Malky, so nennt sich das sympathische Leipziger Musik-Duo bestehend aus Daniel Stoyanov und Michael Vajna. Mit ihrem Album „Soon“ feierten sie vor zwei Jahren ihr Debüt. Jetzt veröffentlichen sie ihr neues Album „Where is Piemont?“, mit welchem sich die Band musikalisch weiterentwickeln und ihren Horizont erweitern wollte. Bereits beim ersten Hören merkt man auf jeden fall, dass sich die beiden bereits zu Kindertagen in die Musik verliebt haben.

Durchweg entspannend, das ist die erste Assoziation, welche mir zu dem Album einfällt. Die ruhigen folkigen Gitarrenklänge, wie beispielsweise im Song „Theodore“, lassen mich auf der Zugfahrt verträumt aus dem Fenster in den Herbst schauen. Klingt etwas kitschig? Vielleicht, aber auf eine sehr angenehme und schöne Art und Weise. Dass die Jungs von Malky aber auch anders können, beweisen sie in Liedern wie „Play“, welches einen jazzigen Touch aufweist oder auch „Modern Arc“, ein eher experimentell klingendes, schnelleres Stück.

Besonders angetan haben es mir aber die sanften, melancholischen Töne des Duos. In Lampedusa werden diese von Zeilen wie „I believe in miracles, miracles come true. They always do.“ begleitet. Eine unglaublich schöne Botschaft vermittelt durch angenehm ruhige und zurückhaltende Klänge.
Der Titel des Albums, also „Where is Piemont?“, deutet übrigens auf das Thema das Albums hin. Die Sehnsucht nach Italien, nach Wärme, Romantik und gutem Essen. Insbesondere bei den kalten und düsteren Tagen in Deutschland derzeit kann man diese Sehnsucht mit Sicherheit nachvollziehen. Ein Album also, das die melancholische Stimmung des Herbstes und die Sehnsucht nach dem vergangenen Sommer perfekt einfängt.

© Beitragsfoto: Max Parovsky