Der letzte Tag auf dem Splash!-Festival. Aber heute heißt es ein letztes Mal in die Stadt aus Eisen fahren und die wunderschöne Kulisse und die Musik genießen. Ein letztes Mal alle Eindrücke aufnehmen, bevor es dann wieder zurück nach Hause und in den Alltag gehen soll. Und so kann man dann auch einen schmerzhaften Rücken nach drei Tagen zelten ohne Probleme hinnehmen. 

 

Es geht also ein letztes mal für dieses Jahr aufs Splash! – Festival. Das Wetter wollte uns den Abschied jedoch auch noch einmal richtig schwer machen. So kam am letzten Tag noch einmal die Sonne raus und man bekam richtiges Sommerfeeling. Als man sich dann so gegen 15 Uhr auf dem Weg zum Festivalgelände gemacht hat, war es schon ziemlich heiß. Der Sonnencreme-Geruch lag auf jeden Fall den ganzen Tag über in der Luft.

Die zwei vorherigen Tage und Nächte haben jedoch so geschlaucht, dass es ganz schön war, dass man beim Beatbox Battle auf der Main Stage erst einmal nur zuhören musste. In drei Runden konnten die Jungs zeigen, was sie drauf hatten. Wer sich aber ein bisschen vor der Sonne schützen wollte, konnte zur überdachten Grenada Stage gehen. Dort nahm Visa Vie von 15 Uhr – 18 Uhr ihre Show „zum Goldenen V“ erstmals live vor und mit Publikum auf. Zu Gast waren die 257ers, die den Tag zuvor mit ihrer besonderen Bühnenshow für Unterhaltung gesorgt hatten.

Irgendwie waren alle doch noch ein bisschen müder und träger unterwegs als an den Tagen zuvor, so kam es dass die beiden Bühnen am Wasser zum chillen und zum einfachen zuhören eigentlich am Anfang des Tages am meisten genutzt wurden. Die wunderschöne Abra sorgte, nach einigen anfänglichen technischen Problemen, die sehr sympathisch weggelächelt wurden, mit ihrem R&B Sound für eine sehr angenehme Stimmung. Die Atmosphäre, die die Green Stage dazu mit sich brachte, passte perfekt. Im Hintergrund das Wasser und der kleine Sandstrand und unter den Bäumen im Umfeld konnte man gut einen Platz im Schatten suchen und der Musik der britischen Künstlerin einfach nur zuhören.

spl_c_nadjafischer_pop10

 

Weiter ging es dann mit Motrip auf der Main Stage. Sein Stand war dieses Jahr wohl ein bisschen schwerer als im letzten Jahr. Sehr spontan kam er für Mac Miller zum Splash, der zuvor seine komplette Europatour abgesagt hatte. Motrip brachte dieses Jahr wieder Lary mit, die mit ihrem Charthit „So Wie Du Bist“ natürlich für Gänsehaut sorgten. Aber auch Megaloh war dabei. Nach dem Motrip Auftritt konnte man dann eigentlich direkt an der Main Stage bleiben. Vielleicht noch schnell was zu trinken holen, aber wirklich schnell. Denn nachdem leider leider die deutsche Nationalmannschaft nicht ins EM-Finale gekommen ist, zog das ganze EM-Spektakel Frankreich gegen Portugal von der Main auf die Aruba Stage um und die Hauptbühne wurde freigemacht für Asap Ferg. Man musste jedoch gut bei den Lautsprecherdurchsagen zuhören, um Asap Ferg bloß nicht zu verpassen, denn auch die Stagetime wurde spontan um knapp eine Stunde nach vorne verschoben. Das letzte Mal, als Asap Ferg das Splash! – Festival besucht hatte, hat er noch auf der Aruba Stage gespielt. Dieses Mal dann am Abschlussabend auf der Main Stage und er konnte beweisen, warum er zu einen der größten Rapper dieser Zeit gehört. Der „Trap Lord“ brachte sowohl alte Hits mit, als auch Sachen von seinem neusten Album „Always Strive and Prosper“. Das Konzept funktionierte und ich glaube keiner der Leute aus der Crowd hätten im Nachhinein gerne das EM Finale angeschaut.

spl_c_nadjafischer_pop10

Man merkte aber schon den ganzen Tag, dass das große Finale noch bevorstand. Überall auf dem Splash liefen Leute mit Fuchsmasken rum. Den krönenden Abschluss des Splash!-Festival und der Main Stage hatten dementsprechend die Beginner, mit ihrem großen Comeback. Das Publikum konnte ihre Textsicherheit nicht nur bei alte Klassikern wie „Füchse“ oder „Liebeslied“ unter Beweis stellen, auch bei dem neuen Zeug konnte ohne Probleme mitgesungen werden. Bei „Ahnma“, mit Unterstützung von 187er Gzuz, waren dann auch die Leute aus dem VIP-Bereich nicht mehr auf ihren Plätzen zu halten.

Nachdem die Beginner die Bühne verlassen hatten, ging es mit dem großen Feuerwerk los! Jetzt wusste man irgendwie, dass das Splash! für dieses Jahr dann vorbei ist. Viele der Leute machten sich dann auch schon auf den Weg zurück zum Zeltplatz. Na ja, bis zum nächsten Jahr dann.

spl_c_nadjafischer_pop10