Was kommt eigentlich dabei raus, wenn man den Klassiker Castlevania mit ein paar Gitarren-Riffs versetzt und den Schwierigkeitsgrad auf “Darksouls”- Niveau stellt? “Slain: Back from Hell!”
Doch ob das Spiel einfach nur bockschwer und frustrierend ist oder auch etwas zum daddeln für zwischendurch ist erfahrt ihr im Check!

Ein unlesbares Kunstwerk

Schon beim starten des Spiels merkt man dem Platformer an, dass man auf die Pixel-Grafik setzt um einen Oldschool-Effekt zu erreichen. Dieser Versuch gelingt größtenteils auch sehr gut, nur machen genau diese Pixel bei Textboxen und bei viel Action im Bild kleine Probleme. Doch man muss sagen, dass man bei “Slain” definitiv nicht auf eine ausführliche Story setzt, sondern viel mehr auf klassischen Arcade-Spaß. Mit Hilfe des Digipads bekommt man ansatzweise sogar ein solches Retro-Gefühl.

Aus Spaß wird Frust

Nicht nur im Handling fühlt sich “Slain” wie ein Retro-Klassiker an, sondern auch vom Härtegrad. Dass das Spiel kein Tutorial besitzt ist gar kein Problem. Schließlich ist es ein typischer Platformer. Auch die Heavy-Metal Musik im Hintergrund ist anfangs recht motivierend und gibt dem Höllen-Setting einen kleinen Kick. Doch es sind genau diese Element, die euch im Laufe des Spiels immer mehr zum Frust verhelfen. Um einen kleinen Einstieg zu schaffen, trifft man vereinzelt auf kleine Gegner, die man recht einfach mit seinem Schwert oder seiner Magie erledigen kann. Die Gegner werden, bis auf die Boss-Gegner, auch nicht viel ausgefallener oder aggressiver. Viel eher ist das Problem wo und wann sie auftauchen.

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Die, für einen Platformer typischen Jump’n’Run -Passagen, sind das Öl im Höllenfeuer des Spiels. Jede einzelne Passage birgt fiese Fallen und Monster. Um weiter zu kommen muss man häufig millimetergenau abspringen und landen, da man sonst im Feuer der Hölle oder in einer endlosen Schlucht landet. Um zu vermeiden, dass man von Gegnern bedrängt wird muss man den perfekten Rhythmus finden, wann man was tun muss. Das klingt in diesem Spiel jedoch etwas einfacher als es tatsächlich ist. Die Gitarren-Riffs im Hintergrund erschweren es genau diesen Rhythmus zu finden. Die Folgen: man wird unkonzentriert, verfehlt das Ziel und stirbt.

 

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Um den Frust beim Spieler noch weiter zu steigern, darf man nach jedem Tod einen Extra-Bildschirm mit dem Schriftzug “Slain” betrachten, bevor es dann am letzten Checkpoint weiter geht.

Höllenqualen oder doch eher Segen?

Mit dem Controller in der Hand fühlt sich “Slain: Back from Hell” an wie ein Konsolenspiel der alten Schule. Die Grafik und Musik im Spiel tragen dazu sehr gut bei. Um das Spiel an einem Abend durchzuspielen, braucht man als Spieler verdammt gute Nerven. Spätestens nachdem man an einer Stelle fünf mal gestorben ist, ist auch beim ruhigsten Spieler die Konsole aus. Wer jedoch auf ein Deign á la Castlevania steht und Darksouls ohne Probleme meister, der wird das Spiel schnell meistern können. Für alle anderen gilt: Ihr habt Bock auf ein Spiel, dass euch 20 Jahre in die Vergangenheit versetzt und Super Mario ist euch zu leicht oder hat nicht genug Action? Dann greift zu “Slain: Back from Hell”

 

 

 

©Bilder: Screenshots “Slain: Back from Hell”

Getestet auf: Playstation 4