Der Festivalsommer kann kommen. pop10 stellt die besten Festivals vor!

Während einem die Kälte des Winters noch immer hartnäckig den Körper entlang kriecht, ist es einzig und allein der Kopf, der bei dem Gedanken an die kommende Festivalsaison einen Hauch Wärme verspürt.
Dabei ist es gar nicht so dumm, schon für die kommenden Festivals im Sommer zu planen, denn: das Fusion ist schon seit Ende Januar völlig ausverkauft, und das obwohl das komplette Line-Up bis jetzt noch “tba” ist. Egal, denn das mit pop10 auf Kriegsfuß stehende Festival wäre ohnehin nicht auf unserer Liste aufgetaucht!
Grund genug, dass euch die pop10-Redaktion einen kleinen Festivalguide zusammenstellt, der euch zu den absoluten Hotspots des Sommers bringt.

Unseren Festivalsommer läutet das Immergut ein, dass traditionell Ende Mai in Neustrelitz stattfindet. Das von Thees Uhlmann als “deutsche Indiehölle” bezeichnete Festival wartet erfahrungsgemäß nicht nur mit nationalen Bands auf. Highlight im letzten Jahr war der Auftritt von Erlend Oyes “Whitest Boy Alive”. In diesem Jahr sind Mediengruppe Telekommander, Bonaparte und Efterklang mit von der Partie. Dabei wird’s aber nicht bleiben. Ein regelmäßiger Blick auf das Line-Up lohnt sich!

Was wäre unser Sommer nur ohne das Melt!? Das beschauliche Gräfenhainichen ist mitte Juli wieder der Ort, der alle Indie- und Elektronicfans verzaubert. Das wisst nicht nur ihr, sondern auch unzählige Briten, die die Baggerstadt Jahr für Jahr unsicher machen. Nicht nur unsere lieben Engländer wären “not amused”, wenn das Festival schon früh ausverkauft wäre, nein, auch für euch wäre das verdammt ärgerlich. Deshalb: beim Bestellen nicht auf die “der-frühe-Vogel-kann-mich-mal-Taktik” setzen, sondern früh bestellen!

Gleich zwei Wochen später haben wir ein tolles Festival mit einem sonderlichen Namen auf dem Plan. Das ostfriesische Omas Teich hat leider noch keinen Wikipedia-Eintrag, was die Recherche dieses Blogeintrag ziemlich erschwerte. Doch wir wissen: das eletkrolastige Line-Up ist auf jeden Fall etwas für unsere pop10-Zuschauer. Für dieses Jahr haben sich bereits Supershirt, Frittenbude aber auch BeatBeatBeat angekündigt. Nichts wie hin!

Das etwas andere Festival findet man im August in Hamburg. Das Dockville stellt eine Kombination aus Musik-und Kunstfestival dar, ohne aber bieder zu wirken. Um die Eigenart des Festivals zu beschreiben, bleibt mir nur übrig das Kunstmagazion “art” zu zitieren: “Anders als auf großen Musikfestivals oder Kunstmessen, bei denen es darum geht, in kurzer Zeit so viel wie möglich zu konsumieren, steht hier das kollektive Erlebnis, bei dem sich die Besucher selbst einbringen, an erster Stelle.”
Mit Patrick Wolf und MGMT, die im letzten Jahr auf dem Dockville ihren einzigen Deutschlandgig spieten, hatten die Veranstalter so einige dicke Fische an der Angel. Ob das in diesem Jahr auch so wird? Wollen wir’s hoffen!

Das Berlin Festival findet in diesem Jahr erst im September statt. Dieser Fakt ist uns eigentlich Scheissegal. Für uns ist nur wichtig, dass der alte Flughafen ordentlich gerockt wird. Und das ist erfahrungsgemäß der Fall. 1000robota, Deichkind und Digitalism als Repräsentanten des letzten Jahres sprechen da auf jeden Fall für sich! Was euch in diesem Jahr erwartet, weiß aber noch niemand. Fest steht aber, dass Tempelhof am Ende des Sommers der absolute place to be ist! Und wer kein Bock auf Campen hat und sich lieber in ein Hostel mit 12-Bett-Zimmern einmietet, ist hier genau richtig!

Eine Anmerkung zum Schluss. Wer überhaupt nicht mehr warten kann, dem sei das Klub-Festival St. Pauli [Play] Winter Festival ans Herz gelegt. Das nämlich hat ein unglaublich fantastisches (nein, ich geize nicht gerade mit Superlativen) Line-Up vorzuweisen. Eight Legs, The Sounds, Zoot Woman, Late of the Pier und Shitdisco, von denen wir eigentlich dachten, sie putzen Klos in Berlin, sind überzeugende Argumente im März nach Hamburg zu reisen.