„Live kann man nicht stehlen” heißt es in einem Artikel des Spiegel Online aus dem Jahr 2007. Und auch damals war schon klar, was heute fast jeder begriffen hat.

Seit dem Beginn des Internet Dumping und der damit verbundenen Verfügbarkeit des gleichen für fast jeden in der westlichen Welt, hat sich einiges getan im Musikbusiness. Songs von Bands werden (meist) nicht mehr auf CD bzw. Platte gekauft, sondern herunter geladen. Illegal oder über eines der Download Portale wie etwa Itunes, Nokia Music Store, Musicload und Amazon. Aber wie fühlt sich das an, wenn ich Musik nur noch downloade und nichts mehr in den Händen halten kann, das mich mit der Band verbindet? Leer und bedeutungslos, finde ich.

„…Musiker können inzwischen mit Live-Auftritten – und dem dazugehörigen Marketing – viel mehr verdienen als mit dem erdrutschartig schwindenden CD-Verkauf.“

Und dieses Gefühl kann mir Coverload von Itunes beim besten Willen nicht geben oder gar ersetzen. Theoretisch muss ich für kein Album mehr Geld sparen, denn ich kann in Sekundenschnelle mehrere Alben herunterziehen (und das ohne Schuldgefühle, wenn es Illegal ist, denn da ist niemand in meinem Computer, der mich böse anschaut). Aber die Frage ist doch, ob ich sie mir auch anhöre, die Alben, oder einfach nur habe, weil es so einfach und schnell geht sie zu haben. So werden hart erarbeitete Songs kurzerhand nur noch zu Nummern in meinem Abspielgerät, die keine Namen mehr tragen.

Ein weiterer Punkt ist das damit verbundene Leben für die Musiker. Und ich spreche hier nicht von den Mainstream-Gestalten. Durch die illegalen Downloads entsteht ein immer stärker werdendes Touren für unsere Lieblingsbands. Eigentlich ziemlich schön, dass jetzt alle überall spielen:
„…Musiker können inzwischen mit Live-Auftritten – und dem dazugehörigen Marketing – viel mehr verdienen als mit dem erdrutschartig schwindenden CD-Verkauf.“
Alles vollkommen richtig,  denn wie sollen sie sich auch anderweitig finanzieren als durch Konzerte. Doch wenn man dann in die Gesichter der Musiker schaut, wird man schnell sehen, dass da viel Spaß abhanden gekommen ist. Bei Tourneen mit (teilweise) mehr als 50 Auftritten in zwei Monaten kann man sich schnell wie ein Maskottchen zum Anbrüllen fühlen.

Es gibt wohl nur eine Lösung um dieses Problem zu beheben und die haben Alexisonfire schon 2004 in einem ihrer Videos festgehalten.