Der 1. Weltkrieg, historische Ereignisse und ganz viele Emotionen – Das ist die Story von Battlefield 1 zusammengefasst. Doch der Shooter aus dem Hause EA Dice hat natürlich auch einen Multiplayer-Modus für Freunde von Online Schlachten parat. Wie sich dieser spielt und ob er die Story in den Schatten stellen kann, klär ich im Check!

Wie ein Krieg der Sterne…

Der Multiplayer von Battlefield 1 bietet nahezu für jeden Shooter-Spieler ein Modus, der ihm gefallen könnte. Im Hauptmenü werden dem Spieler die verschiedenen Modi Eroberung, Vorherrschaft, Rush, Kriegstauben, Team-Deathmatch und Operationen vorgeschlagen. Bevor wir aber zu den einzelnen Modis kommen, kommen wir zu meinen ersten Eindrücken:

Das Spiel bzw. das HUD erinnert sehr stark an den letzten EA-Shooter Star Wars Battlefront. Das Studio hat sich an die sehr gute Übersicht orientiert und nahezu gleich verarbeitet. Auch grafisch erinnert das Spiel teilweise sehr an die Kämpfe in der Galaxie. Im Spawn Menü des Multiplayers kann man, Battlefield-typisch, zwischen den vier Klassen Sturmsoldat, Versorgungssoldat, Späher und Sanitäter wählen. Jede Einheit hat eigene Fähigkeiten und Waffen, die vor Allen in den verschiedenen Modi mal wichtiger, mal weniger wichtig sind.

Der Klassiker: Team-Deathmatch

DerSpielmodus, der wohl häufig zum Einstieg, zum Aufwärmen oder einfach zwischendurch gespielt wird ist das Team-Deathmatch. In diesem Modus treten zwei Fronten gegeneinander an und versuchen möglichst viele Kills zu generieren ohne selbst getroffen zu werden. Gewonnen hat, wer eine bestimmte Punktzahl erreicht hat oder nach Ablauf der Zeit die meisten Punkte erhalten hat. Sanitäter können dabei helfen Tote zu vermeiden, indem sie Medizin verteilen oder Gefallene mit Adrenalinspritzen zurück ins Leben rufen.
Wer auf schnelle Schlachten ohne viel Taktik steht, der kann jederzeit ein Team-Deathmatch starten. Das Spiel eignet sich auch um ein Gefühl für das Equipment zu bekommen oder sich ein wenig aus zu probieren. Nach wenigen Matches wird der Modus jedoch recht eintönig.

Der Bekannte: Rush

Seit Battlefield 1 auf der Gamescom und in der Beta zum Test zur Verfügung stand, wurde ein Modus so oft gespielt wie kein anderer: Rush. Beim Rush treffen wieder zwei Fronten aufeinander, wobei eine als Verteidiger und eine als Angreifer agiert. Aufgabe der Angreifer ist es Telegrafenmaster der Verteidiger zu zerstören um deren Kommunikation zu unterbinden. Die Verteidiger müssen die Sprengsätze, die von den Angreifern platziert wurden, entschärfen und bis zum Ende mindestens einen Sendemast halten. Die Kommunikation untereinander ist in diesem Modus ein wichtiges Gebot um koordiniert anzugreifen oder zu verteidigen.
Wenn nicht zu viele Mitspieler blind durch die Gegend laufen würden und etwas zu sehr wie im TDM vorgehen würden, könnte der Modus sehr interessant sein, doch mich persönlich überzeugt er nicht, da er auch wenige außergewöhnliche Features bietet.

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Flugzeuge und Panzer: Eroberung

Bis zu 64 Spieler auf einem Schlachtfeld, die um mehrere Spots kämpfen und das mit Kampfflugzeugen und Panzern, das ist der beliebteste Spielmodus in allen Spielen der Battlefield-Reihe: Eroberung. Die Kommunikation zwischen den Spielern muss stimmen, der Team-Leader muss die Kommandos geben und alles muss ganz schnell gehen. In diesem Modus zeigt wer Teamplayer ist und mit den verschiedenen Klassen umgehen kann. Der Späher gibt Infos über die Positionen der Gegner, der Sanitäter heilt die Kameraden, der Versorger bringt Munition und der Sturmsoldat….naja der rennt einfach drauf los.
Wem die Runden in der Eroberung jedoch zu lang dauern, der kann auch zur light-Version Vorherrschaft greifen.

Die neuen: Operationen und Kriegstauben

Smartphones waren im ersten Weltkrieg undenkbar. Wie auch im Rush- Modus muss die Kommunikation des Feindes unterbrochen werden, in diesem Fall indem man die Brieftaube, die zu Beginn der Runde freigelassen wird, fängt und zu seinem Stützpunkt bringt. Das ganze basiert auf dem klassischen Capture-the-Flag- Prinzip. Es ist für Zwischendurch ganz witzig, ist jedoch auch sehr chaotisch was schnell den Reiz am Spiel nimmt.

Jetzt komm ich aber zu einem meiner Highlights: Der Operations-Modus. In diesem Modus begeben wir uns in den Kampf und bestreiten erneut historische Schlachten. Diese Operationen bestehen aus drei einzelnen Missionen, in denen uns jeweils eine bestimmte Aufgabe aufgetragen wird. Anspannung, Teamgeist, Niederlagen und Erfolge – in diesem Spielmodus erleben wir ein Wechselbad der Gamer-Gefühle. Wer auf Eroberung steht, der wird mit diesem Modus mehr als zufrieden sein.

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Schnappt euch eure Freunde

Der Großteil des Multiplayerangebots von Battlefield 1 ist recht eintönig und verliert schnell den Reiz, doch der Eroberungs- und Operationsmodus reißt das Ruder wieder herum. Es macht unglaublich viel Spaß sich seine Freunde zu schnappen, die Rollen, in Form von Klassen, zu verteilen und taktisch den Aufgaben nachzugehen. Besonders durch die individuelle Verteilung der Klassen, kann sich jeder Spieler spezialisieren und seine Fähigkeiten verfeinern.

Wer jedoch keinen Clan hat, mit dem er in die Schlacht ziehen kann, wird nicht unbedingt Gefallen am Multiplayer finden. Modi wie Team-Deathmatch sind recht langsam und träge, was den Spaß als einzelne Person stark drosselt. Dieses langsame Spiel zeigt seine positive Seite lediglich in den langen und intensiven Spielmodi.
Habt ihr also Lust auf taktisch geführte Schlachten mit euren Freunden, dann ist der Battlefield 1 – Multiplayer genau das richtige für euch.