Sie klingen wie ein wahnsinniger Mix aus Janis Joplin, den White Stripes und Lady Gaga. Als größten Einfluss geben die beiden jedoch selbst Thelma & Louise an. Und tatsächlich: das Duo aus der Stadt der Engel ist alles andere als brav und züchtig – von wgegen “das schwache Geschlecht”.

Es ist schon ein Weilchen her, dass die Riot-Grrrl-Bewegung Anfang der 90er Jahre ihren Zenit erreichte. Damals versuchten feministische, subkulturelle Bands die absolute Gleichberechtigung durchzusetzen. Unter dem Slogan „Revolution Girl Style Now!“ spielten sich Bands wie Bikini Kill und Hole mit ihrem rotzigen, rauen Grunge in die Herzen der toughen Mädels.

Aber die fetten Jahre sind noch nicht vorbei, denn genau dieser Vibe ist nun wieder da. Und dazu wird nicht mal eine ganze Strömung gebraucht – zwei Damen aus Los Angeles reichen vollkommen aus. Sängerin und Gitarristin Lindsey Troy und die Drummerin Julie Edwards sind auch zu zweit laut und energisch genug. Mit ihrer geballten Weiblichkeit machen die beiden Girls herben Garagenrock gemischt mit feinen Blueskomponenten – frei nach dem Motto “Born to be wild!”

Geschlechtsspezifische Rollen werden bei diesem Sound komplett über den Haufen geworfen – nichts ist mit „Mädchenmusik“. Auch ohne Brust- und Beinbehaarung sind die Zwei Ladies aus Kalifornien kallhart. Dazu gehört auch der extravagante, bedrohliche Sexappeal, mit dem Deap Vally dem Antisexismus frönen.

Als Information steht auf der offiziellen Bandpage „Bad. Ass.“ – im Deutschen würde wohl ein Wort perfekt der Umschreibung dienen: „DERB“.

Hier ein kleiner Vorgeschmack: