Seien wir ehrlich: die Zeit der gepflegten Grungemusik ist vorbei. Kurt Cobain ist seit 18 Jahren tot, Gitarren auf der Bühne zu zertrümmern ist durch die angespannte wirtschaftliche Lage inzwischen sehr teuer geworden und Holzfällerhemden tragen eigentlich nur noch Holzfäller.

Und jetzt erreicht uns eine weitere Hiobsbotschaft: PaGODa – eine der letzten Grungebands – hat sich aufgelöst. Das gaben die Jungs aus Brooklyn bereits 2011 bekannt.

 

Die Band entstand durch den Schauspieler Michael Pitt, der 2005 in Gus Van Sant’s Film „Last Days“ Kurt Cobain verkörperte. Bei den Dreharbeiten lerne er Thurston Moore von Sonic Youth kennen und began damit, selbst Musik zu machen.

Pitt sieht Cobain nicht nur zum Verwechseln ähnlich – auch seine Stimme und der Musikstil erinnern stark an Nirvana Anfang der 90er Jahre. Neben dem blonden Sänger und Gitarristen spielten bei PaGODa Reece Carr an den Drums, Willie Paredes am Bass und Chris Hoffman am Cello.

 

2007 veröffentlichten die Seattle-Sound-Veteranen das Album „Pagoda“ und arbeiteten ab 2009 am Nachfolger „Rebirth”. Doch zum endgültigen Release wird es wohl erst mal nicht kommen. Es ist vorbei. Schade, wirklich schade. Denn im Herzen sind wir doch alle ein wenig grunge. Wer erinnert sich denn nicht gern an die guten alten Zeiten, als es noch cool war, komplett abgefuckt zu sein?

Als kleines Trostpflaster können wir uns an früheren PaGODa-Werken erfreuen: