur zu dem Thema zu recherchieren. Sobald er ihr seine geheime Identität verrät, stolpern die beiden als The Crimson Bolt und Sidekick Boltie in moderner Slapstick-Manier und mit mehr Glück als Verstand von einem waghalsigen Abenteuer ins nächste. Bis der Endgegner bezwungen werden muss: Jacques, der Sarah inzwischen für seine illegalen Geschäfte ausnutzt.

 

Zu dem Cast der 2010 erschienenen Filmkomödie braucht man nicht viel sagen. Mit Hollywoodgrößen Liv Tyler und Kevin Bacon sorgte Regisseur James Gunn für das nötige Staraufgebot. Rainn Wilson wirkt als unbeholfener Einzelgänger in der Midlifecrisis außerordentlich sympathisch und bei Ellen Page hat man inzwischen ohnehin das Gefühl, sie könnte fast jede Rolle übernehmen. In „Super“ schafft sie es, den Charakter dermaßen schrill, eigensinnig und nervig zu verkörpern, dass der Zuschauer intuitiv eine Abneigung verspürt.

 

Mit viel Liebe zum Detail wird die Geschichte eines vermeintlichen Losers erzählt, der alles aufs Spiel setzt, um seine große Liebe zurückzugewinnen. Humoristische und gefühlsgeladene Szenen wechseln sich ab, ohne dass der Film überladen wirkt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Empathie des Publikums gelegt; obwohl Franks Verhalten meist absurd und skurril ist, kann der Beobachter seine Handlungen nachvollziehen und fühlt bei jedem seiner emotionalen Ausbrüche mit.

Und als ob das nicht genug wäre, erwartet die Zuschauer ein wunderbar ungewöhnliches Ende. Empfehlenswert für alle, denen „Kick-Ass“ gefiel und diejenigen, die ihre Skizzen für das eigene Superheldenlogo heimlich unter dem Bett verstecken.

Hir gibt es den Trailer zum Film: