„Do you remember the story about the burning boy?“ fragt ein Kollege den passionierten Therapeuten Sam Foster (Ewan McGregor). Allerdings kann er die besagte Geschichte nicht erzählen, da er unterbrochen wird. Deshalb hier eine kurze Zusammenfassung: Freud beschrieb einen besonderen Fall der Traumanalyse. Nach langem Leiden stirbt ein Junge in seinem Krankenbett. Sein Vater stellt Kerzen auf und geht ins Nebenzimmer, um sich kurz auszuruhen. Er träumt davon, dass der Junge seinen Arm hält und sagt: „Vater, siehst du nicht, dass ich brenne?“ Darauf wacht der Vater auf und läuft ins Zimmer des Sohnes. Dort ist eine Kerze umgefallen und der Arm des Jungen steht in Flammen. Was das mit „Stay“ zu tun hat? Ihr werdet es sehen.

 

2005 schuf Regisseur Marc Forster einen Film, dessen Handlung so verworren ist, dass Freuds Geschichte sie wohl noch am besten beschreibt. So viel sei gesagt: Therapeut Sam Foster versucht den Kunststudenten Henry Letham (Ryan Gosling) von dem angekündigten Selbstmord abzuhalten. Seine Freundin, die Kunstlehrerin Lila Culpepper (Naomi Watts), hilft ihm dabei. Das Geschehen wird nach und nach immer undurchschaubarer – Sams gesamte Existenz wird in Frage gestellt. Wie die absurden Ereignisse und die einzelnen Personen zueinander in Beziehung stehen, wird erst am Ende des Films aufgelöst.

 

Neben der fesselnden Story ist die Kameraarbeit und das Editing besonders hervorzuheben. Diese passen nicht nur zum Kontext, sie schaffen erst die markante Skurrilität. Die außergewöhnlichen, prägnanten und überraschenden Schnitte, Schwenks, Zooms, Einstellungen du Perspektiven sind auf die Thematik ausgelegt und machen somit den Film aus.

Wer klassischen MindFuck wie „The Sixt Sense“, „The Machinist“ oder „Black Swan“ mag, wird wohl zu diesem visuellen Leckerbissen, der spannenden Handlung und den exzellenten Schauspielern nicht nein sagen können.

Hier gibt es den Trailer zum Film: