Der Festivalsommer 2013 neigt sich langsam, aber sicher dem Ende entgegen. Jedoch verabschiedet er sich nicht ohne dabei noch ein paar Festivalperlen, wie das am vergangenen Wochenende stattfindende Highfield, auszuschütten. Sommer, Sonne, Strand und 3 Tage beste Festivalunterhaltung: das Highfield 2013.

Stolze 23.000 Besucher lockte es vom 15. bis 17. August zum diesjährigen Highfield Festival am Störmthaler See in Großpösna bei Leipzig und damit auch 3000 mehr als im Vorjahr. Nun 4 Jahre nach der Umsiedlung des Festivals vom ursprünglichen Stausee Hohenfelden in Thüringen, nach dem das Highfield benannt wurde, scheint es vollständig angekommen und vor allem von den Besuchern akzeptiert zu sein. Ein Grund hierfür wohl die hervorragende Lage direkt am Störmthaler See, der in diesem Jahr in der Zahl der Badegäste schon fast Ballermannausmaße annahm. Bei bestem Wetter konnte man sich vor der Öffnung des Festivalgeländes am eigens für das Highfield angelegten Badestrand erholen. Wem nicht nach erholen war, der konnte auch Beachvolleyball spielen, sich an der Cocktailbar niederlassen, zur Livemusik feiern oder auch mit dem Bananenboot über den See heizen.

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Auch das diesjährige Line-Up, welches auffällig viele deutsche Künstler bereit hielt, konnte sich sehen lassen und präsentierte eine gute Mischung verschiedenster Musikgenre. Von Hip Hop über Indie bis hin zu Rock/Metal war einiges vertreten. Die 3 großen Headliner bildeten Billy Talent, Deichkind und Die Ärzte. Billy Talent zeigte sich deutlich schwächer als die restlichen Headliner, indem sie stur ihr Set runterspielten und kaum mit dem Publikum interagierten. Die Ärzte zeigten mit ihrem Unterhaltungstalent wiederum wie man die Massen richtig einheizt und bildeten am Sonntag einen sehr würdigen Abschluss des Festivals. Von einigen Ärzte Fans war sogar die Rede vom “besten Auftritt ever”.

          

Mit Deichkind und Flogging Molly konnte man wild tanzen, mit Skindred und Madsen moshen und rocken und mit Acts wie Thees Uhlmann oder Silbermond auch einfach nur dastehen und der Musik lauschen. Für jeden Festivaltypen war also Etwas vertreten. Weiterhin reihten sich NOFX, Prinz Pi, Jennifer Rostock, Left Boy, Maximo Park, Bad Religion, Cro oder auch The Gaslight Anthem in das Line-Up.

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Nicht nur die Location und das Musikaufgebot konnte sich sehen lassen, sondern auch die komplette Festivalorganisation, die durch Besucherfreundlichkeit hervorstach. Angefangen bei dem Grundbedürfnis eines jeden Menschen: der Gang zu Toilette. Hierfür standen fest installierte Toiletten zur Verfügung, die nicht nur kostenlos waren (was bei heutigen Festivals nicht selbstverständlich ist), sondern auch rund um die Uhr gesäubert wurden. Direkt daneben kostenlose Duschen und Trinkwasserstellen. Im sogenannten Uncle-Emma-Laden konnte man alkoholische sowie unalkoholische Getränke für sehr annehmbare Preise kaufen (1 Becks für 1,25€) und in einem weiteren Laden Festivalequipment wie Zelte, Isomatten usw. ebenfalls zum fairen Preis erwerben. Pfandautomaten bildeten den Traum eines jeden Pfandpiraten. So konnte man entweder seinen Pfand und den dort Gesammelten direkt auf dem Zeltplatz abgeben und entweder im Getränkeladen eintauschen oder direkt gegen Geld einlösen. Für Rollstuhlfahrer wurden vor den beiden Bühnen Podeste errichtet, von denen sie einen guten Blick auf die jeweilige Bühne hatten. Ein 24h Highfieldradiosender, der live vom Festival sendete oder ein Partyzelt, welches nach der Schließung des Festivalgeländes öffnete, sorgten für zusätzliche Unterhaltung. Und als wäre das Alles nicht schon genug, wurde der Preis des Festivals um 5€ gesenkt.

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Das Highfield Festival bei Leipzig bildet für jeden Festivalliebhaber ein Geheimtipp: überaus besucherfreundlich, mit einem abwechslungsreichen Line Up und einem fairen Preis, womit man es sich schon jetzt ruhig mal für die Festivalsaison 2014 vormerken kann.