Proberaum im Untergrund

Proberaum im Untergrund

Weihnachten bei den Eltern und jetzt noch Jahreswechsel in der selben Küche? NEIN! Auf keinen Fall! Lieber was entdecken, neue Musik, neue Bands und echten Schnee. Ab nach Schweden, ab nach Stockholm. Aber alleine ist doof, deshalb machen wir das gemeinsam im Blog.Wirklich kalt ist es nicht am Flughafen in Berlin.
Wirklich kalt ist es auch nicht in Stockholm, wo ich gegen 13 Uhr den ‘echten’ Schnee teste. Schmelzig und naß – fast verregnet.
Hier will ich die nächsten Tage, in einer der europäischen Metropolen für neue Musik und Indietunes, auf Reise gehen.
Auf Entdeckungsreise.

Wenn es nach der Kollegin hinterm Infoschalter am Flughafen geht, müßte ich “Nix” fürs Shuttle in die Stadt bezahlen, aber leider regiert hier die Preistabelle.
Der Tarif sagt “2 zum Preis für 1″ und eine Mitreisende ist schnell gefunden.

Der Tarif sagt “2 zum Preis für 1″ und eine Mitreisende ist schnell gefunden.

Ute, 54 aus Wolfenbüttel wird die nächsten 20 Minuten meine Shuttlebegleitung sein. “Wegen der Musik verzichten Sie auf die Neujahrsparty zuhause?” fragt sie mich. Ich erwidere: “Wegen einer Loipe steigen Sie in den Flieger in den Norden?” Wir beide sagen Ja – hätten wir das also geklärt.

Untergwes in der U-Bahn

Untergwes in der U-Bahn

Im Köpfhörer laufen “Tears For Fears” mit “Head Over Heals”

Ich bin angekommen und brauche nen U-Bahn Ticket um ins “Pop10 Stockholm Headquarter” zu kommen.
Das ist an so einem matschigen Tag eine echte Herrausforderung, aber sie kann gemeistert werden.

Willste in die U-Bahn, mußte gut aussehen!

In diesen Minuten stelle ich fest, dass ich wahrscheinlich auch einen schwedischen ‘U-Bahn Modeblog’ schreiben sollte, immerhin ist die U-Bahn ein einziger “Runway”.

Willste in die U-Bahn, mußte gut aussehen!

Willste in die U-Bahn, mußte gut aussehen!

Welche Musik passt dazu auf meinem Mp3 Player? Klar, der Soundtrack zu jedem Model-Castin der frühen Neunziger: George Micheal “Freedom”…

http://www.youtube.com/watch?v=39Csi9PEncI

Könnt Ihr diese Gefühl nachvollziehen? Nee? Vielleicht machen wir mal einen Ausflug mit der U-Bahn gemeinsam? Hier – mit diesem Video:

Die U-Bahn-Fahrt nimmt Form an und endet schnell. Ich bin im Stadtzentrum angekommen und eine schwedische Kollegin nimmt mich mit ins Headquarter.
Wir hören Health und reden über neue Bands aus der Stadt.
Heute Abend sollen die Indie-Schlager Könige von Hästpojken aus Göteborg ihre neue Platte in irgendeiner Bar präsentieren.
Nachdem ich das aktuelle Video gesehen habe beschließe ich nicht hinzugehen und sage höflich “Nein, Danke!”

http://www.youtube.com/watch?v=zty-iUx5cMM

Anstelle dessen will ich mir dieses neue Projekt der Band Paris ansehen.
Die Indie-Pop Band schraubt und baut zur Zeit an einem neuen Studio mit zentraler Lage in Stockholms hippsten Viertel “Södermalm”.
Also nehme ich mir mein U-Bahn Ticket und bewege mich durch den Schnee zur Bahn – Ziel ist die Station “Medborgarplatsen”.

U-Bahn Ausstieg "Medborgasplatsen"

U-Bahn Ausstieg "Medborgasplatsen"

Dann muß ich noch einge Meter laufen und hinter dem “Café String” auf der rechten Seite ist es endlich.

Café String  in Södermalm

Café String in Södermalm

Kaum einen Schritt im Studio drin, wird noch gebohrt!
Instrumente stehen in jeder Ecke und zwei Jungs von “The Mare” sind am Start und beginnen gleich ihre Probe.
Das Studio könnte ein Spot für neue Musik aus Stockholm werden.
“Wer probt hier noch?” Frage ich.
Der Handwerker antwortet: “”Charlee Porter’ und ‘The Virtues’”.
Also merken!