Videos in meinem Kopf

Videos in meinem Kopf

Ein sonniger frischer Sonntag da draußen vor meinem Fenster, er blendet mich. Das Berlin-Festival läuft (mehr oder weniger) und erfreut/verärgert das Gemüt des gemeinen Musik – und Massenveranstaltungsfreundes, während ich mal wieder auf eine Tour durch meine audiovisuelle Vergangenheit und Gegenwart gehe, um euch ein paar Musikvideos zu präsentieren.

Das Prinzip ist ja bekannt, ich stelle schöne Musikvideos vor, nicht unbedingt neu, aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht großartig im deutschen kommerziellen Musikfernsehen zu sehen. Ausnahmen bestätigen die Regel und bevor ich mich in Versprechungen verzettle und ein geballtes Regelwerk der Blogerstellung vorheuchle, her mit den bewegten Bildern!

Röyksopp – The Drug

Drei Mädchen auf dem Weg durch eine Sphäre der Erde, in der die Vergessenen ihr Zuhause haben. Ein Video, das mit dem Erkunden einer eigentlich garnicht so fremden Welt spielt, in welcher Szene und Stil auf einmal wie ein unbedeutendes Phlegma wirken, dass in dem Leiden der Einzelnen unterzugehen scheint und letztlich in ihm aufgesogen wird.

Summer Camp – Round the Moon

Musikvideos, die sich daran versuchen eine Geschichte zu erzählen, gehen noch einen Schritt auf den großen Bruder Film zu, können damit aber auch unglaublich versagen. Diese kleine Geschichte über eine junge Liebe der Vergangenheit ist hingegen wunderschön inszeniert, sanft vorgetragen und glaubwürdig gespielt. Genau herauskristallisieren kann man die Handlung zwar irgendwie nicht, doch ist die Stimmung und Atmosphäre  der tragende Faktor dieser kleinen Hommage an die Liebe in Zeiten der Halbstarken.

The Pharcyde – Drop

Von sanften Erzählungen zu träumerischen Beats und Oldschoolrhymes soweit das Ohr reicht. Als großer Fan des 90er-Hip-Hops verehre ich The Pharcyde, ganz darüber hinaus arbeitet dieses ausgewählte Video mit einem interessanten kleinen Kniff, der abstrus wirkt und bis nach 30 Sekunden weiter nicht auffällt. Die rappenden Jungs bewegen sich bei der Aufnahme rückwärts, bei der Bearbeitung wurde das Ganze dann wieder umgedreht, so dass es aussieht als bewegten sie sich vorwärts. Director: Spike Jonze

Just Jack – Starz In Their Eyes

Hier mal kein offizielles Video, dass wohl von einem Fan zusammengeschnitten wurde, dennoch sehr passend. Die Szenen aus “Slumdog Millionaire” passen einfach toll zu der treibenden Melodie von “Starz In Their Eyes” und drücken das hoffnungsvolle, wie auch das hilflose Gefühl des Films in ihrer Korrelation bestens aus.

The Streets – Blinded By The Lights

Ich kenne kein einziges Video, das diese gewisse auch durch Drogen beeinflusste Aggression beschreibt, die man ab und an in Clubs und auf Partys verspührt. Diese gewisse rasante Melancholie, die die eigene Gedankenwelt nicht mehr zu verarbeiten weiß und die die letzten Bürden der Gesellschaft wie eine einzige Farce wirken lässt, der man sich doch so einfach entziehen kann und muss. Ja, genau dieses Gefühl.

DJ Fresh – Gold Dust

Auf ein Neues mit DJ Fresh, dieses mal aber weniger kritisch und obszön, sondern athletisch und faszinierend. Seilspringen fetzt!

/Videoversorgung abgeschlossen