Die Jungs von Battles, jetzt ohne Tyondai.

Sonntag Abend, kurz nach 23 Uhr. Da hat man doch nicht besseres vor, als sich von einer 3 köpfigen Band, nach 4 jähriger Wartezeit, mit neuem Songmaterial berieseln zu lassen.

Der Abend begann früh im Festaal Kreuzberg. 19.30 war wohl Einlass, 20.30 sollte die erste Band namens Oval auf der Bühne stehen. Ob dem so war, weiss ich nicht, da ich kurz vor 11 die Türen des Festsaals betrat, kurzerhand mein zweites, gekauftes Ticket noch verschenkt hab und so die letzten Minuten von Midnight Operator, der zweiten Vorband mitnehmen konnte.

Der Hof des Festsaals war voll, ein Zeichen dafür, dass Battles noch nicht auf der Bühne stehen konnten, als ich die Tore durchtrat. Auch auf der Tanzfläche liessen sich nicht viele von dem zweiten Act mitreissen.
Jedoch war es mittlerweile schwitzig warm und generell schien die Masse nur auf die Uhr zu gucken, um zu hoffen, dass Battles endlich einen Schritt auf die Bühne machen.

“Der restlos ausverkaufte, viel zu volle Festsaal leerte sich schnell,..”

Der 2. Act war durch und nach kurzem beklatschen ließen sich die Herren Ian Williams, John Stanier und Dave Konopka aka Battles persönlich auf der Bühne blicken, um den letzten schliff in den Umbau bzw Soundcheck zu stecken. Dann wiederholt auf die Bühne zu kommen, mit dem Ziel, diese nicht vor einer knappen Stunde Spielzeit zu verlassen..

Was konnte man sich erhoffen? Viele wollten bekannte Tracks, doch was Battles servierten, waren die neusten Tracks, des im Juni erscheinenden Albums “Glass Drop”. Dementsprechend sah auch die Setlist aus:

01 Africastle
02 Sweetie & Shag
03 Dominican Fade
04 Wall Street
05 Ice Cream
06 Inchworm
07 My Machines
08 Futura

Zugabe
09 Sundome

Die einen oder anderen kannten den mit “Ice Cream” betitelten Track, http://www.youtube.com/watch?v=SWMYghPvxuY&feature=related , da es die erste Single ist, aber der Rest der Tracks konnte vorher noch nicht vom Publikum gehört werden. Bei just erwähntem Track kam Mr. Matias Aguayo auch persönlich auf die Bühne und sang seine Lyrics. Für die Songparts von Kazu Makino (im Song “Sweetie & Shag”) sowie Gary Numan (im Track “My Machines”) wurden 2 Videoleinwände instaliert, die Videos zeigten, auf denen jeweils zum passendem Song gesungen wurde. Auf gerade erwähnter Videoprojektion gab es noch kleine Videoparts zu sehen, die die Musik leicht untermalten, aber es wurde kein grosser Augenmerk auf verwirrende Videokunst gelegt. Die neuen, guten, vertrackten Songs sprechen ja an und für sich auch schon gut genug für Battles, die auch ohne Tyondai Braxton, dem ehemaligen Sänger und Gitarrist, der letztes Jahr die Band verlies, um auf Solopfaden Erfolg zu finden, klarkommen.

ach knapp einer Stunde und fünf Minuten war der Spass leider auch schon wieder vorbei. Der restlos ausverkaufte, viel zu volle Festsaal leerte sich schnell, ich nahm noch traurige Gespräche war, in denen es darum ging, gerne altbekannte Tracks erwartet zu haben, aber für mich haben sich die Euros, die ich investiert habe, bezahlt gemacht. Bleibt zu hoffen, dass die Jungs bald wiederkommen und es dann am Merchstand die neue Scheibe als Vinyl zu erkaufen gibt. :)

Die neuen Songs sind..anders..und dennoch irgendwie Battles. Jedoch bin ich mehr als gespannt, auf die neue Platte, da Songs liveperformt immer anders wirken, als vom Plattenspieler :).