Manche Bandnamen sind im Internetdschungel einfach untauglich. Vielleicht wollten sich deren Erfinder damit zufrieden geben, unter Millionen von google-Einträgen begraben zu bleiben – der ewige Geheimtipp sozusagen. Oder aber es ist ein Zeichen von Größenwahn. Sie gehen davon aus, eines Tages auf Platz 1 der Suchmaschinen zu landen. Wie dem auch sei – manche Bands haben es tatsächlich ein paar Einträge nach oben geschafft und sind auch bis zu uns durchgedrungen. Und damit sie in unserem Archiv nicht das gleiche Schicksal erwartet wie im World Wide Web, holen wir sie da mal wieder raus.

Mit “nur” 42.900.000 Suchergebnissen kommt die Berliner Popband Berge noch ganz gut weg. Im April waren sie bei uns im Studio, derzeit touren sie fleißig durchs Land und versuchen mit einer Crowdfunding-Aktion, ihr neues Album zu finanzieren.

Bei Bush hat das funktioniert mit dem Größenwahn -  454.000.000 Ergebnisse, und die britischen Rocker sind auf Platz 1! Dafür haben sie allerdings auch lange gearbeitet, immerhin existiert die Band seit 1991, wenn auch mit fünfjähriger Pause.

Der Suchbegriff Paris kratzt an der 2 Mrd. Marke. Von der schwedischen Indieband ist weit und breit nichts zu sehen. Sehr verwunderlich ist das nicht, denn zur Zeit sind sie am Licht der Öffentlichkeit nicht wirklich interessiert. Das liegt unter anderem an dem erfolgreichen Soloprojekt der Sängerin Emma alias Emmon.

Ebenfalls 2.000.000.000 Einträge: das Wort Boy. Valeska Steiner und Sonja Glass haben aber alles richtig gemacht, denn die gesamte erste google-Seite gehört ihnen. Einen gewissen Hype kann man sicherlich nicht leugnen.

Einsame Spitze mit  5.820.000.000 Ergebnissen sind Friends. Die New Yorker Indie-Funk-Band könnte einem da ein bisschen leid tun. Aber so selbstbewusst, wie sie sind, werden sie das wohl verkraften.