Kaum eine Rennspiel-Serie wird von den Fans regelmäßig so sehr kritisiert wie Need for Speed. Das ging natürlich nicht spurlos an EA vorbei und so hat sich der Publisher diesmal etwas mehr Zeit gelassen, bis nun der neuste Ableger auf den Markt kam. Ob es etwas gebracht hat und EA aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat, hab ich mir für euch angeschaut.

Brumm, Brumm und ganz viel Tuning…

….dafür steht die Need for Speed Reihe und das halten sie auch im neuen Teil ein. Leider ist es aber zum Trend geworden das Spiel in Hinsicht auf das Tuning immer wieder zu verändern. Aber dazu kommen wir gleich. Wollen wir erstmal mit der Story beginnen:

In Need for Speed Payback hat EA drauf verzichtet die Zwischensequenzen mit irgendwelchen Schauspielern zu besetzen, die man nicht überspringen kann und stattdessen auf Zwischensequenzen gesetzt, die zwar genauso langweilig sind, aber komplett am Computer geschaffen wurden. Ob das besser ist? Nein. Leider sind jegliche Einspieler, die uns die Story vermitteln möchten unwichtig und auch nicht wirklich spannend. Ich habe mich schnell dabei erwischt zu meinem Smartphone zu greifen oder sofort auf den X- Knopf zu hämmern um weiterzumachen. Alles was wir wissen müssen ist, dass wir verschiedene Charaktere spielen und wir in einer Gruppe sind, die gegen das so genannte “Haus” fahren, damit illegale Straßenrennen wieder gerechter werden…..warte was? Um das zu schaffen klauen wir Autos, müssen vor der Polizei flüchten und fahren verschiedene Rennen, die in der Open World des Spiels auftauchen. An dieser Stelle zeigt NFS Payback was es kann.

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Brumm, Brumm und quietschende Reifen…

 

….so klingen die Drift-, Drag-. Sprint- und Rundkursrennen in Need for Speed. Und das seit Jahren. Leider hat EA vor einigen Jahren jedoch am Handling geschraubt, was das Fahren der Rennen sehr beeinflusst, so kann man mit der Handbremse binnen weniger Sekunden von 300 km/h auf 0 km/h bremsen. Aber das war bereits im Vorgänger spürbar. Wenn ihr dazu mehr wissen wollt, klickt hier um zu unserem Test zum letzten Need for Speed zu kommen.
Wie erwähnt sind die Rennen das Beste am neuen Need for Speed Payback. Wir haben eine Open World, eine große Auswah an Rennen und es gibt eine Menge zu entdecken, wie Plakate, die es zu zerstören gilt. Für jede Rennart müssen wir uns ein extra Auto kaufen, das speziell auf die entsprechenden Rennen eingestellt werden. So spürt man, dass die Drag-Fahrzeuge deutlich schlechter in der Kurve liegen, als beispielsweise Drift- Autos, die extra dafür ausgelegt sind. Um in der Story voranzuschreiten muss man jedes Rennen gewinnen. Das ist auf dem normalen Schwierigkeitsgrad anfangs kein Problem, jedoch ändert sich das mit der Zeit. Ich sag nur Polizeiauto, die innerhalb weniger Sekunden zu meiner Karre aufschließen, in der ich mit fast 400 Sachen durch das Land rase. Aber auch das kennen wir bereits aus dem Vorgänger.

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Wo war jetzt das Tuning?

 

Die extremste Neuerung finden wir, wenn wir unser Auto aufmotzen wollen. Zwar ist das Optik-Tuning nahezu gleich dem Vorgänger, jedoch ist das Leistungstuning etwas anders. So erhält man nach jedem Rennen eine Art Lootbox, in der wir aus drei Karten wählen, die die Leistung des Fahrzeuges verändern. Diese Elemente können wir speichern, verkaufen oder anwenden. Alternativ kann man auch zu einem Tuning Shop fahren und sich die besagten Karten dort abholen. Auch nach über 12 Stunden spielen habe ich noch immer nicht ganz verstanden was das soll und wieso ich nicht einfach wie gewohnt eine Liste mit Artikeln habe, aus denen ich auswählen kann. Das nimmt leider den ganzen Spaß am Tuning, was Need for Speed meiner Meinung nach so sehr auszeichnete.

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Wie Oma und Opa schon sagten…

 

….früher war alles besser. Das trifft auf Need for Speed leider zu. Zwar ist das Spiel gut geeignet um einfach durch die Gegend zu fahren und einen freien Kopf zu bekommen, aber dafür fast 60 Euro ausgeben? Leider ist die Story, wie beim Vorgänger etwas langweilig und wirkt manchmal etwas störend, wenn in den Rennen die ganze Zeit telefoniert wird. Auch das Handling, dass ich bereits in unserem anderen Test kritisiert habe, ist etwas schwierig zu handhaben. Auf der anderen Seite gefällt mir, dass man in den Rennen jederzeit einen Einblick in das Können der Freunde bekommt, indem immer wieder Zeiten oder Punkte eingeblendet werden.
Alles in Allem ist Need for Speed Payback kein wirklich gelungenes Need for Speed geworden, aber ein Arcade- Racer, der über dem Durchschnitt liegt. Viele Fans fordern immer wieder, dass EA sich an der Vergangenheit orientieren sollte und beispielsweise ein Underground 2 in einer HD Verison neu auflegen sollte. Waren die Spiele früher wirklich so viel anders? Klar spielt immer etwas Nostalgie bei der Wertung mit und das ist auch hier der Fall. Der größte Unterschied war, dass wir früher frei tunen konnte, sonst sind wir auch nur wild durch die Gegend gerast und haben die Story ignoriert. Ich bin sehr gespannt wie es in den nächsten Jahren mit Need for Speed weiter geht. Ich für meinen Teil hoffe, dass es nicht noch weiter in die EA-typische Richtung des InGame-Einkaufs geht und dem Spieler ein NFS bietet, in dem man sich frei entfalten und ausleben kann.

 

©Bilder: Electronic Arts